Mittwoch, 27. Januar 2010

Gastbeitrag von Farah: Bewerbungsodyssee und Menschenrechtsverletzungen

Farah transidente Reporterin
Farah Moderatorin und Reporterin
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W

Heute werde ich euch von meinen Bewerbungsbemühungen erzählen. Ich bin als Sozialarbeiterin nun schon seit über 5 Monaten auf der Suche wieder eine Anstellung im sozialen Bereich zu finden. Meine Bewerbungsunterlagen sind einwandfrei, sonst wäre ich nicht jeden Monat bei mindestens einem potentiellen Arbeitgeber zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Aber als transidente Frau sind gute Qualifizierung, ein ansprechendes Äußeres sowie ein tadelloses Auftreten eben nur knapp die halbe Miete. Der größte Teil besteht eben zumindest für mein Gegenüber in der "Einstufung meiner Transidentität". Ich werde in bzw. nach Bewerbungsgesprächen oft mit Sätzen konfrontiert, die ungefähr so lauten "Sie haben ein erstklassiges Bewerbungsgespräch absolviert, aber wir sind hier im ländlichen Raum, katholischer Träger, die Gegend ist noch nicht so weit ich persönlich habe nichts gegen Sie ..."
Manchmal möchte ich in solchen Gesprächen einfach laut schreien und stelle mir dann vor wie ich mutig aufstehe und erkläre " Die Würde des Menschen ist unantastbar, niemand darf aufgrund seiner Identität diskriminiert werden, alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich ..." Aber ich weiß eben: Papier ist geduldig, Menschen sind wie sie sind und Fremdes macht Angst und im Zweifel ist es wichtiger was die Gemeinschaft bzw. die Mitbewohner, Mitarbeiter, Mitbürger usw. denken. Das Gesetz schweigt geduldig es wird nur aktiv wenn man es um Hilfe bittet und dazu braucht man Kraft und einen langen Atem. Diese Energie habe ich im Moment nicht, außerdem ist Recht per Gesetz mag es noch so rechtschaffen sein zerbrechlich und zerbricht am Druck der Straße bzw. dem Unverständnis der breiten Masse.
Wichtiger aus meiner Sicht ist Öffentlichkeitsarbeit: Die breite Masse muss wissen, dass sie Unrecht begeht wenn sie Transgender in ihrer Identität in Frage stellt und sie somit in ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschränkt.
Sätze wie von meiner netten, aber eben auf diesem Gebiet unaufgeklärten Sachbearbeiterin: "Dann sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich nur am Wochenende "ausleben" damit Sie aus dieser Lage rauskommen" sind zwar wohlwollend gemeint stellen aber letztlich meine Identität als Frau komplett in Frage. Am liebsten hätte ich geantwortet: "Dann versuchen Sie doch wenn Sie ihren Job behalten wollen die Woche über als Mann zur Arbeit zu gehen Ihr Frau-Sein können Sie ja am Wochenende leben". Aber dann denke ich mir es macht wenig Sinn Unrecht mit Unrecht aufzuwiegen.
Ich schweige traurig und träume von einer Welt, in der es keine Menschenrechtsverletzungen mehr gibt.

Ich denke ihr versteht nun warum ich mich auch heute wieder mit
" Die Würde des Menschen ist unantastbar ! " verabschiede.

...für mich sind diese Worte Vision vielleicht auch Wunschdenken, aber keine Worthülsen.

Herzlichst eure Farah

Sonntag, 24. Januar 2010

Villingen-(Schwenningen)


Nach dem Farah und ich letzte Woche über Schwenningen ein kleines Video gedreht haben, waren wir dieses Wochenende, wie versprochen in Villingen. Villingen-Schwenningen ist ja eine Doppelstadt, bestehend aus den Städten Villingen und Schwennigen. Die Städte liegen ein paar Kilomenter auseinander. Sie wurden im Rahmen der 1970er Gemeinde- und Kreisreformen zusammen gelegt. Villingen hat noch einen mittelalterlichen Stadtkern. Drei von ehemals vier Stadttoren bewachen den Eingang des alten Stadtkerns, wo es neben vielen alten Gebäuden auch noch eine gotische Kirche, das Münster "Unserer Lieben Frau" gibt. Schaut euch das Video an und besucht selbst einmal die Stadt. Vom 12.Mai bis 10. Oktober 2010 findet übrigens bei Villingen-Schwenningen die Landesgartenschau 2010 statt.


