Mittwoch, 1. Juli 2015

4. Podcast Meetup Bodensee

Das 4. Podcast Meetup Bodensee war der Anlaß, daß ich am Dienstagabend den 30.06.2015 nach Konstanz gefahren bin. Es sind 6 Wochen seit unserem letzten Treffen vergangen und ich habe mich sehr über unseren 4. Podcast Stammtisch gefreut. Am Ende eines langen sommerlichen Arbeitstages habe ich Feierabend gemacht und habe mich auf den Weg nach Konstanz gemacht.

Podcast Stammtisch in Konstanz
Es ist warm, sehr warm, als ich das Büro verlasse. Ich freue mich schon seit ein paar Tagen auf unser Podcast Meetup, daß heute Abend stattfinden soll und es soll eine schöne Ablenkung vom Alltag werden. Immerhin waren die letzten Tage aufregend für mich, denn meine Mutter liegt schon eine Weile im Krankenhaus und soll am Rücken operiert werden weshalb etwas Abwechslung sicher sehr hilfreich ist. Ich bin zudem gespannt, was es Neues bei den anderen gibt und was sie in den letzten Wochen erlebt haben.


Auf dem Weg


Ich steige in mein in der Sonne stehendes Auto und hoffe, daß die Klimaanlage die Temperatur im Innern schnell auf ein erträgliches Niveau herunter kühlt. Mein erstes Ziel, daß ich ansteuere, ist die Fähre in Meersburg, mit der ich nach Konstanz fahren möchte. Die Fahrt dort hin dauert nur ein paar Minuten und ich habe Glück, als ich am Fähranleger ankomme, kann ich sofort auf eine Fähre fahren und die nächste Fähre fährt gerade in den Hafen ein. Normalerweise bin ich es gewohnt, daß es auf dem See und auf der Fähre etwas kühler ist, als an Land und so mache ich die Fenster meines Autos auf. Das Innere meines Autos hatte inzwischen eine angenehme Temperatur erreicht, aber als ich die Fenster öffnete, strömte eine sehr sehr warme Luft in das Wageninnere und ich bereute es gleich, daß ich das Fenster geöffnet habe, aber ich mußte das Fenster öffnen, um einen Fahrschein bei einem der vorbeikommenden Angestellten der Stadtwerke Konstanz lösen zu können. Als die Fähre ablegt, enstecht ein leichter Luftzug durch das Auto, der dann doch ganz angenehm ist. Ich nutze die Fahrt über den See um kurz die Augen zu zumachen und ein ganz kurzes Schläfchen machen zu können. Die Fahrt vergeht dadurch sehr schnell und ich bin tatsächlich leicht eingenickt. Kurz vor dem Hafen in Konstanz werde ich wieder wach und ich recke und strecke mich, um wieder wach und munter zu werden. 


In Konstanz


Von Konstanz Staad in die Innenstadt von Konstanz sind es mit dem Auto nur wenige Minuten und die Klimaanlage des Autos schafft es, ein angenehmes Klima im Innern meines Autos zu erzeugen. Nachdem es noch letzte Woche so kühl war, ist der Temperaturanstieg auf des heutige Niveau für meine Verhältnisse etwas zu viel, aber was solls, ich kann es nicht ändern und muß versuchen, das beste daraus zu machen. In Konstanz angekommen, fahre ich in das Parkhaus beim Karstadt. Das Parkhaus ist zum Glück unter der Erde und ich hoffe, daß mein Auto, wenn ich später dann wieder nach Hause fahren werde, wieder schön kühl ist und nicht so heiß, wie vorhin, als ich los gefahren bin.


Zwischenzeit


Bis zum Podcast Meetup ist es noch etwas Zeit und diese nutze ich, mir erst mal ein paar Stifte zum Zeichnen im Kreativ Point Kornbeck zu kaufen. Der Kornbeck ist das Geschäft für Bastelartikel und für Künstlerbedarf in Konstanz und sie sind recht gut sortiert, wie ich finde. Die Preise sind auch ganz in Ordnung, im Vergleich zu einem ähnlichen, aber wesentlich kleinerem Geschäft in Friedrichshafen. Wie gesagt, ich habe noch Zeit und diese nutze ich, ein klein wenig durch die Altstadt von Konstanz zu bummeln. Ich bewege mich dabei sehr gemächlich, denn die Hitze in den Strassen, ist fast unerträglich und ich spüre nur eine warme, heiße Wand, wenn ich mich bewege. Eine meiner Stationen, die ich ansteure ist einer der beiden Osiander Buchläden. Hier schaue ich mich ein wenig um, kaufe aber nichts. Ein anderes Geschäft, daß ich aufsuche, ist der Karstadt. Hier ist es etwas kühler als draußen, dank einer Klimaanlage in dem Gebäude. Ich möchte mir eines meiner Lieblingsparfüms, Miss Dior Cherie, kaufen, muß aber feststellen, daß sie es nicht im Sortiment haben. Mich beschleicht die unangenehme Befürchtung, daß dieses Parfüm auch nicht mehr im Sortiment von Dior zu finden ist, weshalb ich mir eben kein Parfüm kaufe und unverrichteter Dinge weiter im Karstadt bummle und versuche die Zeit bis zum Beginn des Podcast Meetups tot zu schlagen.


Exxtra


Kurz vor 19.00 Uhr verlasse ich den Karstadt und gehe ins Exxtra, wo wir uns treffen wollen. Draussen vor dem Lokal hat das Exxtra einige Tische und Stühle und hier ist auch ein Tisch mit einem Reserviertschild. Ich gehe dennoch erst mal in das Lokal und frage, ob der Tisch für uns ist. Wie sich heraus stellt, ist er es nicht, denn ich hatte vergessen einen Tisch für draussen zu reservieren und so ist ein Tisch innen für uns reserviert. An diesem Tisch sitzt schon Sam aus Zürich und ich frage ihn, ob wir unser Meetup nicht draußen abhalten sollen. Sam ist auch der Meinung, daß wir uns draußen einen Tisch nehmen sollen und zum Glück geht das ohne Probleme, denn es sind noch einige Tische frei.


Kässpätzle

Es dauert gar nicht lange und die nächsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Meetups kommen zu uns. Ich bestellte eine Kinderportion Kässpätzle, denn ich habe doch ein wenig Appetit und da ich weiß, daß die Kässpätzleportionen im Exxtra sehr groß ausfallen, weiß ich auch, daß die Kinderportion für mich immer noch mehr als genug ist, um satt zu werden. Mindestens genauso wichtig wie das Essen ist an dem Abend das Trinken. Ich halte mich an meinem Standardgetränke, an Mineralwasser.


