Dienstag, 20. September 2016

Barcamp Stuttgart 2016

Nach einer Woche Urlaub war es endlich so weit. Das Wochenende, an dem das Barcamp in Stutgart stattfinden sollte näherte sich und mich überkam mal wieder dieses seltsame Gefühl von Vorfreude und Ängstlichkeit, das ich so überhaupt nicht verstehen kann. Immer wieder diese Angst vor dem Unbekannten und vor Veränderung, die mich so sehr behindert, galt es mal wieder zu überwinden und zum Glück habe ich sie überwunden und bin am Freitagnachmittag gemütlich nach Stuttgart gefahren.

Es war das 2. Mal, daß ich beim Barcamp in Stuttgart mit dabei war. Das erste Mal, war ich vor zwei Jahren, was dann für mich auch das erste Mal, beim Barcamp in Stutgart war. Ich bin auch heute keine so erfahrene Barcamp Besucherin, wie so manch andere, die ich gelegentlich treffe. Ich war für dieses Wochenende im Hotel Astoria untergkommen, das nur 200 Meter vom Hospitalhof, dem Veranstaltungsort des Barcamps, entfernt liegt. Das Hotel, hat auf dem Portal, über dem ich dort ein Zimmer gebucht hatte nur mäßige Beurteilungen bekommen und ich kann die Kritikpunkte gut verstehen, aber die Betten waren frisch bezogen, das Bad und die Toilette waren sauber und der Rest interessierte mich nicht so sehr. Immerhin verbrachte ich die meiste Zeit beim Barcamp und ich brauchte das Zimmer nur zum Schlafen. Ausserdem war es ziemlich günstig für Stuttgarter Verhältnisse.

Vorabendtreffen


Vorabandtreffefn
Der erste Tag des Barcamps begann für mich mit dem Vorabendtreffen am Freitagabend. Ich bin zu Fuß vom Hotel zur "Academie der schönen Künste" gegangen und ich war eine der ersten. Jan, der Organisator des Barcamps war schon da und noch zwei weitere Gäste. Ich war ein wenig aufgeregt, weil ich nicht wußte, wie das Vorabendtreffen so werden würde, wen ich treffen würde und wie es so allgemein werden würde. Nach und nach trafen weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein und gesellten sich dazu. Da ich sehr früh vor Ort war, hatte ich die freie Platzwahl und ich war mir unschlüssig, welchen Tisch ich nehmen sollte. Ich entschied mich, für einen etwas kleineren Tisch, ann dem zum Schluß vier Personen Platz gefunden haben. Ich war bis nach 22.00 Uhr in dem Lokal, bevor ich mich auf dem Weg ins Hotel machte.

Das Barcamp


Empfang am ersten Tag
Der erste richtige Tage des Barcamps, der Samstag, begann mit einem sehr guten und reichhaltigen Frühstück. Hier muß ich ein riesiges Lob, dem Organisator und den Sponsoren des Barcamps aussprechen, die hier ein so tolles und gutes Catering ermöglicht haben, daß ich bis jetzt so noch nirgends gesehen habe. Das Essen war ganz allgemein, sehr gut und sehr vielfältig. Gegen 10.00 Uhr ging es dann mit der Vorstellungsrunde los, die auf Barcamps immer gleich läuft. Jeder bekommt einmal das Mikrofon und sagt kurz seinen Namen, seinen Twitternamen, falls man so etwas hat und dann drei Begriffe, die einen in irgendeiner Weise kennzeichnen. Dank dieser sehr minimalistischen Vorstellung, ging diese Vorstellungsrunde sehr schnell vonstatten, so daß es danach gleich mit der Vorstellung der Sessions weiter ging. Auch diese ging sehr diszipliniert vor sich, so daß wir dieses Mal sogar den Zeitplan einhielten und sogar etwas vor dem geplanten Beginn der ersten Sessionrunde fertig geworden sind.

Session über Transsexualität


Das Barcamp Stuttgart
Die erste Session an der ich teilgenommen habe, war eine Session über Transsexualität und Transgender. Ich war etwas überrascht, als diese Session vorgestellt wurde, daß ich nicht die einzige Transfrau in der Runde war. Die Vortragende war Dana, die in der Session, ihre Geschichte als transidente Frau vortrug und über die rechtlichen, medizinischen und gesellschaftlichen Hürden sprach, die sie während ihrer Transition erleben mußte. Sie schreibt auch gerade ein Buch, über ihre Geschichte. Ich habe während der anschliessenden Diskussion versucht, ein wenig, was aus meiner Erfahrung zu berichten, die ja doch eine andere ist, als die von Dana. Ich war vor allem überrascht, über die große Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Session. Ich hätte nicht gedacht, daß eine Session über Transsexualität und Transgender, auf eine so große Resonanz stößt. Vielleicht sollte ich beim nächsten Barcamp auch mal so etwas anbieten. Immerhin kann ich nicht nur über meine eigenen Erfahrungen berichten. Immerhin habe ich dank des Transgender Euregio Treffs und der Interviewreihe mit transidenten Menschen, einige spannende und interessante Personen in den letzten 10 Jahren kennenlernen können.

