Dienstag, 23. September 2014

Barcamp Stuttgart 2014

Logo des Barcamp Stuttgart
Foto: Michaela Werner (CC-BY)
Am Wochenende war ich beim Barcamp Stuttgart. Wahrscheinlich werden sich die meisten jetzt fragen, was ist denn ein Barcamp und was hat das mit einer Bar zu tun. Erst mal vorneweg, es hat nichts mit einer Bar zu tun. Es sind offene Konferenzen bzw. Tagungen bei denen das Programm und die Inhalte von den Teilnehmern selbst gestaltet werden. Ein Barcamp dient dem inhaltlichen Austausch und auch der sozialen Interaktion. Das Barcamp in Stuttgart war mein 2. Barcamp das ich bis jetzt besucht habe und das bis jetzt größte Barcamp. Ich weiß nicht wie viele Leute letztes Wochenende mit dabei waren, aber ich schätze, daß die Anzahl der Mitwirkenden so zwischen 200 und 300 Personen gelegen haben mag.

Ich war schon am Freitagabend beim Vorabendtreffen im Ratskeller im Stuttgarter Rathaus mit dabei. Hier waren wir noch eine eher kleine Anzahl von Barcaperinnen. Ich bin schon am Freitag nach Stuttgart gefahren, um am Samstagmorgen ohne große Hetze zum Barcamp gelangen zu können und wenn ich am Freitagabend schon in Stuttgart bin, dachte ich, kann ich auch beim Vorabendtreffen mit dabei sein. Auf dem Weg zum Ratskeller, den ich dank einer Karte, die ich an der Rezeption des Hotels freundlicherweise bekommen habe, auch gut gefunden habe, bin ich noch an dem Feuerseefest vorbei gekommen. Die gotische Kirche, die dort steht war das Zentrum des Festes. Die Stimmung des Festes war schön und ich war ein wenig traurig, daß ich hier nicht mit dabei sein konnte und so ganz alleine war mir das auch nichts für mich. Mein Hotel lag gute 15 Minuten vom Rathaus entfernt und der kleine Spaziergang am Abend hat mir ganz gut getan.

Sessionplanung am Samstag
Foto: Michaela Werner (CC-BY)
Am Samstagmorgen ging es dann im Hospitalhof, mit der Vorstellungsrunde los. Das Prozedere kannte ich schon vom Barcamp Bodensee. Jeder sagte seinen Vornamen und drei Eigenschaften die einen kennzeichnen. Nach der Vorstellungsrunde, ging es weiter mit der Sessionplanung. Hier konnte jetzt jede/jeder eine Session dem Plenum vorschlagen und wenn es genügend Interessenten gab, würde die Session stattfinden. Ich schlug, so wie schon beim Barcamp Bodensee, eine Session über Podcasting vor (Hier geht es zu dem Video, das ich beim Baramp Bodensee dabei aufgenommen habe -> http://youtu.be/whgYRUBhSkM). Ich war dann doch erstaunt, daß das Interesse sehr spärlich ausfiel, sogar noch spärlicher, als beim Barcamp Bodensee. Ich vermute mal, daß es daran lag, daß ich die Vorteile der Session nicht ausreichend genug vorgestellt habe. Beim nächsten Barcamp, werde ich versuchen daran zu denken und vielleicht werde ich auch ein anderes Thema vorschlagen.

Session: Podcast live
Foto: Michaela Werner (CC-BY)
Nach der Sessionplanung ging es mit den Sessions los. Die erste Session, die ich besuchte, war die von Eric Späte, der hier eine neue Folge seines Podcasts, dem Kinocast aufgenommen hat. Danach war schon ich dran, meine Session über Podcasting zu halten. Wie gesagt, es waren wenig Interessierte, die sich bei der Planung gemeldet haben und dann waren es noch weniger, die bei der Session dabei waren. Auch wenn wir nur ein sehr kleiner Kreis waren, hatte ich das Gefühl, daß ich dank der Hilfe vom Eric einige Fragen, der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworten konnte und ich würde mich sehr freuen, wenn aus unserem Kreis, ein oder mehrere neue Podcasts starten würden.