Podcast Meetup


Kurz nach 19.30 Uhr sind wir 6 Personen und wie sich im Laufe des Abends heraus stellen sollte, werden wir auch nicht mehr werden. Katrin vom KonScience Podcast hat ein paar Anregungen für Jeanettes Podcatcher App, die Podcat App und die beiden diskutieren, wie sinnvoll Katrins Ideen bezüglich der Häufigkeit der Feedaktualisierung ist. Katrin hat da ein paar interessante Ideen, die aber wohl so nicht umzusetzen sind, jedenfalls nicht in der Podcat. Jeanette erzählt, daß sie in letzter Zeit viele Rückmeldungen bezüglich der Verbesserung der Podcat erhalten hat und dadurch sehr viel Arbeit hat und das sie an einer Version für das iPad arbeitet. Ich berichte kurz über den Stand der Entwicklungen beim Podpreis, obwohl ich schon länger nicht mehr bei den Online-Meetings zu dem Preis dabei sein konnte. Wir unterhalten uns auch über die im August bevorstehenden Events, nämlich dem Podstock und dem Chaos Communication Camp, die beide zur gleichen Zeit stattfinden werden. Neben Podcast spezifischen Themen, haben wir uns natürlich auch noch über andere Themen als über Podcasts und Technik unterhalten. Ich finde es bei unseren Meetups immer wieder schade, daß wir dann doch recht früh auseinander gehen müssen, so auch an diesem Abend. Bevor wir uns aber trennen, vereinbaren wir den Termin für unser nächstes Meetup, das diesesmal schon in vier Wochen, also am 28. Juli stattfinden soll.


Heimweg


Ich mache mich gegen 22.30 Uhr auf den Weg nach Hause und als ich in Richtung Fähre fahre, wird mir klar, daß ich wohl nicht vor 00.00 zu Hause sein werde, denn die nächste Fähre die ich erwischen kann, ist die um 23.05 Uhr. Als ich in Konstanz Staad beim Fähranleger ankomme, stehen schon ein paar Autos vor mir und es liegt keine Fähre im Hafen. Um diese Uhrzeit fahren nur noch zwei Fähren im Halbstundenrhythmus, aber das ist nicht schlimm, denn natürlich höre ich Podcasts und es ist gerade eine spannende Folge von WRINT, die gerade läuft und zwar die Folge "Dr. Wrintheit 2015". Kurz vor 23.00 Uhr fährt die nächste Fähre in den Hafen und nachdem sie die Fahrzeuge aus Meersburg abgeladen hat, können wir auf die Fähre fahern. Es ist wieder das gleiche Prozedere wie immer, wenn ich auf eine Fähre fahre, ich löse ein Ticket und sobald sich die Fähre in Bewegung setzt, mache ich meinen Podcatcher und mein Radio aus und mache kurz die Augen zu und versuche ein wenig zu schlafen. Dieses Mal merke ich, daß ich doch schon arg müde bin und ich freue mich auch schon auf mein Bett. Die restliche Fahrt nach Hause vergeht recht schnell, denn es ist um die Uhrzeit wenig Verkehr und tatsächlich schaffe ich es kurz vor Mitternacht ins Bett zu kommen.

Zu dem Beitrag habe ich noch eine Podcastfolge aufgenommen:


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Donnerstag, 25. Juni 2015

Test mit Snapchat

Ich habe schon recht lange einen Account bei Snapchat, aber irgendwie hat sich mir diese Plattform noch nicht erschlossen. Ich habe aber dennoch mal wieder die App auf meinen Rechner geladen und probiere es einfach mal wieder aus. Wer von euch auch Snapchat nutzt, kann sich gerne mit mir verbinden und dann Fotos teilen. Was du hier siehst, ist mein Snapcode, mit dem du mich auf Snapchat ganz leicht adden kannst. Mein Nutzername lautet michaela-we.

Snapcode von Snapchat für michaela-we

Wie sind eure Erfahrungen mit Snapchat? Wie oft nutzt ihr es und welche Art von Fotos teilt ihr mit euren Freunden? Bitte schreibt mir eure Erfahrungen und Meinungen zu Snapchat in die Kommentare.

Montag, 15. Juni 2015

Beim Barcamp Bodensee in Konstanz

Über den Rhein
Am Samstag und am Sonntag fand das Barcamp Bodensee in den Räumen der Fachhochshule Konstanz statt. Ich hatte eigentlich geplant gehabt, erst am Sonntag dort hin zu gehen, weil am Abend unser Stammtisch, der Transgender Euregio Treff an der Reihe war und ich am Samstag meine Mutter im Krankenhaus besuchen wollte. Als ich aber während des Zeppelinfluges erfahren habe, daß nur am Samstag Andrea vom Marketing der Deutschen Zeppelin Reederei, zusammen mit einem erfahren Zeppelinpiloten, mit von der Partie des Barcamps sein würden, habe ich meine Planung umgestellt und bin Samstags nach Konstanz gefahren. 

Vorstellungsrunde
Da zur gleichen Zeit, wie zum Barcamp auch der große Nachtflohmarkt in Konstanz stattfinden sollte, gestaltete sich die Parkplatzsuche am Samstagvormittag etwas schwierig. Ich habe mich nach einer halben Stunde ergebnisloser Suche auf der Seite des Rheins, auf der auch die FH liegt dazu entschieden, auf der anderen Rheinseite zu parken und über die Fußgängerbrücke über den Rhein zu gehen. Ich habe ohne Problem im Parkhaus Benediktinerplatz einen Parkplatz gefunden und ich war dann auch in wenigen Minuten auf der anderen Seite an der FH. Jetzt mußte ich nur noch das richtige Gebäude finden. Ich bin dort erst mal die Strassen entlang gegangen und war auf der Suche nach dem Gebäude F, in dem das Barcamp meiner Information nach stattfinden sollte. Während ich so durch die Strassen lief und das Gebäude suchte, sah ich zum Glück ein paar Meter entfernt Christine, die gerade aus ihrem Auto ausstieg und die, wie ich vermutete, den Weg kennen würde. Wie sich heraus stellte, kannte sie tatsächlich den Weg und ich glaube, ohne sie, hätte ich das Gebäude nicht gefunden.