Session über Depression


Eine weitere interessante Session, war die Session von Uwe, der über seine Depression sprach. Er hat in den letzten Jahren, regelmässig über Twitter mit dem Hashtag, #ausderklapse getwittert und auch dieses Jahr eine Session, mit diesem Thema auf der re:publica gehalten. Ich war in der Session dann auch sehr überrascht, wie viele Leute dort schon, Erfahrungen mit Depressionen gemacht haben und das von Leuten, von denen ich das niemals vermutet hätte. Das ist glaube ich auch das Schlimme an dieser Krankheit, man sieht sie den Betroffenen nicht an. Oftmals bekommen sie zu hören, daß sie sich einfach mal zusammenreißen sollen und sich nicht so anstellen sollen, aber das ist natürlich nicht die Lösung für das Problem, denn Depression ist eine Krankheit, die oftmals tödlich verläuft. So hat auch Uwe einen Suizidversuch hinter sich, von dem er berichtet hat und wie es dazu gekommen ist.

Es gab noch einen weitere Session mit dem Thema Depression, dieses mal allerdings aus der Sicht einer Schülerin, die noch zur Schule geht. Hier sieht das ganze noch mal ganz anders aus., denn Dank der Depression, unter der sie leidet, haben ihre schulischen Leistungen gelitten. Sie wurde zwar gerade in die 11. Klasse versetzt, aber nur auf Probe. Auch bei ihr, wäre ich nie auf die Idee gekommen, daß sie unter Depressionen leidet, denn in ihrem Auftreten, wirkt sie sehr selbstsicher und eher etwas extrovertiert. In einer  Session kurz zuvor, berichtete sie von ihrer Zeit in Japan, wo sie 10 Monate als Schülerin war und bei ihren Schilderungen dort, wäre ich nie auf die Idee gekommen, daß sie unter Depressionen leiden könnte.

Bücher


Ich möchte noch kurz über die Session über Bücher und über das Lesen berichten, denn diese Session, hat mich angeregt, wieder mal was zu lesen. Die Session hat Wolfang von literaturcafe.de geleitet. Die Session hatte etwas, wie ich finde, familiäres und vertrautes an sich, wie ich es so bis jetzt noch nicht so auf einem Barcamp erlebt habe. Vielleicht lag es an der ruhigen und Vertrauen erzeugenden Art von Wolfang oder darüber, daß die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Vorlieben, beim Lesen gesprochen haben. Mir hat diese Session sehr gut gefallen und die Dreiviertelstunde ging viel so schnell vorbei und wir hätten glaube ich noch Stunden über Bücher und unsere Vorlieben reden können.

Heimreise


Der zweite Tag des Barcamps verging ähnlich wie der erste Tag und neben der Lesesession fand ich noch die Session über China sehr interessant. Der zweite Tag endete mit der Abschlußrunde gegen 16.00 Uhr und bis ich dann so weit war, daß ich die Heimreise an den Bodensee antreten konnte, war es dann kurz nach 17.00 Uhr. Die Heimfahrt verlief ohne Probleme. Es regnete teilweise sehr stark, so daß ich langsam fahren mußte, aber ich bin dann gegen halb Acht Uhr Abends wieder gut zu Hause angekommen.

Fazit


Das Barcamp Stuttgart, hat mir wieder sehr gut gefallen. Es ist sehr gut organisiert, das Catering ist hervorrangend, die Räumlichkeiten sind sehr schön und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind sehr nett und bilden eine schöne Runde, in der ich mich wohl fühle. Ich hoffe, ich schaffe es nächstes Jahr wieder zum Barcamp Stuttgart zu fahren zu können. Nächstes Jahr hat das Barcamp sein 10 jähriges Jubiläum und ich bin gespannt, was dieses Jubiläums Barcamp zu bieten haben wird.

Sponsoren


Ein ganz herzliches Dank gilt den Sponsoren des Barcamps:
SuperClix premium online marketingStaatlicheToto-Lotto GmbH
IT & Business Fachmesse für digitale Prozesse und LösungenMFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft
Doris HelzleTechSmith
EventbriteEssen bestellen in Stuttgart via pizaa.de
THE LAB von achtung!Netzwerk Kreativwirtschaft Baden-Württemberg
erdfisch die Drupalschaftsonntagmorgen.com
exensio - intelligente informationssystemeHochzeitsportal24.de - Alles für die Traumhochzeit
Schöfferhofer WeizenPLOSE Natürliches Mineralwasser
Kelterei WalthersEsskultur Catering
Freifunk Stuttgart e.V.Hospitalhof Stuttgart

Sonntag, 11. September 2016

Endlich Urlaub

Endlich habe ich Urlaub. Drei Wochen, in denen ich versuchen werde, mal was anderes zu machen, als sonst. Ob das klappen wird? Ich befürchte nicht. Immerhin ist die erste Woche gleich voll ausgebucht und erst in meiner zweiten Urlaubswoche, habe ich dann hoffentlich endlich die Zeit, die ich dringend brauche um mich zu erholen. Ich merke, daß ich ziemlich am Limit bin, aber nicht nur wegen der Arbeit, sondern auch wegen anderer Dinge, die zwar Spaß machen und mir wichtig sind, aber nichtsdestotrotz auch Energie kosten. Dennoch möchte ich so etwas, wie die Mitwirkung am Landesnetzwerkes LSBTTIQ Baden-Württemberg, wo ich heute am Plenum teilgenommen habe, nicht aufgeben. Oder aber, die Teilnahme an Barcamps oder anderen Veranstaltungen, die mir zum einen sehr viel Spaß bereiten, aber auch wieder Kraft für den Arbeitsalltag geben. Wenn es solche Veranstaltungen nicht gäbe, sähe mein Alltag wirklich sehr eintönig und langweilig aus. Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf das kommende Barcamp in Stuttgart und auf die Subscribe 8, nächsten Monat in München.