Session: Veröffentliche dein eigenes Buch mit Erfolg
Foto: Michaela Werner (CC-BY)
Ich möchte jetzt nicht alle Sessions hier aufzählen, die ich besucht habe. Eine Session, die mir ganz besonders gut gefallen hat, war die Session von Raffael, der die Session "Veröffentliche dein eigenes Buch mit Erfolg" gehalten hat. Wie der Name der Session schon andeutet, ging es um das Veröffentlichen eines Buches und welche Erfahrungen Raffael dabei gemacht hat. Ich fand das sehr interessant, vor allem, weil es ein paar Einblicke in die Welt der Bücher und dem Geschäft rund ums Buch ermöglichte.

Sessionplanung am Sonntag
Foto: Michaela Werner (CC-BY)
Der Sonntag verlief dann ähnlich, wie der Samstag, nur mit dem Unterschied, daß die Vorstellungsrunde nicht mehr notwendig war. Am Sonntag habe ich keine Session angeboten und so konnte ich sehr entspannt die Sessionplanung verfolgen. Leider hat die Planung etwas länger gedauert, so daß dadurch, die nachfolgenden Sessions alle irgendwie in Zeitdruck geraten sind. Auch die Mittagszeit war etwas gedrängt, was mir nicht so gut gefallen hat. Auch am Sonntag gab es viele interessante Sessions, so wie schon am Samstag und leider fanden viele interessante Sessions gleichzeitig statt und ich habe viele verpaßt, an denen ich auch gerne teilgenommen hätte.

Kaffeepause
Foto: Michaela Werner (CC-BY)
Mir hat das Barcamp Stuttgart sehr gut gefallen. Die Themen waren spannend und auch die Leute, die ich hier getroffen habe waren sehr sympathisch und freundlich. Für mich ist das Treffen von Bekannten und dem Kennenlernen von neuen Personen mindestens genauso wichtig, wie die Befriedigung meiner Neugier in den Sessions. Ich glaube, ich bin auf den Geschmack gekommen und das Barcamp Stuttgart wird sicher nicht das letzte Barcamp gewesen sein, daß ich besucht habe.

Wer mehr Fotos vom Barcamp sehen möchte, der schau doch mal auf die Seite des Barcamps, dort sind alle Beiträge, Fotos und Videos verlinkt -> http://www.barcamp-stuttgart.de/networks/wiki/index.2014-berichte

Einen Podcast anlässlich des Barcamps habe ich auch aufgenommen:


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Donnerstag, 18. September 2014

Podcast MW #153: Die ersten Urlaubstage


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Die ersten Urlaubstage sind vorbei und als einziges Highlight, war gestern ein Besuch in München fällig. Ich hatte dort zwei Termine, einen bei meinem Endokrinologen und danach bei meiner Psychotherapeutin.

Nach den beiden Terminen, bin ich noch ins Lenbachhaus gegangen, wo ich das erste Mal war. Das Lenbachhaus ist ein sehr berühmtes Kunstmuseum und mir hat der Besuch sehr gut getan. Ich habe viele neue interessante Bilder gesehen und ich werde sicherlich bald wieder in das Museum gehen, wenn ich das nächste Mal in München bin.

Für das kommende Wochenende bin ich beim Barcamp Stuttgart und ich bin schon sehr gespannt, was ich dort alles neues und/oder bekanntes sehen und hören werde. Sollte jemand auch dort beim Barcamp sein, würde ich mich sehr freuen, wenn man sich treffen könnte.

Im November findet ein PodLove-Workshop in Berlin statt, zu dem ich mich schon letzte Woche angemeldet habe. Ich weiß noch nicht, wo ich dabei übernachten werde und wie ich nach Berlin fahren werde, aber ich werde versuchen, es diesmal günstig zu halten. Wahrscheinlich werde ich das günstige Angebot von meinfernbus.de wahrnehmen und mit dem Bus nach Berlin fahren.

Diese Aufnahme habe ich erstmals mit einem Headset von Beyerdynamic aufgenommen. Wie findest du die Tonqualität?