Anstellen zur Vorstellung der Sessions
Das Barcamp begann wie üblich mit der Vorstellungsrunde und anschliessen, mit der Vorstellung der Sessions, die die einzelnen Teilnehmer anzubieten hatten. Eine der Sessions sollte dann auch eine über den Zeppelin werden. Klar, wegen dieser Session bin ich extra schon am Samstag nach Konstanz gefahren und diese wollte ich nicht verpassen. Sie wurde nach dem Mittagessen eingeplant. Vor dem Mittagessen, fanden einige interessante Sessions statt. Ich habe also bei einer Session über Instagram und über Programmierung teilgenommen.

Nahrung für Geist und Smartphone
Zu Mittag gab es Reis, irgendwas mit Huhn und Soße und Broccoli und leckeren Nachtisch. Für Getränke war auch gesorgt. Nach dem Mittagessen war dann die Session mit dem Zeppelin dran und ich war sehr gespannt, was Fritz, einer der Piloten der Deutschen Zeppelin Reederei, zu berichten hatte. Er ist, glaube ich, der Pilot, der am längsten bei der Zeppelin Reederei dabei ist und damals auch den ersten Zeppelin NT geflogen hat. Er hatte sehr viel spannende und interessante Geschichten zu erzählen und klar, daß hierbei eine dreiviertel Stunde viel zu kurz war. Wir konnten hier nur ansatzweise erfahren, was es alles für spannende Geschichten rund um den Zeppelin gibt, dann er fliegt nicht nur Touristen über den Bodensee, sondern führt auch Sondermissionen durch. Auch über die Entwicklungen bzgl. von Luftschiffen, konnte der Pilot so einiges erzählen, was wahrscheinlich so noch niemals in der Zeitung stand oder sonst irgendwie veröffentlicht wurde. Ich finde Zeppeline ja sehr spannend und wenn man in der Zeppelinstadt geboren wurde und aufgewachsen ist, ist das wahrscheinlich fast unvermeidlich.

Programmierer Wunderland
Nach der Zeppelinsession habe ich mir noch zwei weitere Sessions angeschaut, bevor ich mich auf den Heimweg gemacht habe, denn ich wollte spätestens um 19.00 Uhr in Markdorf sein und wenn möglich mich zuvor noch mal ganz kurz hin legen und entspannen, denn ich fühlte mich nicht richtig fit. Ich hatte schon seit Freitag Halsweh und am Samstag habe ich den ganzen Tag GeloRevoice Halstabletten gelutscht, damit die Halsschmerzen wenigstens halbwegs erträglich waren. Demenstprechend klang meine Stimme sehr dunkel und angekratzt. Wahrscheinlich habe ich mich bei dem schönen Wetter erkältet, weil ich gelegentlich, das Gebläse mit der kühlen Luft aus der Klimaanlage auf mich gestellt habe,  wenn ich verschwitzt ins Auto gestiegen bin. 

Das Barcamp war sehr schön und ich fand es sehr schade, daß ich nur an einem Tag daran teilnehmen konnte. Wenn alles so klappt, wie vorgesehen, sollte das nächste Barcamp Bodensee im nächsten Jahr, wieder in Friedrichshafen stattfinden und ich hoffe, es fällt dann nicht wieder auf den Samstag, an dem auch unser Transgender Euregio Treff stattfindet, denn gerade am Abend, wenn man sich einfach so unterhalten kann, hat man die Gelegenheit sich kennen zu lernen. Das ist meiner Meinung nach auch das, was so ein Barcamp auszeichnet, man kann sehr interessante und sympathische Menschen kennenlernen. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb ich ein Barcamp und ähnliche Veranstaltungen besuche, nette Gespräche mit netten Menschen.

Der Zeppelinflug - das erste Mal in der Luft

Wie ihr vielleicht in einem meiner letzten Beiträge gelesen habt, habe ich bei der Blogparade "Faszination Zeppelin" mitgemacht, die anlässlich des Barcamp Bodensees ausgelobt wurde. Die Blogparade hatte einen recht straffen Zeitplan und die Bekanngabe der Gewinnerinnen und Gewinner, fand erst am Donnerstag letzter Woche per Mail statt. Wenn ihr mir auf Twittter, Instagram oder YouTube folgt, habt ihr sicher schon mitbekommen, daß ich eine der Gewinnerinnen war. Ich habe kurz vor 11.00 Uhr am Donnerstag von meinem Gewinn erfahren und war über die Nachricht sehr sehr glücklich. Es ist ja doch eine seltene Angelegenheit, daß ich mal was gewinne und dann noch einen Flug, daß ist schon was. Ich habe dann am Donnerstag noch schnell einen Tag Gleitzeit bei meinem Abteilungsleiter beantragt, was zum Glück ohne Probleme genehmigt wurde.

Am Freitag trafen wir uns um 11.30 Uhr im Zeppelin Hangar, wo es zuerst einen kleinen Sektempfang auf der Terrasse des Restaurants gab. Andrea vom Marketing und Herr Brandt, der Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin Reederei, begrüssten uns und wir hatten die Gelegenheit sich ein wenig kennenzulernen. Es war das erste Mal, daß die Zeppelin Reederei etwas mit Bloggerinnen und Bloggern zusammen gemacht hat und wie sich heraus stellte, scheint es hier ein sehr großes Potential zu geben.

Eine der Gewinnerinnen, kam leider etwas verspätet an, da sie vom westlichen Ende des Bodensees anreisen mußte und es gerade zu der Zeit eine Vollsperrung der Bundesstrasse bei Meersburg gab, weil dort ein schwerer Verkehrsunfall passiert war. Vor dem Flug mit dem Zeppelin, gab es noch einen kurzen Film über die Geschichte und die Besonderheiten des Zeppelins und gerade als der Film lief, hat die letzte von uns, es geschafft zu uns zu stossen. Sie kam gerade rechtzeitig, denn nur wenige Minuten nach ihrer Ankunft, durften wir auch schon in den Shuttlebus steigen und zum Landeplatz des Zeppelins fahren.