Sonntag, 4. September 2016

Ist mein MacBook Pro hinüber?

Mein MacBook Pro (MBP) hat schon ein paar Mal rum gezickt, soll heißen, daß es beim Druck auf den Startknopf nicht starten wollte. Bis jetzt, hat es dann irgendwann immer wieder mal funktioniert, aber heute Abend befürchte ich, daß es endgültig kaputt ist. Ich weiß nicht woran es liegt, aber es scheint nicht am Ein/Aus-Schalter zu liegt. Zum Glück gibt es hier in Friedrichshafen, einen Apple Händler mit Werkstatt, also werde ich mein MacBook Pro wohl demnächst dort hin bringen und reparieren lassen, falls das geht. Ich möchte mir zwar demnächst ein neues kaufen, immerhin ist meines jetzt schon fast 8 Jahre alt, aber ich möchte eigentlich warten, bis die neuen MacBook Pros raus kommen und mir dann ein aktuelles kaufen. Außerdem passt es nicht in meinen Budgetplan, denn sollte ich gezwungen sein, mir einen Ersatz kaufen zu müssen, wird es wohl nächstes Jahr im Frühjahr nicht mit meiner Japanreise werde. Leider kommen solche Dinge immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten.

Mein MBP ist mein Produktionsrechner, was die Produktion von YouTube Videos und Podcasts angeht. Da das MBP nicht funktioniert, bedeutet das in letzter Konsequenz für mich, daß ich erst mal so schnell keine Videos mehr schneiden kann und auch mit der Produktion von Podcasts wird es schwierig werden, aber nicht ganz unmöglich. Ich schreibe den Beitrag hier mit Hilfe meines Chromebooks, aber dieses kann solche rechenintensiven Aufgaben nicht übernehmen. Vieles mache ich in letzter Zeit mit Hilfe meines iPhones oder iPads und ich habe tatsächlich eher selten mal meinen Rechner an. Ich kann also, den Ausfall des MBP durchaus eine Weile verkraften und ich hoffe, daß man es noch mal reparieren kann.

Montag, 29. August 2016

Anime Rezension: Saekano -How to Raise a Boring Girlfriend-

Letzte Woche bin ich auf die Animeserie Saekano -How to Raise a Boring Girlfriend- bei Crunchyroll gestossen. Da ich gerade genug von Animeserien hatte, in denen ständig ein Kampf nach dem anderen durchgefochten wird, kam mir die Serie gerade recht, denn sie machte auf mich den Eindruck, daß sie mal etwas anderes zu bieten hätte, als die sonst so üblichen Animeserien. Ich wurde in meiner Erwartung nicht enttäuscht und ich muß sagen, daß ich froh bin, diese Serie entdeckt zu haben. Sie ist erfrischend anders als andere Serien, die ich in letzter Zeit gesehen habe und sie ist nicht nur von der Geschichte her sehr gut geschrieben, sondern auch das Artwork der Serie gefällt mir sehr gut. Die Serie ist von A1-Pictures und dementsprechend sehr gut umgesetzt, wie ich finde.

Die Geschichte (Achtung Spoiler)


Tomoya Aki ist ein Schüler einer Oberschule. Das 2. Jahr der Oberstufe hat gerade begonnen, als er einem jungen Mädchen begegnet. Diese Begegnung ist schicksalshaft, denn sie inspiriert ihn dazu, ein Spiel entwickeln zu wollen, ein Dating Simulationsspiel. Tomoya ist ein bekennender Otaku und jemand, der gerne versucht, andere Personen, die keine Otakus sind, mit dem Virus des Otakutums zu infizieren. Da er kein Talent fürs Zeichnen und fürs Geschichten erzählen hat, benötigt er jemanden, der dies für ihn realisieren kann. Dazu bemüht er sich, seine Schulkameradinnen Eriri Spencer Sawamura für das Artwork zu gewinnen und Utaha Kasumigaoka für die Geschichte des Spiels. Beide Mädchen sind zuerst der Idee, an der Entwicklung eines Datingsimulationsspieles mitzuarbeiten, abgeneigt. Dies vor allem, da beide in der Vergangenheit mit Tomoya etwas erlebt haben, das sie dazu gebracht hat, sich von ihm fern zu halten. Dennoch schafft Tomoya es, beide von seiner Idee zu überzeugen. Beide Mädchen sind Idole an ihrer Schule, haben aber eine für die Öffentlichkeit unbekannte Seite. So ist Eriri eine bekannte Mangaka, die Pornomangas zeichnet und Utaha ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die Light Novells schreibt.