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Freitag, 12. September 2014

Freischnauze Podcast #32: Podstock und PodLove



Jeanette und ich haben mal wieder die Mikrofone heraus geholt und haben uns über das Podstock unterhalten, wo wir ja vor zwei Wochen waren. Eine weitere Veranstaltung, die mit Podcasts zu tun hat wirft auch schon ihre Schatten voraus, nämlich den Ende November stattfindenden 4. PodLove Workshop in Berlin. Jeanette und ich überlegen, ob wir dort hin fahren sollen und wie das in unseren Zeitplan paßt. Ich habe mich inzwischen angemeldet und hoffe, ich kann auch wirklich dort hin fahren.

Neben all den Podcastthemen sprechen wir noch über die Neuigkeiten, die Apple diese Woche vorgestellt hat und natürlich schweifen wir wieder viel ab und unterhalten uns über viele weitere Themen, die uns zur Zeit beschäftigen.

Du kannst den Podcast ganz einfach via iTunes abonnieren oder aber via RSS-Feed.

Zum Originalartikel im Blog des Freischnauze Podcasts geht es hier -> FS-032: Podstock und PodLove

Freitag, 5. September 2014

Podcast MW #151: Soll ich Live Podcasten?


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Angeregt durch den Besuch letzte Woche bei Podstock, dem Podcast Festival, war ich gestern in der Magazin Sendung der PodUnion. Mir hat das Live Senden übers Internet sehr gut gefallen, auch letzte Woche schon und ich stelle hier mal die Frage, was ihr von Live Sendungen haltet? Würdet ihr eventuell mitmachen und in einer Live Sendung mit dabei sein wollen? Ich bin mir noch unschlüssig, aber reizen würde es mich schon.

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Montag, 1. September 2014

Das war Podstock 2014

Live Podcasten bei Podstock 2014
Wie ich schon in meinem letzten Artikel berichtet habe, war ich am Wochenende bei einer Veranstaltung, bei der es sich um Podcasts und Podcasting gedreht hat. Die Veranstaltung hieß Podstock, ein Wortspiel, daß sich aus den Worten Podcast und Woodstock zusammensetzt und auf den Festivalcharakter der Veranstaltung hinweisen soll. In diesem Sinne, war die Veranstaltung nicht nur ein Barcamp, auf dem Workshops zu den verschiedensten Theman rund ums Podcasting stattgefunden haben, sondern sollte auch ein Festival mit Live-Veranstaltungen sein. Es fanden an allen drei Tagen des Festivals Live-Podcasts auf einer Bühne statt. Es waren dabei oftmals mehrere Personen auf der Bühne und haben sich über ein bestimmtes Thema unterhalten und das besondere war, daß nicht nur Zuhörer irgendwo über das Internet zuhörten, sondern auch Publikum vor Ort dem Geschehen folgen und dadurch auch ein direkter Austausch mit denjenigen, die auf der Bühne sassen und dem Publikum stattfinden konnte.

Formate Workshop
Neben diesen Live-Veranstaltungen, fanden natürlich auch noch Workshops statt. Hier wurden u.a. von Toningenieuren gezeigt, wie man am besten vorgeht, um seine Audioaufnahme optimal zu bearbeiten, damit die Zuhörerinnen später auch eine ordentliche Tonaufnahme hören und die sie ohne Probleme verstehen können. Es gab aber auch eine Session, bei der es nicht um Technik ging. Die Quasselstrippen haben den Anwesenden Tipps gegeben, was man tun kann, um einen Podcast erfolgreich werden zu lassen. Ihre Session fand ich deshalb sehr interessant, weil doch häufig die Gefahr besteht, daß man sich in der Technik verliert, aber dabei doch eines der entscheidenden Faktoren, eines Podcasts außer Acht lässt, nämlich den Inhalt des Podcasts. Das gilt natürlich auch für Blogs und für Videos. Der Inhalt ist meiner Meinung nach, das Wichtigste, damit eine Medienproduktion anklang findet. Natürlich ist die Technik auch wichtig, aber wenn der Inhalt nicht interessant ist, dann kann die Technik das nicht ausgleichen. Ich würde mir wünschen, daß in zukünftigen Veranstaltungen, vermehrt über Inhalte und deren Gestaltung gesprochen wird und gezeigt wird. Die Technik beherrscht man wahrscheinlich irgendwann einmal, aber das man für die Zuhörerinnen und Zuhörer eine interessante und hörenswerte Sendung produziert, daß ist glaube ich jedesmal eine neue Herausforderung.