Es ist beeindruckend finde ich, wenn man unter dem Zeppelin steht und er gerade am Landeanflug ist. Der Passagierwechsel geschieht fliegend, was heißt, es steigen zuerst zwei Passagiere aus und danach steigen zwei Passagiere ein. Dies wird gemacht, damit das Gewicht des Zeppelins nicht zu leicht wird, sondern ungefähr gleich bleibt. Während des Passagierwechsels laufen die Motoren und das ganze Wechsel geht sehr schnell vonstatten. Nachdem wir alle unseren Platz gefunden haben und uns angeschnallt haben, startete auch schon der Zeppelin und erhob sich in die Lüfte. Dabei waren die Motren gut zu hören und waren wie ich finde auch ganz schön laut. Sie waren nach oben gerichtet, so daß sich der Zeppelin fast senkrecht nach oben bewegte. Nach einigen Metern Höhe, ich weiß nicht wie viel Meter, schwenkten die Propeller in die Horizontale und die Motorengeräusche wurden weniger und die Lautstärke der Motoren wurde sehr viel weniger und wir begannen uns fortzubewegen. Der Flug war auf eine halbe Stunde angesetzt und war ein Rundflug über Friedrichshafen.

Nach der Startphase, durften wir uns abschnallen und wir durften uns in der Kabine des Zeppelins frei bewegen, was die Meisten der Passagiere, insbesondere wir Bloggerinnen und Blogger auch ausgiebig nutzten. Ich habe währende der meisten Zeit des Flugs eine meiner Videokameras laufen gehabt und sie so am Fenster platziert, daß sie dort den Flug und die Landschaft aufnehmen konnte. Die anderen Passagiere genossen entweder den Flug, aber die meisten waren von uns waren doch ziemlich stark damit beschäftigt, dieses Erlebnis in Film und Foto festzuhalten. Ich habe versucht, hier einen guten Kompromiss zu finden, einerseits schöne Fotos zu machen und andererseits, den Flug zu geniessen.

Für mich war es das erste Mal das ich geflogen bin und ich hatte zu keiner Zeit, daß Gefühl, daß ich mich vor dem Fliegen fürchtete. Ich empfand das sanfte dahingleiten als ein aufregendes und spannendes Abenteuer, aber ein Abenteuer, das kalkulierbar ist und das Spaß macht. Immerhin kann so ein Zeppelin nicht ohne weiteres abstürzen. Selbst wenn alle Motoren auf einmal ausfallen würden, würde der Zeppelin dann nur langsam nach unten schweben, denn der Zeppelin ist ein ganz klein wenig schwerer wie Luft, so daß er die Motorkraft braucht, um fliegen zu können. Er würde aber auch nicht wie ein Stein vom Himmel fallen, denn das unbrennbare Helium in seinem Rumpf sorgt für genügend Auftrieb, so das er ganz langsam nach unten sinken würde.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war die halbe Stunde Flug viel zu schnell vorbei und der Zeppelin begann wieder in Richtung Flughafen zu fliegen und zu landen. So schnell, wie er gestartet ist, so schnell ging auch das Landemanöver vor sich. Am Boden angekommen, durften wieder zwei Passagiere aussteigen und zwei neue Passagiere einsteigen und ehe ich es versah, erhob sich der Zeppelin wieder und unsere Gruppe saß wieder im Shuttlebus und fuhr zum Zeppelin Hangar. Dort bekamen alle die an dem Flug teilgenommen haben ein Glas Sekt oder Orangensaft und eine Urkunde mit der Bestätigung, daß man an einem Zeppelinflug teilgenommen hat. Ich finde diese Art von Urkunde ganz nett, denn ich befürchte, daß ich nicht wieder so schnell das Vergnügen haben werde mit einem Zeppelin fliegen zu können. Wenn es mir möglich ist, werde ich aber so bald wie möglich nochmal fliegen und wenn es geht, auch länger. Die längsten Rundflüge die angeboten werden dauern zwei Stunden.

Nach dem Flug des Zeppelins, durften wir Gewinnerinnen und Gewinner in den Räumen von Zeppelin einen Film des Marketings anschauen, in dem ein paar Leitungen der Firma und des Luftschiffes gezeigt wurden. Es war ein sehr interessanter Film, wie ich finde. Es wurde unter anderem über das Geschäft von Zeppelin mit Good Year berichtet. Good Year hat drei Zeppeline gekauft, die bis 2017 in den USA als Werbeträger der Firma Good Year dienen sollen. Good Year ist ja auch schon lange im Besitz von Zeppelinen und die Beziehungen von Good Year und Zeppelin gehen bis in die 1930er Jahre zurück. Good Year hat damals auch die größten Zeppeline gebaut, die bis jetzt jemals gebaut wurden. Dabei handelte es sich um fliegende Flugzeugträger, die zur Küstenwacht eingesetzt wurden.

Nach dem kurzen Film und ein paar weiteren spannenden Informationen, durften wir anschliessend noch den Zeppelinhangar besichtigen. Der Hangar ist die größte freischwebende Halle Süddeutschlands und in ihr finden zwei Zeppeline platz. Zur Zeit gibt es Weltweit nur drei Zeppeline und wir hatten das Glück, zwei davon fliegen sehen zu können. Der dritte Zeppelin fliegt in den USA und gehört Good Year. In der Halle stand ein in den Farben Good Years bemaltes Zeppelincockpit und war zum Versand bereit. Wie gesagt, bis 2017 sollen noch zwei Zeppeline in den USA in Betrieb genommen werden. Wenn jemand einen Zeppelin kaufen möchte, so kann er das sicher gerne tun. Ein Zeppelin kostet in der Anschaffung EUR 15 Mio. Darin enthalten ist auch die Ausbildung der Piloten an der Zeppelin Flugschule in Friedrichshafen. Ich finde, der Preis ist im Vergleich zu anderen Fluggeräten ganz akzeptabel und das was man mit so einem Zeppelin alles machen kann, im Vergleich zu Flugzeugen oder Helikoptern ist sicher seinen Preis wert. Ich denke hier insbesondere an die Forschung. Immerhin gibt es einige Flugzeuge, die speziell zu Forschungszwecke angeschafft wurden und betrieben werden und je nach Forschungsgebiet, glaube ich, wäre hier ein Zeppelin, die optimale Plattform.

Über den Zeppelinflug habe ich auch ein kurzes Video produziert:


Vlog 12.06.2015 - Zeppelinflug auf dem YouTube-Kanal von Michaela

Was haltet ihr von einem Zeppelin? Würdet ihr auch gerne mal mitfliegen und was haltet ihr von einem Zeppelin als Träger von Forschungsgeräten? Bitte schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.