Villingen-(Schwenningen) auf dem Youtube-Kanal von Michaela

Freitag, 22. Januar 2010

Gastbeitrag von Farah: Ich bin eine altmodische Frau

Farah transidente Reporterin
Farah Moderatorin und Reporterin
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W

Heute erzähle ich euch einmal warum ich mich für nicht besonders "modern" halte. Ich mag alte Hollywood-Filme und finde, dass die Frauenfiguren in diesen Filmen irgendwie weiblicher und gleichzeitig doch selbstbewusster und den Männern gleichwertig waren. Ich bin diesen Frauenfiguren sehr ähnlich. Ich bin Männern gegenüber nicht unsicher aber doch zurückhaltend. Ich würde einen Mann, den ich nicht kenne oder mit dem ich nur gechattet habe nie auf einen Kaffee in meine Wohnung einladen. Ich würde mich nie mit einem Mann treffen bevor ich nicht mehrmals mit ihm telefoniert habe um "abklären" zu können, ob er "wirkliches" Interesse hat. Sprich ich muss das Gefühl haben er ist an mir als Mensch und nicht nur an der "körperlichen Hülle" Frau interessiert.
Außerdem möchte ich einen Mann, der mich zum Lachen bringt und der einen langen Atem besitzt um mein Herz zu erobern.
Da es solche Männer heute nur noch in der Altersgruppe ab 70 Jahren aufwärts zu geben scheint ist mir auch klar warum ich noch alleine lebe und sich dieser Zustand vermutlich auch nicht so bald ändern wird. Eigentlich wünsche ich mir doch nur einen jugendlichen Mann, der den Charme der alten Filmhelden besitzt. Und irgendwie glaube ich, dass ich mit diesem Wunsch dann doch in die heutige Zeit passe, denn viele meiner Freunde scheinen ähnliche Wünsche und Sehnsüchte zu
haben :-).

Alles Liebe sendet euch Farah

und vergesst nicht: Die Würde des Menschen ist
unantastbar !

Mittwoch, 20. Januar 2010

Lebendiges Uhrenindustriemuseum in Villingen-Schwenningen

Maschinen im Uhrenindustriemuseum in Schwenningen
Maschinen im Uhrenindustriemuseum
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Das Lebendige Uhrenindustriemuseum liegt mitten in Schwenningen und ist in der ehemaligen Württembergischen Uhrenfabrik beheimatet. Die Württembergische Uhrenfabrik wurde von Johannes Bürk 1855 gegründet. Wie der Name des Museums schon andeutet, kann hier Geschichte erlebt werden. Alle Maschinen, die hier ausgestellt werden, sind funktionsfähig und werden dem interessierten Besucher auch in der Funktion erklärt. An Hand des früheren Verkaufsschlagers, einem Wecker, wird gezeigt, welche Fabrikationsschritte notwendig sind, um einen solchen Wecker zu produzieren. Wir hatten das Glück, daß ein sehr netter Herr aus dem Museum uns durch die Ausstellung geleitet hat und uns alles sehr ausführlich erklärt hat. Ich konnte dies mit der Videokamera aufnehmen und ich hoffe, daß das kleine Video euch dazu anregt, das Museum selbst einmal zu besuchen. Es ist ganz sicher einen Besuch wert.


Lebendiges Uhrenindustriemusuem auf dem Youtube-Kanal von Michaela

Sonntag, 17. Januar 2010

Schwenningen

Schwenningen, der Württembergische Teil der Doppelstadt Villingen-Schwenningen war am Samstag das Ziel unseres Ausfluges. In Villingen waren wir ja schon einmal letztes Jahr (Kurztrip nach Villingen) und so kam die Idee auf, auch mal die andere Stadhälfte der Doppelstadt zu besuchen. Vor kurzem wurde auch auf SWR eine Dokumentation über Villingen-Schwennigen gesendet, die ich sehr interessant fand. Darin, wurde auch auf das Schicksal, das Schwenningen während des zweiten Weltkrieges erlitt berichtet. Schwenningen wurde während des zweiten Weltkrieges sehr stark zerstört, da dort wichtige Rüstungsbetriebe angesiedelt waren. Das erinnerte mich sehr an meine Heimatstadt Friedrichshafen, die ebenfalls im zweiten Weltkrieg sehr stark zerstört wurde. In Schwenningen war früher eine sehr große Uhrenindustrie, die während des 3. Reiches dazu umfunktioniert wurde, Zünder für Bomben und Granaten herzustellen. Durch die Zerstörungen des zweiten Weltkrieges ist Schwennigen auch eine sehr moderne Stadt, da von den alten Gebäuden nicht mehr viel übrig geblieben ist, ähnlich wie in Friedrichshafen. Hier auf dem Bild sieht man zwei Fachwerkhäuser, die absolut untypisch für Schwenningen sind. Farah und ich haben natürlich auch wieder ein kleines Video über die Stadt gedreht und ich hoffe, ihr fahrt selbst mal nach Schwenningen und schaut euch die Stadt an. Vom 12.Mai bis 10. Oktober 2010 findet übrigens bei Villingen-Schwenningen die diesjährige Landesgartenschau statt.