Workshop
Ein weitere Workshop, den ich hier noch erwähnen möchte, ist die Session, die Jeanette gehalten hat. Sie hat darin, ihre Podcatcher App Podcat vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine App für iOS und das was ich da gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Die App macht auf mich einen sehr aufgeräumten und übersichtlichen Eindruck, mit der es Spaß macht, Podcasts zu hören. Auch manche der Besonderheiten, fand ich sehr bemerkenswert. Vor allem, daß man aus der App heraus einen Podcastfolge kommentieren kann und das nicht nur schriftlich, sondern auch per Audio. Das Logo der App ist eine Katze, die einen Kopfhörer auf hat. Die App wird demnächst im App Store erhältlich sein.

Grillen am ersten Abend
Ein weiteres ganz wichtiges Element des Festivals, war natürlich, die persönliche Begegnung. Dieses Jahr war das Treffen noch überschaubar, was den Vorteil bot, daß man mit allen Anwesenden auch mal sprechen konnte und kennen lernen konnte. Die meisten Leute habe ich bis zum Festival noch nicht gekannt. Nur die Quasselstrippen habe ich schon gekannt und natürlich Jeanette, mit der ich ja zusammen zum Podstock gefahren bin. Den Jörg, den Bobson Bob, habe ich von seinem Podcast her gekannt, aber die anderen waren mir unbekannt. Ich fand es sehr spannend und interessant, die vielen unterschiedlichen Leute kennen zu lernen und mir hat es sehr gut gefallen, daß so viele unterschiedliche und interessante Leute sich zusammen gefunden haben. Auch, die unterschiedlichen Podcasts, die ich dadurch kennen lernen konnte, war die Reise nach Wolfsburg wert. Immerhin liegt Wolfsburg doch recht weit vom Bodensee entfernt und ich war, glaube ich diejenige, mit dem längsten Anreiseweg. Was mich auch überrascht hat, war die Tatsache, daß ich eine der älteren Teilnehmerinnen war. Ich weiß natürlich nicht, bei welchen Alter der Durchschnitt lag, aber ich schätze mal, daß er irgendwo bei Mitte 30 gelegen haben mag. Nur ich und noch ein anderer Teilnehmer, lagen altermässig bei 50+. Was mich  positiv überrascht hat, waren die beiden jungen Herren, die "Das Grundrauschen" produzieren, beide sind noch keine 18, was den Alterschnitt doch erheblich nach unten abgesengt hat. Die beiden haben auch einen Live-Podcast aufgenommen und so wie ich sie erlebt habe, haben sie einen sehr witzigen und frechen Podcast, der vielleicht für manche Zuhörer gelegentlich an die Grenzen des guten Geschmacks stossen mag. Nichtsdestotrotz ist der Podcast der beiden eine schöne Abwechslung in der deutschen Podcastlandschaft, den ich mir auch gleich mal abonniert habe und ich bin schon sehr gespannt, was die beiden so podcasten.

Live Veranstaltung
Das Festival war sehr gut organisiert, wie ich finde. Der Jugendzeltplatz mit seinem Seminarhaus bot für uns genügend Platz. Wären wir allerdings mehr gewesen, hätte es schwierig werden können, alle in den Räumen unterzubringen. So war es ganz gut, daß das Podstock erst mal mit einer kleineren Teilnehmerzahl gestartet ist. Es gab während der drei Tage zwar immer wieder mal Probleme mit der Internetanbindung, so das der Live-Stream von der Bühne manchmal zusammenbrach, aber das Orgateam, konnte dann doch immer wieder die Situation retten. Was auch sehr gut war, war die Verpflegung. Bianca und Nora, die sich hier sehr viel Mühe gegeben haben, haben uns aufs Beste verköstigt. Ich glaube, an den drei Tagen ist niemand hungrig geblieben und das Essen hat sehr lecker geschmeckt. Sogar die für die Fahrt vorbereiteten Brötchen, waren ein kulinarisches Erlebnis.