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Sonntag, 7. Juni 2015

Beim Deutschen evangelischen Kirchentag in Stuttgart (MW #171)

 Letztes Jahr schon, wurde an mich die Frage heran getragen, ob ich mir zutrauen würde, bei einer Veranstaltung beim Deutschen evangelischen Kirchentag mitzuwirken, sie hieß "Was ist der Mensch - Geschlecht ist Vielfalt". Ich habe mich damals kurzer Hand dazu entschlossen mitzumachen, auch wenn ich meine Bedenken dabei hatte. Immerhin, hatte ich keine Erfahrung, was das Vortragen vor einem größeren Publikum betrifft. Als Kind mußte ich mal in einer Schulaufführung der Weihnachtsgeschichte eine Hauptrolle spielen, obwohl ich mich damals nicht für diese Rolle beworben hatte., meinte meine Lehrerin damals, daß ich wohl geeignet sei, diese Rolle zu spielen. Im Vorfeld der Aufführung gab es einige Proben und ich beherrschte den Text einwandfrei, sogar den von all meinen Mitspielerinnen. Als ich dann aber vor den Eltern meiner Mitschülerinnen und Mitschülern, meine Rolle spielen sollte, brachte ich vor lauter Aufregung und Angst kaum ein Wort heraus. Ich hatte damals so viel Lampenfieber, daß ich mich an den Text, den ich einen Tag zuvor noch perfekt auswendig gewußt hatte, nicht mehr erinnern konnte. Er war einfach weg. 

Auch später in meiner Schulzeit, hatte ich Angst vor der Klasse etwas an die Tafel schreiben zu müssen. Mir war es unangenehm  im Mittelpunkt zu stehen und ich habe mich peinlich berührt gefühlt, wenn ich dies denn mal mußte. Während des Studiums, mußte ich bei zwei Seiminare, das vortragen, was ich erarbeitet hatte. Ich habe mich damals eines kleinen Tricks bedient. Ich habe mir alles was ich sagen wollte auf Karteikarten geschrieben und so hatte ich währende meines Vortrages, etwas in der Hand, an dem ich mich buchstäblich festhalten konnte. Ich war damals natürlich auch sehr aufgeregt, aber ich hatte das Gefühl, daß ich nicht so aufgeregt war, wie damals in der Grundschule.

Am Samstag, war es dann endlich so weit, daß ich in einem Impulsvortrag etwas über geschlechtliche Selbstbestimmung sagen sollte. Ich habe mir schon ein paar Wochen zuvor überlegt, wie ich meinen Vortrag gestalten wollte und was ich ansprechen wollte. Da es sich um einen Impulsvortrag handeln sollte, was nach meinem Verständnis ein Vortrag sein sollte, der frei und impulsiv aus der Situation heraus vorgetragen werden sollte, habe ich mir die Arbeit erspart, den Vortrag schriftlich auszuarbeiten (Wie ich gerade lese, irre ich mich da, aber nun gut). Ein Vortrag, der frei gesprochen wird, wirkt oftmals lebendiger und authentischer, als wenn man ihn abliest, falls die Rednerin, das mit dem frei Vortragen beherrscht. Ausserdem war ich zu faul, mir die Arbeit zu machen, meine Rede schriftlich auszuarbeiten, so daß ich es darauf ankommen ließ und hoffte, daß mir während den 10 bis 15 Minuten des Vortrages, die richtigen Worte einfallen würden. 

Meine Vorrednerin, Frau Dr. Eske Wollrad, hatte das Thema "Nicht männlich und weiblich - von Engeln und Intersexuellen". Als ich sah, daß sie mit einem ausgearbeiteten Papier auf die Bühne ging, bekam ich Zweifel, ob meine Idee, des freien Vortragens so gut gewesen ist, aber zu dem Zeitpunkt war es schon zu spät. Ich mußte jetzt das beste daraus machen und hoffen, daß ich während meines Teils, etwas sinnvolles heraus bringen würde. Als ich den Vortrag von Frau Wollrad hörte, dachte ich mir, daß es vielleicht doch ganz gut war, mich auf das Experiment einzulassen, denn so konnte ich ein Thema, ihres Vortrages aufgreifen und in meinem Impulsvortrag weiterführen. Sie kam zu dem Schluß, daß es nicht nur zwei Geschlechter gibt, sondern ganz viele Geschlechter, zwischen Mann und Frau und das war, wie ich finde, ein guter Anknüpfungspunkt.

Nach etwas mehr als 15 Minuten, war Frau Wollrad mit ihrem Vortrag fertig und ich mußte auf die Bühne ans Rednerpult. Da ich in der ersten Reihe saß, habe ich gar nicht so mitbekommen, daß der Gemeindesaal der St. Michael Gemeinde voll war und manche der Zuhörerinnen und Zuhörer schon auf dem Boden sassen. Zu Beginn meines Vortrages, habe ich erst mal kurz darauf hingewiesen, daß Vortragen für mich eine neue Erfahrung sei und ich hoffe, daß ich das zur Zufriedenheit, der Anwesenden hin bekommen werde und dann begann ich, etwas über geschlechtliche Selbstbestimmung zu sagen. Während des Vortrages sah ich, daß gelegentlich einzelne Zuhörerinnen und Zuhörer, den anwesenden Pfadfinderinnen bzw. Pfadfindern ein Zeichen gaben, um eine Karteikarte, zu bekommen, auf denen sie ihre Fragen und Anmerkungen  aufschreiben konnten, die dann an die Anwältinnen der Zuschauer weiter gereicht wurden. Mich verunsicherte dies ein wenig und ich hatte das Gefühl, daß ich wohl etwas falsch machen würde.

Mein Vortrag ging ziemlich genau bis zu dem Zeitpunkt, wie es vorgesehen war und ich hatte das Gefühl, nicht kompletten Blödsinn erzählt zu haben, aber auch das Gefühl, daß ich es hätte besser machen können und sicher irgendeinen wichtigen Punkt vergessen hätte, den ich ansprechen wollte. Auch hatte ich das Gefühl, daß ich zu viele "Ähs" mit dring gehabt hatte, aber als es halb vier war, dachte ich, daß ich genug gesagt habe und ich alle Punkte angebracht hatte, die ich vortragen wollte. Ich war froh, daß ich diesen Vortrag hinter mich gebracht hatte und beendete ihn kurzer Hand und setzte mich dann wieder auf meinen Platz in der ersten Reihe.