Gerade, als Tomoya dabei ist, seine beiden Mitstreiterinnen davon zu überzeugen, bei dem Projekt mitzumachen, trifft er auf Megumi Kato, eine Mitschülerin, die er bis dahin nicht wahrgenommen hat. Ihre besondere Fähigkeit, liegt darin, unscheinbar zu sein und von den Mitmenschen nicht wahrgenommen zu werden. Auch Tomoya wäre dies beinahe wieder passiert, bis sich Megumi bei Tomoya dafür bedankt, daß er ihre Mütze vor ein paar Tagen aufgehoben hat und ihr zurückgegeben hat. Genau dies war aber die Situation, in der Tomoya, seine Inspiration für das Spiel hatte und er merkt, daß Megumi, die Heldin seines Spiels ist. So versucht er Megumi, von seiner Idee zu überzeugen und sie bei der Entwicklung des Spiels miteinzubinden, was ihm auch gelingt. Sie beginnt sich mehr und mehr für die Dinge zu interessieren, die auch Tomoya als interessant empfindet. Leider bleibt sie eher langweilig und normal, im Gegensatz zu den anderen beiden Mitstreiterinnen. So ist Eririn die typische Tsundere und Utaha ist eher kühl und unnahbar, kann aber sehr sarkastisch und verletzend in ihren Äusserungen sein.

Im Laufe der Geschichte, kommen immer mehr Hintergundinformationen dazu, in welcher Beziehung die einzelnen Heldinnen mit Tomoya stehen und welche Schwierigkeiten sie miteinander in der Vergangenheiten hatten und auch jetzt noch haben. Relativ zum Schluß der Serie kommt noch Michiru Hyoda zum Circle (ein Circle ist eine Gruppe, in der sich Personen um die Entwicklung von Spielen, Mangas oder Light Novells bemühen) hinzu. Sie ist die die Cousine von Tomoya und sie kommt zum Circle, weil sie sehr musikalisch ist und in einer Band (Icy Tail) mitspielt. Sie soll sich im Circle um die Musik kümmern und im Gegenzug, kümmert sich Tomoya um das Managment der Gruppe Icy Tail. Michiru mag keine Otakus, allerdings merkt sie erst, daß ihre Bandmitglieder, auch alle Otakus sind und aus Liebe zu Animes, Animelieder Covern, als sie kurz vor ihrem ersten Auftritt stehen. Trotz dieses Wissens, wagt sie sich dann doch auf die Bühne und singt die Lieder, vor einem Publikum von Otakus.

Mir hat die Serie sehr gut gefallen, weil ich die Handlung und die Charaktere sehr interessant und lebensnah empfunden habe. Klar, es ist eine Animeserie und ähnlich wie in den üblichen Heldengeschichten, muß auch hier der Held und seine Truppe, viele Hürden meistern, bevor sie ihr Ziel erreichen, aber die Geschichte spielt eben in der Welt von Otakus und vermittelt dadurch eben auch etwas über das Otakutum in Japan. Ich habe z.B. durch die Serie, erst erfahren, daß die wahrscheinlich größte Comic bzw. Manga Convention in Japan stattfindet und das 2x jährlich, die Comiket. Man erfährt in der Serie was Moe bedeutet, was Dōjinshis sind und noch einiges mehr, eben alles was das Leben eines Otakus in Japan ausmacht. Wahrscheinlich bin ich selbst auch eine Otaku und ich kann mich deshalb auch sehr gut mit den Charakteren der Serie identifizieren, die ich als sehr liebenswert dargestellt empfinde. Alle haben ihre Eigenheiten und ich kann nachvollziehen, welche Gefühle sie hegen und weshalb sie so reagieren, wie sie reagieren.

Fazit


Alles in allem, kann ich allen diese Serie empfehlen, die etwas über Otakus in Japan wissen wollen, die gerne gut unterhalten werden wollen und eine "Slice of Life" Serie sehen wollen. Es soll nächstes Jahr in Japan eine zweite Staffel geben, denn ich möchte nicht unerwähnt lassen, daß am Ende der Serie, das Spiel, daß der Circle umTomoya schaffen will, noch nicht fertig ist und es wahrscheinlich noch einige Hürden zu überwinden gibt, bis sie ihr Ziel erreichen. Immerhin ist die Animeserie nur 13 Folgen lang und in Japan, sind alleine schon 10 Bände der Light Novell erschienen, die als Grundlage der Serie dient. Ich bin gespannt, ob und wann die 2. Staffel der Animeserie nach Deutschland kommen wird und ob es vielleicht auch eine deutsche Synchronfassung geben wird, denn meiner Meinung nach, hätte sie es verdient, als Blue Ray bzw. DVD auf den deutschen Markt zu kommen.