Mein Fazit zu dieser Veranstaltung: Es hat sich gelohnt, den weiten Weg nach Wolfsburg auf sich zu nehmen und ich hoffe, ich kann nächstes Jahr auch wieder zum Podstock nach Wolfsburg fahren. Ich freue mich jedenfalls darauf. Das Podstock 2014 war ganz eindeutig, einer der Höhepunkte des Jahres, neben der re:publica und dem Barcamp Bodensee, an denen ich dieses Jahr auch teil genommen habe.

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Sonntag, 31. August 2014

Podstock, das Podcast-Festival

Live Podcasten bei Podstock 2014
Ich war dieses Wochenende in der Nähe von Wolfsburg bei einem Podcast-Festival, dem Podstock. Ich bin am Freitag, zusammen mit meiner Mitpodcasterin Jeanette dort hin gefahren und wir hatten ein sehr spannendes und interessantes Wochenende zusammen mit vielen netten Podcasterinnen und Podcastern. Ich hoffe, es findet nächstes Jahr wieder so ein Podstock statt. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, dort wieder viele nette Podasterinnen und Podcaster und natürlich auch Hörerinnen und Hörer kennen zu lernen. Hier ein kurzer Eindruck des Wochenendes, natürlich als Podcast Folge.



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Sonntag, 24. August 2014

Mein Bruder ist gestorben

Diese Woche am Freitag ist mein Bruder gestorben. Er ist schon eine Woche zuvor ins Krankenhaus gekommen und schon da war abzusehen, daß er nicht mehr lange zu leben haben würde. Auch seine Krankheit, war schon länger bekannt, wobei es klar war, daß man da nichts tun kann. Trotzdem war es doch überraschend, daß es jetzt so schnell zu Ende ging. 

Ich hatte zwar kein sehr inniges Verhältnis zu ihm, dennoch ist es sehr traurig für mich. Als Kind war er immer irgendwie mein Vorbild, klar wenn man einen großen Bruder hat, aber er hat schon damals sein eigenes Leben geführt. Er hat schon sehr früh geheiratet und mit Hilfe meiner Eltern, ein Haus gebaut. So richtig habe ich ihn nie kennengelernt. Ich habe ihn zu den üblichen Familienfesten gesehen und dann auch mit ihm geredet, aber ich weiß eigentlich nicht, was ihn wirklich bewegt hat, was er gedacht hat und welche Überzeugungen er hatte. Im Endeffekt, habe ich Freundinnen und Freunde, die ich besser kenne, wie meinen Bruder. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber es gab auch einen Vorfall, in der Vergangenheit, die dazu geführt hat, daß meine Eltern und ich,  über viele Jahre keinen Kontakt zu ihm hatten. Das änderte sich zwar dann im Laufe der Zeit, aber ich hatte danach, nie das Gefühl, daß er sich in irgend einer Weise für mich interessiert hätte. Auch vor der Zeit, hatte ich das Gefühl, daß er mich lästig fand. Ich war damals glaube ich 5 oder 6 Jahr alt und ich freute mich damals jedes mal, wenn mein Bruder zu Hause war. Ich erinnere mich, daß ich mich an ihn hängte und das ganz wörtlich gemeint. Ja ich mochte ihn sehr, aber er empfand das glaube ich als lästig und nervig, was mir wiederum weh tat.

Nun ja, es ist wie es ist, seit damals ist viel passiert und leider ist es so gekommen wie es jetzt gekommen ist. Wie ich schon geschrieben hatte, es ist traurig, aber es läßt sich nicht mehr ändern. Gerade meine Eltern, ganz besonders meine Mutter nimmt das sehr mit. Meine Mutter hat am Dienstag ihren 88. Geburtstag und einen Tag später wir ihr Sohn beerdigt. Das ist schon ziemlich schlechtes Timing würde ich sagen. Mal sehen, wie die nächste Woche so werden wird und wie die Beerdigung verlaufen wird. Ich hoffe, meine Eltern verkraften das alles gut.