Nach den beiden Impulsvorträgen sang der Chor Querubim und danach begann die Podiumsdiskussion, an der ich auch beteiligt war. Wir waren vier Personen und ein Moderator auf der Bühne und jetzt ging es darum, die Fragen, die während den Impulsvorträgen von den Pfadfindern eingesammelt wurde und an die Anwältinnen des Publikums weiter gereicht wurden, zu beantworten. Bei der Podiumsdiskussion fühlte ich mich weniger angespannt als bei dem Vortrag, da ich nicht so daß Gefühl hatte, daß ich im Mittelpunkt stehen würde. Die Podiumsdiskussion wurde noch einmal durch eine Gesangseinlage durch den Chor unterbrochen und ging insgesamt eineinhalb Stunden und endete wie vorgesehen ziemlich genau um 17.00 Uhr. Während der Podiumsdiskussion dünnte sich das Publikum immer mehr aus. Entweder lag es daran, daß es manchen zu warm war, sie sich vielleicht etwas anderes von der Diskussion erhofft hatten oder sie zu einer anderen Veranstaltung wollten, die zeiltich mit der unsrigen kollidierte.

Nach der Veranstaltung hatte ich noch die Gelegenheit, mit ein paar der Zuschauerinnen bzw. Zuschauer zu sprechen und ich war sehr überrascht, daß diejenigen, die mich ansprachen, mir eine positive Rückmeldung bezüglich meines Auftretens gaben. Natürlich hat mich das sehr gefreut und hat gut getan, hat mir aber auch wieder gezeigt, daß die Eigenwahrnehmung bei Vorträgen und Präsentationen oftmals sehr viel kritischer ist, als die Wahrnehmung durch das Publikum.

Für mich war die Veranstaltung eine neue Erfahrung und das nicht nur, wegen meiner Vorträge und der Mitwirkung an der Podiumsdiskussion, sondern auch, weil die Atmosphäre im Regenbogenzentrum beim Kirchentag eine sehr herzliche und offen Atmosphäre war. Ich hatte hier das Gefühl, daß die Menschen sich gegenseitig freundlich und mit Respekt begegneten. Mich hat diese Offenheit und Freundlichkeit ein wenig an die re:publica erinnert, wo ich sonst, auch dieses Gefühl habe, dort allerdings noch etwas mehr, da ich auf der re:publica ja 3 Tage bin und nicht nur wenige Stunden.

Nach ein paar Gesprächen und einem Kaffee zur Stärkung bin ich dann wieder nach Hause gefahren. Vielleicht hätte ich die Chance ergreifen sollen, mich mehr auf den Kirchentag einzulassen, als wie ich es getan habe, immerhin hatte ich eine Eintrittskarte für den gesamten Kirchentag, aber warum ich dies nicht gemacht habe, kann ich vielleicht mal in einem anderen Blogbeitrag schreiben.

Zu dem Beitrag habe ich auch eine neue Podcastfolge aufgenommen:



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Gibt es ein Bedauern nach der Transition?

In zwei Facebook Gruppen, wurde letztens über eine Frage diskutiert, nämlich, wie das Verfahren aussieht, wenn man eine Vornamen- und/oder Personenstandsänderung hinter sich hat und wieder zurück möchte. Ich möchte hier nichts über die rechtlichen Gegebenheiten schreiben, denn dazu kenne ich mich zu wenig aus, aber ich möchte hier gerne ein paar Gedanken dazu aufschreiben.

Warum kann es sein, daß jemand, die schon rechtlich gesehen ihren Namen und ihren Personenstand geändert hat und/oder vielleicht sogar schon einige Schritte in Richtung Geschlechtsangleichung getan hat, dies wieder rückgängig machen möchte? Ich denke, da gibt es viele Gründe, die jemand dazu veranlassen kann, dieses in Erwägung zu ziehen, dies könnten unter anderem folgende sein:
  • Ablehnung durch das familiäre und soziale Umfeld
  • Die Transition wurde erst im fortgeschrittenen Alter begonnen
  • Körperliche Gegebenheiten, die die Akzeptanz in der anderen Rolle erschweren
  • unrealistische Erwartungen an die Transition
  • Das Ergebnis der Geschlechtsangleichung entspricht nicht den Erwartungen
  • schwere psychische Störungen, die in keinem Zusammenhang mit der Transsexualtiät stehen
Die Ablehnung duch das familiäre und soziale Umfeld ist, sicherlich ein Punkt der bei jeder anders auftritt bzw. auch verarbeitet wird. Manche der transidenten Frauen, die ich kenne (Ich kenne leider nur sehr wenige Transmänner), ist dies sicherlich ein Punkt, der bei der einen oder anderen mal dazu geführt hat, sich zu fragen, warum mache ich das alles, wenn ich am Ende von allen abgelehnt werde und alleine da stehe? Manche Menschen brauchen sehr viel Nähe, andere weniger und Menschen, die viel Nähe zu ihren Mitmenschen benötigen, leiden wahrscheinlich auch am meisten unter Ablehnung und Diskriminierung. Gerade wenn der Wunsch nach einer/einem Partnerin/Partner sehr hoch ist und dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht, weil die potentiellen Partnerinnen/Partner einen ablehnen, weil man in deren Augen, keine richtige Frau bzw. richtiger Mann ist, kann man sich schon mal fragen, hat sich das alles gelohnt oder lohnt es sich noch? Wäre ich in der alten Rolle vielleicht besser dran oder werde ich dann aus den gleichen Gründen abgelehnt, aber die Ablehnung würde nicht sofort beim Kennenlernen passieren?

Die nächsten vier Punkte haben eine gewisse inneren Zusammenhang, wie ich finde. Je nach körperlichen Gegebenheiten und Alter, können die Ergebnisse der Transition, also der Gabe von Hormonen und den sonstigen geschlechtsangleichenden Schritten, nicht zu dem Ergebnis führen, das man sich davon erhofft hat. Klar, man kann sich die Brüste vergrössern lassen, die geschlechtsangleichende Operation durchführen lassen, die Haare im Gesicht entfernen lassen, sich eventuell Haare verpflanzen lassen um kahle Stellen zu bedecken und schließlich sogar sogenannte gesichtsfeminisierende Operationen durchfühen lassen und dennoch kann es sein, daß die Person, obwohl sie von den meisten Menschen als sehr weiblich angesehen wird, sich selbst immer noch ablehnt und mit sich unzufrieden ist. Bei solchen Personen, habe ich immer das Gefühl, daß diese Personen noch andere Probleme haben, als die Transidentität. Gerade hier würde meiner Meinung nach eine Psychotherapie helfen, damit sie mit sich ins Reine gelangen können. Ich glaube, daß sie, egal wieviele Operationen, sie durchführen lassen würden, sie nie mit sich zufrieden sind. Das liegt wahrscheinlich an den Vorstellungen zusammen, was sie über das Aussehen von Frauen haben und wie eine Frau auszusehen hat. Oftmals haben diese Personen, die Vorstellung, eine Frau ist nur dann eine Frau, wenn sie aussieht wie ein Modell und wenn sie es selbst nicht schaffen so auszusehen, sie keine Frau sein können und nicht akzeptiert werden würden. Mir tun diese Menschen immer leid, denn Frauen sind so vielfältig in ihrem Aussehen und ihrem Auftreten, daß man sich selbst das Leben unnötig schwer macht, wenn man versucht, dem allgemein gültigen Schönheitsideal nachzujagen. Nur die wenigsten Frauen schaffen es, dieses Ideal zu erreichen und für Transfrauen ist es noch schwerer, da bei den meisten die körperlichen Gegebenheiten ein Gelingen verhindern. Ich erlebe, daß auch CIS-Frauen (CIS ist das Gegenteil von Trans), die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, Aufmerksamkeit auf sich ziehen und ihnen eventuell ihr Frau sein angezweifelt wird. Gerade wenn eine Frau groß und kräftig ist.