Samstag, 20. August 2016

Manga Rezension: GA-REI - Monster in Ketten

Vor ein paar Tagen bin durch Zufall ich auf einen Manga gestossen, der mich so gefesselt hat, daß ich ihn mehr oder weniger verschlungen habe. Ich weiß nicht was mich angezogen hat, jedenfalls bin ich froh, daß ich auf den Manga "GA-REI - Monster in Ketten (affiliate-Link)" gestossen bin. Leider gibt es ihn zur Zeit nicht mehr in der gedruckten Ausgabe zu kaufen, sondern nur als Ebook. Als gedruckte Version gibt es sechs Doppelbände, die leider nur noch gebraucht und dann teilweise zu horenden Preisen erworben werden können. Zusätzlich zu dieser Reihe (ich werde hier ausschliesslich die Bände 1 bis 12 besprechen), gibt es noch zwei Sonderbände. Zur Mangaserie wurde auch ein Anime produziert, dessen Handlung allerdings zeitlich vor der Geschichte des Mangas stattfindet und von dem ich bis jetzt nur die erste Folge gesehen habe und den es leider nicht auf Deutsch gibt.

Die Geschichte


Ich werde hier die Geschichte der Manga Serie kurz vorstellen. Wer den Ausgang der Geschichte zwischen dem Jungen Kensuke und dem Mädchen Kagura hier noch nicht erfahren möchte, sollte am besten nur den allerletzten Absatz lesen, denn ich werde hier massiv spoilern.

Nimura Kensuke ist ein Schüler an einer japanischen Oberschule in Tokyo. Er ist gerade in die Oberstufe gekommen und hat seit frühester Kindheit ein Problem. Er kann Geister sehen, was ihn zu einem Einzelgänger macht. Gerade als er ein erstes Date mit einer seiner Mitschülerinnen hat, sitzt neben ihr ein ziemlich unappetitlich aussehender Geist, aus dessen Kopf Würmer und sonstiges Ungeziefer kriecht. Ausgerechnet beim Essen. Natürlich kann Kensukes mögliche Freundin, den Geist nicht sehen und er schafft es nicht, ihn zu ignorieren, was ihn dazu veranlasst, dem Geist einen sehr heftigen Schlag mit der Faust zu verpassen. Nach diesem Vorfall, war es natürlich mit der Freundschaft zwischen Kensuke und seiner Mitschülerin vorbei.

Er ist dadurch natürlich sehr bedrückt und kurz darauf sieht er wieder Geister. Diesmal sind es Geister von Kindern, die alle hinter ihm her sind. Er läuft vor ihnen davon und während er so vor ihnen weg rennt, kollidiert er mit einer Rollerfahrerin. Diese Rollerfahrerin ist Tsuchimiya Kagura, eine Exorcistin, die gerade auf dem Weg war, sich dem Problem der Kindergeister anzunehmen. Kensuke trifft hier das erste Mal auf einen Menschen, der auch Geister sehen kann und er hilft ihr bei der Beseitigung des Problems, wobei er natürlich derjenige ist, der keine Ahnung von Exorcismus hat.

Kagura arbeitet für eine Behörde, die sich schon seit vielen hundert Jahren dem Exorcieren von Geistern und Dämonen widmet. Die Behörde ist geheim und wird durch eine Familie geleitet, die ebenfalls, wie die Familie der Tsuchimmiyas, schon seit vielne hundert Jahren das Handwerk des Exorcierens in der Familie weiter gibt. Kagura geht allerdings anders beim Exorcieren vor, als ihre Kollegen in der Behörde. Sie nutzt die Kraft eine riesigen Geisterhundes, der die Seelen der Geister frist (ein Garei (喰霊)) und so unschädlich macht. Dieser Geisterhund ist mit ihrer Seele unlösbar verbunden, so wie es schon bei ihren Vorfahren war. Durch diese innige Verbindung und dem Einfluß eines in dem Geisterhundes Byakuei wohnenden Fragmentes eines Steines, des Sesshōseki, werden diejenigen Familienmitglieder des Tshuchimiya Clans, die mit Byakuei verbunden sind gewöhnlich nicht alt und sterben früh.

Kensuke wird in die Behörde zur Beseitigung übernatürlicher Phänomen als ausserordentliches Mitglied aufgenommen und darf fortan Kagura unterstützen, in die er sich verliebt hat. Allerdings fällt es ihm schwer, sich gegen seine Angst vor den Geistern und Dämonen zu stellen, denn immerhin geht es um Leben und Tod und nicht zuletzt sind die Gegner sehr furchteinflössend. Der erste große Gegner in der Geschicht ist ein Wesen, das in einem Park in Tokyo vor Urzeiten gebannt wurde und das durch Yomi befreit wird. Kagura und Yomi waren einst wie Schwestern und Kagura hat alles, was sie über Exorcismus gelernt hat, von Yomi gelernt und sie war auch eine der Agentinnen der Behörde. Yomi ist allerdings einige Zeit vor den Geschehnissen in den Kontakt mit einem der Splitter des Sesshōseki gekommen und dadurch langsam zum Dämon geworden. Kagura hat, als Yomi immer dämonischer wurde, diese aus Liebe zu ihr getötet, so daß Yomi jetzt nur noch als Dämon existiert. Natürlich schaffen es die Leute der Behörde, zusammen mit Kagura und Kensuke, den befreiten Dämon wieder zu bannen, aber sie erleiden dabei auch viele Verletzungen und Wunden. So wird auch Kensuke von Yomi verletzt und dabei bekommt er einen Splitter des Sesshōseki eingepflanzt und er kann so die dämonische Macht des Steins spüren kann.