(Villingen)-Schwenningen auf Michaelas-Youtube Kanal

Wie ihr sehen könnt, lag noch reichlich Schnee und es war auch ziemlich kalt, als wir Schwenningen besucht haben. Wir haben uns zwischendurch immer wieder mal aufgewärmt und waren einmal in einem großen Einkaufszentrum, dem City-Rondel, einmal bei einem großen Bekleidungsgeschäft und dann noch in einer Drogerie. Nach dem Besuch der Innenstadt von Schwenningen haben wir noch das Lebendige Uhrenindustriemuseum besucht. Dazu später mehr ;-)

Der Reisebericht über Villingen mit Video wird demnächst von uns produziert und dann auch hier im Blog vorgestellt.

Freitag, 15. Januar 2010

Gastbeitrag von Farah: Nominierung für den Grimme Online Award 2010

Farah transidente Reporterin
Farah Moderatorin und Reporterin
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W

Hier könnt ihr lesen warum ich den Blog von Michaela für den Grimme Online Award 2010 vorgeschlagen habe:

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Farah und ich bin Deutschlands erste transidente Moderatorin bzw. Reporterin. Ich moderiere den Transgender-Euregio-Treff, führe Interviews mit Transgendern und Leuten aus der Queer-Community und stelle Sehenswürdigkeiten rund um den Bodensee vor.
Ich schlage den Blog meiner Bekannten Michaela (Mann-zu-Frau Transgender) für den Grimme Online Award 2010 vor, da sich der Blog meiner Meinung nach in hervorragender Art und Weise für die Rechte von Transgendern bzw. Queer-People einsetzt und so dazu beiträgt, dass Diskrimnierung gegenüber Transgendern abgebaut wird.
Zudem stellt der Blog die Heteronormativität in Frage und klärt über die Konstruktion von Geschlechtsidentität auf. Der Blog bietet Leuten, die gesellschaftlich ausgegrenzt werden eine Art intellektuelle aber auch menschliche Zufluchtsmöglichkeit und leistet wichtige Öffentlichkeitsarbeit, da er auch "Normalbürgern" die Transgender-Thematik näher bringt. So werden über Wissensvermittlung Vorurteile gegenüber transidenten Menschen abgebaut und zwischenmenschlicher Kontakt wird möglich. Außerdem ist der Blog ein wichtiges Medium um die Transgender-Thematik überhaupt einer breiten Öffentlichkeit ans Herz bzw. ins Bewusstsein zu legen. Nur durch gesellschaftlichen Diskurs können Transgender aus ihrer schweren gesellschaftlichen Lage befreit werden und haben die Chance auf politische, finanzielle, rechtliche und soziale Gleichberechtigung.
Wir alle sollten nicht vergessen: Die Würde des Menschen ist unantastbar !
Tragen Sie mit dazu bei, dass diese Welt aufgeklärt und tolerant wird und zeichnen Sie den Blog http://michaela-bodensee.blogspot.com mit dem Grimme Online Award 2010 aus.

Herzliche Grüße sendet Ihnen
Farah ...

Donnerstag, 14. Januar 2010

Eine Antwort auf die Frage: Was ist typisch männlich, was typisch weiblich?