Ich denke, daß die meisten Menschen etwas haben, daß sie an sich ändern würden, wenn sie dies könnten. Es ist nur die Frage, wie sehr leide ich darunter und wie sehr mache ich mein Äusseres davon abhängig, daß ich zufrieden bin. Ich für mein Teil, bin ganz zufrieden, mit meinem Äusseren. Das heißt nicht, daß ich nicht gerne, das eine oder andere ändern lassen würde, aber ich versuche, mit dem was ist, zufrieden zu sein. Zumindest kann ich dies jetzt tun, nachdem ich einen Stand erreicht habe, der für mich richtig ist.

Wenn neben den allgemeinen körperlichen Unzulänglichkeiten, noch eine geschlechtsangleichende Operation dazu kommt, nach der man eventuell ständig Schmerzen hat, inkontinent ist, ständig zum Arzt muß oder keinen Spaß mehr beim Sex empfinden kann, dann ist das sicherlich sehr belastend und ich kann das Bedauern über die Transition verstehen. Wenn etwas medizinisch schief gelaufen ist, dann kann man immer noch versuchen, das Beste daraus zu machen, in dem man sich in die Hände eines Chirurgen begibt, der es versteht, solche Probleme zu beheben. In wie weit da Hilfe möglich ist, hängt wahrscheinlich vom Einzelfall ab.

Zu den psychischen Störungen kann und möchte ich nichts schreiben, denn dabei kenne ich mich nicht aus. Ich weiß nur, daß es psychische Störungen gibt, bei denen die Person glaubt, transsexuell zu sein, dies aber nicht ist. Gute Gutachter und Psychotherapeuten sollten dieses erkennen können.

Was kann man tun um so etwas, wie eine Rückabwicklung der Transition zu verhindern? Ich glaube, das Beste, das man hier tun könnte, ist, die Hürden für eine Vornamensänderung bzw. Personenstandsänderung zu verringern. Ich bin der festen Überzeugung, daß sich Niemand leichtfertig, der Gefahr von Ausgrenzung, Diskriminierung und Arbeitslosigkeit aussetzt, um seinen Namen und seine Geschlechtsrolle zu wechseln, die ihr auf Grund der körperlichen Merkmale bei der Geburt zugeschrieben wurden. Die transidenten Menschen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, haben sich diesen Schritt vorher lange und gut überlegt und ich kenne auch einige, die sind für sich zum Schluß gekommen, diesen Schritt nicht zu wagen, eben aus einem der oben genannten Punkte. Diese leben nur gelegentlich in der weiblichen Rolle und die anderen, die ich kenne, bereuen es nicht. Aber selbst wenn man die Hürden hoch setzen würde, also noch höher als jetzt, liese sich nicht verhindern, daß es Menschen geben wird, die ihren Rollenwechsel wieder rückgängig machen würden, aber mit der Gefahr muß man glaube ich als Gesellschaft leben. Dafür, daß vielleicht nur 1 bis 2 % derjenigen, die einen Rollenwechsel durchgeführt haben, diesen danach wieder rückgängig machen lassen, 98% der Andern, deswegen unnötigen Schickanen auszusetzen, ist meiner Meinung nach eine übertriebene Vorsicht und führt zu vielfachen Leid und ist einer modernen Gesellschaft unwürdig.

Was haltet ihr davon? Kennt ihr jemanden, der/die den Weg wieder zurück in das Geburtsgeschlecht angetreten ist? Wie kann man verhindern, daß dies passiert?  Schreibt mir bitte eure Meinung in die Kommentare zu dem Artikel hier.

Samstag, 30. Mai 2015

Blogparade: „Faszination Zeppelin“


Anlässlich der Blogparade "Faszination Zeppelin" versuche ich mal, zu beschreiben, was mich an Zeppelinen fasziniert.

Ich bin in Friedrichshafen geboren und aufgewachsen, dadurch habe ich schon sehr früh in meiner Kindheit etwas von den Zeppelinen mitbekommen, immerhin ist Friedrichshafen, die Stadt, aus der die Zeppeline stammen und ohne den Zeppelin, wäre Friedrichshafen nicht die Stadt, die sie heute ist. Schon in der Grundschule wurde uns damals, die Geschichte der Zeppeline nahe gebracht und das für mich damals beeindruckenste war eine Vorführung eines Films von dem Absturz der Hindenburg in Lakehurst. Das muß in der 3. oder 4. Klasse gewesen sein, als ich dieses Zeitdokument das erste Mal gesehen habe. Ich war tief ergriffen, im Angesicht der Bilder und der Stimme des Radioreporters, als er von dem Brand und Absturz der Hindenburg am  6. Mai 1937 live berichtete. Die Stimme des Reporters bewegt mich noch heute zutiefst, wenn ich dies zufällig mal wieder sehe bzw. höre. Damals, Anfang der 1970er Jahre, war es etwas äusserst seltenes und somit auch etwas sehr besonderes, wenn man im Unterricht, einen Film zu sehen bekam, immerhin war es wirklich ein Film mit Filmrolle und Filmprojektor, mit dessen Hilfe, man sich das anschauen mußte, weshalb es mir auch noch so gut in Erinnerung ist.