Nach der Beseitigung des Dämons, wird es wieder etwas ruhiger und Kensuke und Kagura können wieder zur Schule gehen. Dort haben sie eine neue Mitschülerin, Imawano Shizura, die das künftige Oberhaupt der Juugondō, einer Verbrecherorganisation, ist. Allerdings ist nicht Shizura der wirkliche Gegner in diesem Teil der Geschichte, sondern deren Schwester, die auch mit einem Splitter des Sesshōseki verbunden ist und seit dem vom Hass auf die Menschen angetrieben wird. Sie möchte alle Splitter zusammen führen um dadurch die Welt ins Chaos zu stürzen. Am Höhepunkt der Geschichte, bei der Kagura eine wichtige Rolle spielt, erscheint der neunschwänzige Fuchsgeist in Tokio und verbreitet viel Unheil. Kagura hat sich dabei in den Fuchsgeist verwandelt, bzw. der mit ihr verbundene Hundegeist. Kensuke kann aber zum Glück Kagura von dem dämonischen Einfluss befreien und so das Schlimmste verhindern.

Nach dem Sieg über den Fuchsgeist und der Beseitigung des Sesshōseki, ist Kagura im Krankenhaus und sie kann sich an nichts mehr erinnern. Sie leidet unter Amnesie. Sie weiß nichts mehr von Geistern, Exorcisten, Kensuke und Yomi. Durch die Ereignisse mit dem Fuchsgeist müssen in den unzerstörten Schulen Tokyos die Schüler aus dem, durch den Fuchsgeist zerstörten Areal, aufgenommen werden. In die Klasse von Kagura und Kensuke kommt eine neue Schülerin Izumi, die Yomi zum verwechseln ähnlich sieht. Kagura, Izumi, Kenzuke und ein weiterer Mitschüler, der keine Erfahrungen mit Geistern hat, betreiben nach den Ereignissen und er Auflösung der Behörde zur Beseitigung von übernatürlichen Phänomene, Exorcismus als Zeitvertreib. Obwohl Kagura immer noch nicht das Gedächtnis wieder gewonnen hat, zieht es sie immer wieder zu übernatürlichen Phänomene hin. Ihr Geisterhund, der einst riesig war, ist jetzt nur noch ein kleines Hündchen und hat auch nicht mehr die Kraft von früher. Bei der Geisterjagt, kommen sie auch in das Gebiet, in dem der Fuchsgeist gewütet hatte und bei Izumi, die eigentlich bei diesen Ereignissen gestorben ist, aber duch den Geist der Erde mit der Seele von Yomi wiederbelebt wurde, gewinnen in ihr wieder die dämonischen Einflüsse die Oberhand. Dieses Mal entscheidet sich Kagura dazu, Yomi/Izumi nicht zu töten, sondern sie zu beschützen und so müssen sie fliehen, denn die ehemaligen Mitglieder der Börse, möchten Yomi/Izumi töten. Während der Flucht gelangen sie in die Hütte von Meister Michael, von dem Kensuke sein Schwert zur Geisteraustreibung erhalten hat. Sie begegnen dem Erdgeist, der den beteiligten erklärt, daß jetzt nur ein Programm zur Säuberung der Erde abläuft, in deren Verlauf die Menscheit untergehen wird. Das Programm laufe schon seit vielen tausenden Jahren und alle Ereignisse zuvor waren Teil des Programms. Als der Fuchsgeist wütete, wurden zwei Personen ausgewählt, die über den weiteren Ablauf des Programms entscheiden würden. Die weisse und die schwarze Miko, Kagura und Yomi/Izumi als Gegenspielerinnen und es an den Menschen liegen würde, ob die Menscheit jetzt vernichtet werden würde oder nicht. Kurz vor der Tötung von Yomi/Izumi erinnern sich die Beteiligten, daß dies wahrscheinlich nichts bringt und dies wahrscheinlich das Startsignal für die letzte Phase zur Auslöschung der Menschheit darstellt, weshalb sie darauf verzichten. Statt dessen vertrauen sie auf die Macht der Liebe und die Kräfte der weissen Miko, was sich dann auch als richtig erweist. Kagura ist nach dem letzten grossen Kampf zwischen Gut und Böse, Yin und Yang, ihren Geisterhund los. Izumi/Yomi ist körperlich gestorben, aber sie hat sich zum Schluß noch für die Liebe und ihre Zuneigung zu Kagura entschieden und die Lücke in der Seele von Kagura ausgefüllt, der durch das Abtrennen des Bandes zwischen Kagura und Byakuei entstand. Dadurch lebt Yomi als Teil von Kagura weiter.

Die Erde wurde gerettet. Selbst die dämonische Yomi, hat sich wieder der Liebe zugewand und Frieden mit Kagura und den Menschen geschlossen. Zwei Jahre nach der beinahen Vernichtung der Erde, arbeitet die Geisterbehörde nicht mehr im Untergrund und es gibt einen Minister für aussersinnliche Phänomene. Kagura und Kensuke sind immer noch ein Paar und erwägen, zusammen zu ziehen, auch wenn Yomis Geist immer mit anwesend ist.