In meinem letzten Beitrag, dem Bericht zum Transgender-Euregio-Treff im Januar 2010 haben Farah und ich ein paar Fragen aufgeworfen, was z.B. typisch männlich bzw. typisch weiblich sei und ob bestimmte männliche bzw. weibliche Charaktermerkmale anerzogen sind. Darauf hin hat Patricia aus Zürich mir eine sehr schöne und wie ich finde lesenswerte Antwort per Email geschrieben. Ich finde ihre Email so gut, daß ich sie hier ungekürzt veröffentliche. Patricia hat mir dazu ihre Einwilligung gegeben.
Hallo zusammen

Habe mir grad den neusten Film zum vergangenen Transgender-Euregio-Treff angesehen und mir dabei auch die gestellten Fragen durch den Kopf gehen lassen. Es sind ja nicht so abwegige Fragen, denn diese stellen sich die allermeisten Transgender irgendwann im Leben (oder auch immer wieder). Vor einigen Tagen habe ich bei Amazon ein geniales Buch erstanden, den Ratgeber "Ich bin (k)ein Mann" von Jule Böge. Selten habe ich ein derart geniales Buch gelesen und innert weniger Tage richtiggehend "verschlungen". Und meiner Ansicht nach, werden Eure Fragen darin auch sehr gut behandelt. Aber nun zu meiner persönlichen Ansicht Eurer Fragen:

Was macht einen Mann zu einem Mann und umgekehrt? Einerseits sicher die entsprechende Erscheinung in unserer Gesellschaft (extern) und andererseits das Selbstbewusstsein in der jeweiligen Rolle (intern). Für unsere Umgebung definiert sich das klar in der Wahrnehmung: zuerst optisch, dann verhaltenstechnisch und zuletzt auch psychisch. Zuerst wird ein Mensch ersteinmal gesehen und je nach erstem Eindruck blitzschnell in Mann oder Frau eingeteilt. Dann bestätigt sich diese Zuordnung durch das Auftreten und Verhalten oder das Gesamtbild entspricht nicht den Vorstellungen und Erwartungen und der Mensch wirkt abweichend/auffällig, sodass nochmals hingesehen werden muss um sich Klarheit zu verschaffen. Für einen selbst ist das anders: Man ist das, wofür man sich hält (wobei die Erziehung sowie der gesellschaftliche Rollendruck grossen Einfluss haben). Im Fall einer T-Person ist das aber etwas schwieriger, weil das Innere (Gefühl, Seele, oder was auch immer) wechselnde Tendenzen haben kann. Aber je länger man darüber nachdenkt, frage ich mich selbst nach den Definitionen zum Mann oder zur Frau. Schlussendlich sind wir einfach "nur" Menschen, wovon die einen mit dem einen Fortpflanzungsteil versehen sind und die anderen mit dem Gegenpol dazu. Es ist aber die Gesellschaftsordnung, die uns in Männer und Frauen auftrennt, denn so können die geschlechtsspezifischen Bedingungen besser geregelt und erfüllt werden. Macht ein Geschlechtsteil einen Mann zum Mann? Ist ein Mann, dem ein solches unfallbedingt entfernt werden musste, kein Mann mehr? Ist eine Frau nach einer Brustamputation (Krebs?) oder Gebärmutterentfernung auch keine Frau mehr? Basieren Mannsein oder Frausein auf gewissen Verhaltensmustern? Man könnte stundenlang darüber diskutieren und philosophieren, und wahrscheinlich hättet ihr von hundert Menschen hundert Ansichten.

Typische Verhaltensweiten und Eigenschaften? In unserer Gesellschaft erwartet man schon beinahe, dass Frauen sozialer, zurückhaltender, familienorientierter, zärtlicher, aber auch zickiger, hektischer und komplizierter sind als Männer. Stimmt das wirklich? Ich kenne von beiden Geschlechtern Tendenzen in beide Richtungen, also zickige Männer und forsche Frauen. Vielleicht ist es anatomisch bedingt, dass sich Frauen graziler bewegen und die Ellbogen stets näher am Körper halten und beweglichere Handgelenke haben. Männer hingegen sind eher breitbeinig und -schultrig, machen sich generell gern breit im Sofa oder wo auch immer. Ich weiss aber nicht, ob das anerzogen ist oder naturgesteuert. Da würde mich Eure Meinung interessieren.