Kabine der Hindenburg
Nachbau einer Kabine der
Hindenburg
Meine Eltern, haben mir immer wieder erzählt, wie sie als Kind, die Zeppeline erlebt haben. Meine Mutter, sie ist Jahrgang 1926, berichtete, daß sie als Kind, den Zeppelin über Leipzig erlebt hat. Der Zeppelin muß damals recht niedrig über der Stadt geflogen sein und war vielleicht auch im Landeanflug. Sie hat neben den brummenden Motoren auch Musik, von der wahrscheinlich spielenden Bordkapelle gehört. Ich vermute mal, daß sie damals die Hindenburg gesehen hat und ich kann mir ganz gut vorstellen, daß das ein beeindruckendes Erlebnis war, als dieser Riese, über Leipzig geschwebt ist. Meine Mutter erzählt, daß alle Kinder aus der Nachbarschaft auf die Strasse gerannt sind und durch die Strassen schallte es "Der Zeppelin, der Zeppelin". Immerhin war damals, Anfang der 1930er Jahre, Fliegen noch etwas seltenes. Selbst Autos waren noch nicht weit verbreitet. In dieser Zeit hat auch mein Vater, Jahrgang 1923, mindestens einmal einen Zeppelin über sich gesehen, er stammt aus dem Sudentland. Er empfand es auch sehr beeindruckend, so ein großes Luftschiff über die Landschaft schweben zu sehen. Wenn ich mir heute den Nachbau, des Innenraums der Hindenburg im Zeppelin Museum in Friedrichshafen anschaue, so kann ich mir gut vorstellen, daß das Reisen damals eine recht angenehme Sache war, auch wenn die Kabinen, recht spartanisch aussehen, gabe es doch die Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben und dies auf recht angenehme Art und Weise. Meine Eltern berichten beide, daß sie sich in ihrer Kindheit nie hätten träumen lassen, daß sie mal in der Stadt leben würden, aus der diese fliegenden Zigarren damals kamen.

Gerippe Zeppelin NT
Zeppelin NT in Halle 10
Mit dem Unglück in Lakehorst, war es dann erst mal lange vorbei mit der Ära der Zeppeline in Friedrichshafen. Erst 1997, wurde der Plan, eine neue Art von Zeppelinen zu bauen Realität. Damals wurde, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, extra für den Bau des Zeppelin NT die Messehalle 10 auf dem Messeglände in Friedrichshafen gebaut. Heute ist in der ehemaligen Halle, der Mediamarkt, das Cinemax, der Burgerking, sowie ein Fitnesstudio drin. Beim Jungfernflug des Zeppelin NT, war ich sogar vor Ort und habe das Abheben des Zeppelins mit beobachten können. Ich war damals Arbeitsunfähig, weil ich mir ein paar Wochen zuvor einen Bänderriss an meinem rechten Knöchel zugezogen hatte und als der Start des Zeppelins hätte sein sollen, stand ich auf dem Balkon mit Krücken meiner erst wenige Wochen zuvor bezogenen Wohnung in der Ailinger Strasse. Der Zeppelin war auf dem Messeparkplatz startbereit und ich konnte ihn von meinem Balkon aus nicht richtig sehen. Meine Eltern waren mit mir auf dem Balkon und wir warteten sehr gespannt auf den Erstflug des neuen Zeppelins. Wir mußten eine ganze Weile warten, bis der Zeppelin endlich abhob und über uns hinwegflog. Es war sehr beeindruckend für mich das erste Mal einen richtigen Zeppelin zu sehen. Ein Luftschiff hatte ich zwar schon früher gesehen, aber dies waren eben keine Zeppeline sonder Prallluftschiff, sogenannte Blimps. Solche Blimps sind die Jahre zuvor in Friedrichshafen, immer wieder mal geflogen, meistens zu Werbezwecken. Goodyear war damals die einzige Firma, die solche Luftschiffe fertigte. Natürlich war ich damals sehr froh, daß der Start so gut geglückt ist und in den folgenden Wochen, konnte ich den Zeppelin immer wieder mal über der Stadt seine Kreise fliegen sehen, denn er mußte damals, noch seine Flugzulassung erwerben und dazu waren ausgiebige Erprobungsflüge notwendig, jedenfalls stand das damals so in der Zeitung.

Mittlerweile ist der Zeppelin über den Dächern von Friedrichshafen fast alltäglich geworden, aber dennoch ist es für mich ein nicht alltägliches Fluggerät. Durch das langsame dahin gleiten der Luftschiffe, wirken sie auf mich viel natürlicher und organischer, als ein Flugzeug, das schnell von A nach B fliegt. Der Flug mit einem Flugzeug ist sicherlich sehr effizient und schnell, aber es macht auf mich nicht den Eindruck, als ob es für den Menschen geschaffen ist.

Graf Zeppelin
Statue des Graf Zeppelin vor dem
Graf Zeppelinhaus
Ich bin noch nie mit einem der Zeppeline mitgeflogen und mein Vater hat mehrfach geäußert, daß er gerne mal mit einem Zeppelin mitfliegen würde, aber leider sind mir und meinen Eltern, die Preise für so einen Rundflug einfach zu hoch. Ich denke, mein Vater würde mit seinen inzwischen 91 Jahren, wenn er die Gelegenheit hätte, sofort mitfliegen und ich hoffe, ich habe irgendwann mal genügend Geld übrig, daß ich mir den Luxus eines Rundfluges über den Bodensee leisten kann. Ich stelle mir den Flug mit einem Zeppelin sehr ruhig und entspannt vor. Ich denke, daß man dabei, die Landschaft sehr viel besser sehen und geniesen kann, als mit einem Flugzeug. Ich wünsche mir, daß es wieder große Zeppeline geben würde. Zeppeline, mit denen man Reisen kann, mit Hilfe derer sperrige Güter transportiert werden und Zeppeline, mit denen man Rundflüge machen kann, nicht nur am Bodensee, sondern überall auf der Welt. Ich bin der festen Überzeugung, daß die Zukunft der Zeppeline bzw Luftschiffe noch kommen wird. Ich war deshalb auch sehr betrübt, als das Projekt des Cargolifters nicht realisiert werden konnte, aber wie ich inzwischen gehört habe, gibt es anscheinend in den USA Bestrebungen, ein ähnliches Konzept zu realisieren, wie beim Cargolifter, welches sich Airlander nennt. Ich wäre jedoch sehr erfreut, wenn es ein ähnliches Projekt mit Beteiligung bzw. unter Federführung der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co KG geben würde und in Friedrichshafen, wieder große Zeppeline gebaut werden würden.

Ich habe anlässlich der Blogparade ein ganz kurzes Video mit Blick auf dem Zeppelin aufgenommen:


Vlog 30.05.2015 - Blogparade: Faszination Zeppelin auf dem Kanal von Michaelas Welt

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