Fazit


Die Geschichte hat mich, wie gesagt sehr gefesselt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Man merkt ihr richtig an, wie sich nicht nur die Fähigkeiten des Mangaka weiterentwickelt haben, sondern auch der Personen in der Geschichte. Immerhin ist der erste Band des Manga, das erste Buch, das von Hajime Segawa (jedenfalls steht das so am Ende des ersten Bandes) veröffentlicht wurde. Zeichnerisch gefällt mir der Manga sehr gut, auch wenn ich manchmal Probleme hatte, in den Aktionszenen, was zu erkennen. Ich denke, ich habe den Manga ein wenig zu schnell gelesen, denn wie gesagt, mich hat die Handlung regelrecht mitgerissen und ich wollte wissen, wie es weiter geht und was mit den Kensuke, Kagura und Yomi passiert. Dadurch hatte ich manchmal auch das Gefühl, daß die Handlung einen Sprung machen würde und ich was verpasst hätte. Vor allem der Schluß hat mir sehr gut gefallen. Hier wird nicht wild auf das Böse eingetroschen und besiegt, sondern es wird mit Hilfe der Liebe absorbiert und aufgelöst. Auch wird, die dämonische Yomi zum Ende hin, sehr vielschichtiger gezeichnet, als zu Beginn der Serie. Sie ist zum Schluß nicht nur der dunklen Seite anheim gefallen und ein Dämon, sondern es wird auch ihre helle Seite, die immer noch existiert, gezeigt. Mich hat das ein wenig an die Auseinandersetzung zwischen Luke Skywalker und Darth Vader in Star Wars erinnert und ählich wie dort, entscheidet sich zum Schluß die Protagonistin der Dunkelheit auf die helle Seite zu wechseln und die Dunkelheit hinter sich zu lassen.

Mir sind während des Lesens des Mangas tatsächlich mehrmals die Tränen gekommen, weil ich mich mit den Protagonistinnen des Mangas sehr verbunden gefühlt habe. Gerade das Ende gefällt mir sehr gut, wo es keinen Eindeutigen Sieger gibt und auch keinen eindeutigen Verlierer, denn es wird auch klar, die Menschheit hat es selbst in der Hand ob sie vernichtet wird oder weiter existieren darf, denn der Plan zur Vernichtung der Menscheit läuft weiter, er ist nicht aufgehoben, sondern nur ein wenig aufgeschoben, bis zum nächsten großen Kampf zwischen Gut und Böse. Das unterscheidet ihn meiner Meinung von anderen Geschichten ähnlicher Colouer, wie z.B. bei Blue Exorcist. Allerdings kenne ich hier nur das Ende der Animeserie. Immerhin läuft die Mangaserie Blue Exorcist noch und ich habe diese noch nicht gelesen. Somit ist der Vergleich wahrscheinlich ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.

Was haltet ihr von GA-REI - Monster in Ketten? Kennt ihr den Manga und habt ihr diesen schon gelesen? Wenn nein und ihr steht auf Geschichten mit Geistern, Exorcisten und übernatürlichen Dingen, dann kann ich euch nur empfehlen, lest den Manga, er ist bei Amazon als Kindle Ebook erhältlich und auch bei bücher.de für den Tolino.

Sonntag, 31. Juli 2016

10 Jahre ohne Alkohol

Trinkverhalten damals

Es ist jetzt 10 Jahre her, daß ich mit der Transition begonnen habe. Damals hatte ich mich auch dazu entschieden, mein damaliges Trinkverhalten mit meiner Psychotherapeutin zu besprechen. Mir war damals klar, daß ich ein ungesundes Verhalten an den Tag gelegt habe, was das Trinken von Alkohol anging. Ich habe damals zwar sehr selten harte Sachen getrunken, aber ich habe so gut wie täglich Bier oder Wein getrunken. Ich habe damals, auch gemerkt, daß es mir schwer fällt, mit dem Trinken aufzuhören, wenn ich einmal damit begonnen hatte und ich habe so lange getrunken weiter getrunken, bis ich ein gewisses Maß erreicht hatte. Mir fiel es auch schwer, mal einen Tag nicht zu trinken und so bin ich fast täglich, wie hypnotisiert einkaufen gegangen um meine tägliche Ration zu besorgen.

Motivation


Wie schon geschrieben, habe ich damals mit Hilfe meiner Psychotherapeutin aufgehört zu trinken. Sie hat mit mir eine besonder Form der Hypnose durchgeführt und ich war damals auch sehr motiviert. Da ich damals mit der Hormontherapie beginnen wollte und es dabei ein Medikament gab, das nicht gerade als Leberschonend gilt, war damals meine Intension, hier ein Risikofaktor auszuschalten, der für meine Gesundheit abträglich gewesen wäre. In diesem Fall, der Genuß von Alkohol. Durch diese Motivation, ist es mir letztendlich gelungen, seit Ende Juli, Anfang August 2006, ohne Alkohl auskommen zu können.

Gewinn


Bei mir hat sich durch den Wegfall, des Zwanges trinken zu müssen, eine völlig neue Form der Freiheit eingestellt. Ich kann seit dem, ohne mir über mein Trinkverhalten Gedanken machen zu müssen, hin fahren oder hin gehen, wohin ich will und das zu Zeiten, wo ich früher oft das Gefühl hatte, daß ich doch irgendwann, meine tägliche Dosis Alkohl zu mir nehmen müsse. Alleine diese Freiheit ist es meiner Meinung nach Wert, mein Verhalten damals zu ändern. Es hat bei mir zu einer Steigerung meiner Lebensqualität geführt, die ich nicht mehr missen möchte.

Verhalten heute gegenüber Alkohol


Ich habe heute, nachdem ich 10 Jahre ohne Alkohol ausgekommen bin, leider immer wieder mal das Gefühl, daß mich ein Bier anmachen würde, gerade im Sommer, wenn es warm ist. Dieses Gefühl ist nicht mehr so stark wie zu Beginn der 10 Jahre und ich kann damit ganz gut umgehen. Es ist für mich ganz einfach, ich trinke einfach nichts mehr, das in irgendeiner Form Alkohl enthält, denn ich weiß, wenn ich hier einmal eine Ausnahme machen würde, würde ich wahrscheinlich wieder in mein damaliges Trinkverhalten zurückfallen, was ich auf gar keinen Fall möchte.

Dankbarkeit


Ich bin heute sehr sehr dankbar, daß ich damals den Entschluß gefaßt habe, nüchtern bleiben zu wollen. Ich fühle mich heute sehr viel wohler. Ich empfinde die Jahre davor, als teilweise verlorene Zeit und ich hoffe, ich kann noch viele schöne Dinge erleben, die ich dann natürlich nüchtern erleben werde. Ganz besonders bin ich auch der Psychotherapeutin dankbar, daß sie mir damals dabei geholfen hat. Ich weiß natürlich nicht, ob ich es damals nicht auch ohne ihrer Hilfe geschafft hätte, aber ich habe dennoch das Gefühl, daß ihre Hilfe einen wichtigen Beitrag geliefert hat, denn ich war auch nie in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe, auch wenn ich heute davon überzeugt bin, daß eine Untertützung durch so eine Gruppe sicher sehr hilfreich gewesen wäre, aber das ist ein anderes Thema und hat etwas mit Angst, Ängstlichkeit zu tun, was wiederum einer der Gründe war, weshalb ich getrunken habe.

Sonntag, 17. Juli 2016

Wie geht es weiter mit Japanisch lernen?

Ich habe hier im Blog glaube ich noch nicht viel darüber geschrieben, aber ich habe die letzten Monate an einem Sprachkurs an der Volkshochschule in Konstanz teilgenommen. Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, um einen Japanischkurs. Dieser Kurs ist am Donnerstag zu Ende gegangen und der Anschlusskurs wird erst im November starten. Es ist also eine sehr lange Zeit, in der zumindestens kein Unterricht mit einer Lehrerin stattfinden wird, was ich sehr sehr schade finde. Ich habe nämlich gemerkt, daß ich immer wieder mal, die Rückmeldung durch unsere Lehrerin brauche, um Fehler zu vermeiden, die sich im Selbststudium einschleichen können. Andererseits bin ich auch ein wenig enttäuscht, über die Geschwindigkeit, in der wir in unserem Kurs Fortschritte machen. Ich würde mir wünschen, wir würden da etwas schneller voran schreiten, aber das liegt wohl auch daran, daß ich nebenher auch ständig Japanisch lerne und wahrscheinlich einige Stunden dem Kurs in der VHS voraus bin. Was mir aber eben fehlt ist die Übung der Sprache und die Grammatik. Hier wünschte ich mir auch im Selbststudium, daß ich schneller voran kommen würde, aber das liegt ja an mir.

Jetzt am Ende des Kurses überlege ich mir, was ich zusätzlich zum Selbststudium und des VHS-Kurses noch machen könnte, um schneller voran zu kommen. Mir fällt da nur eine Möglichkeit ein, nämlich die Sprache direkt in Japan zu lernen. Ich bin diesbezüglich noch unentschlossen, ob ich nächstes Jahr anstelle des Besuchs von Sehenswürdigkeiten in Japan, nicht lieber eine Sprachschule besuchen sollte. Das hätte den Vorteil, daß ich dann intensiv Japanisch lernen könnte und so sehr viel schneller Fortschritte machen könnte. Andererseits, würde ich beim Besuch einer Sprachschule, sehr viel weniger vom Land und der Kultur Japans erleben. Wie gesagt, ich bin noch unentschlossen, was ich machen soll. Ich würde am liebsten beides gleichzeitig machen, aber das wird wahrscheinlich nicht gehen, jedenfalls nicht in dem zeitlichen Rahmen, den ich mir leisten kann.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Habt ihr schon mal Erfahrungen mit dem Erlernen einer Sprache gemacht und wie seit ihr vorgegangen?

Nachtrag 20.07.2016:

Ich habe gestern Abend auf dem Nachhauseweg noch einen Vlog zu dem Thema aufgenommen.


Vlog 19.07.2016 - Wie geht es mit Japanisch weiter? auf dem YouTube-Kanal von Michaela