Welche körperlichen Merkmale zeichnen einen Mann oder eine Frau aus? Männer wirken oft robuster, sind durchschnittlich grösser, haben auch grössere Hände und Füsse, verfügen über breitere Schultern und die Gesichtszüge sind gerne mal härter/furchiger. Auch die Haare spriessen wo immer nur möglich. Frauen hingegen wirken eher filigraner, feiner, "sanfter" im Erscheinungsbild, ferner haben sie oft nur Harre auf dem Kopf, dort dafür umso längere. Es gibt aber auch Abweichungen dieser Vorstellungen, also auch feine Männlein und schroffe Weiber. Und deswegen sind diese Frauen nicht weniger Frau und die Männer nicht weniger Mann. Allerdings kann man bei den schroffen Weibern nicht von Damen sprechen... :-) Dann sind da noch die ganz kleinen Unterschiede, wie Adamsapfel, Kehlkopf (Stimme), und so weiter. Interessanterweise haben schlanke aber Männer gerne mal die schöneren Beine als Frauen.

Gibt es bestimmte anerzogene Charaktermerkmale? Ja, ich denke schon. Unser Charakter ist stark von Wertvorstellungen geprägt, die uns durch die Erziehung mitgegeben wurden. Ich glaube aber nicht, dass es von Natur aus spezifische männliche oder weibliche Charaktere gibt, sondern dass jeder Mensch als Individuum seinen persönlichen, im Laufe der Jahre entwickelten Charakter im Rucksack hat. Ein Charakter ändert sich ja ständig fast unmerklich und begleitet uns durch den Alltag und steuert/beeinflusst unsere Rolle im Umgang mit unseren Mitmenschen (als Partner/in, Arbeitnehmer/in, Vereinsmeier/in, Freund/in, etc). Der Charakter wird auch von Erwartungen unseres Umfeldes beeinflusst, nach dem Motto "eine Frau tut sowas nicht" und ähnliches. Diese erzieherisch und sozial geprägten Wertvorstellungen, die stets uns eingebleut wurden/werden, halten wir dann unbewusst ein Leben lang ein; sie prägen und beeinflussen unseren Charakter. So wie sir ein Leben lang lernen, so werden wir auch ein Leben lang erzogen, was sich auf auf den Charakter auswirkt.

Ich hoffe, dass ich euch einige Antworten aus meiner persönlichen Sicht geben konnte. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch ein Kompliment zu eurem Blog abgeben. Die Beiträge sind gut zusammengesetzt und ich vermute, dass ihr mit dieser Plattform vielen Transgendern Mut macht, selbst aus den eigenen vier Wänden zu kommen. Zudem wird das Thema Transgenderism dank Eurer Seite auch sehr lebendig gehalten, was sicherlich ebenso sehr geschätzt wird. Ich wünsche euch weiterhin noch viel Motivation, Enthusiasmus und Erfolg bei euren weiteren zahlreichen Erlebnissen.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Patricia
Ich hoffe die Mail von Patricia gefällt euch auch so gut wie mir und regt euch vielleicht dazu an, euch auch Gedanken dazu zu machen und mir vielleicht auch noch die eine oder andere Antwort zu dem aufgeworfenen Themankomplex zu geben bzw. eure eigenen Gedanken hier als Kommentar zu hinterlassen.

Montag, 11. Januar 2010

Transgender-Euregio-Treff im Januar 2010

Der Transgender-Euregio-Treff im Januar 2010 fand wie gewohnt am 2. Samstag des Monats statt. Auch wenn durch das Sturmtief Daisy eigentlich ein Verkehrschaos angkündigt war, war das kein Grund, die Veranstaltung abzusagen. Zum Glück kam dann alles nicht so schlimm wie vorhergesagt, zumindestens hier bei uns im Süden. Ausser ein paar Windböen war von dem Sturmtief nichts zu bemerken und im Wirtshaus am Gehrenberg war es schön warm. Wenn ihr euch also ein Bild machen wollt, wie es an dem Treffen am Samstag zu ging, dann schaut euch das Video an.



Wir möchten nochmal darauf hinweisen, daß auch wenn wir die Treffen mit der Videokamera festhalten, kein Besucher angst haben muß, daß er dann in diesem Video gezeigt wird. Wir achten sehr darauf, daß nur die Teilnehmerinnen/Teilnehmer gezeigt werden, die mir auch das Einverständnis gegeben haben. Wenn jemand nicht gezeigt werden möchte, egal ob auf Video oder Foto, der wird hier auch nicht gezeigt.

Zum Transgender-Euregio-Treff kamen bis jetzt leider nur Mann-zu-Frau Transgender. Der Treff ist aber keine Veranstaltung die sich auf diesen Personenkreis beschränkt. Er soll offen sein, für alle Transgender, also auch für Frau-zu-Mann Transgender. Auch ist er offen für alle Freunde und Angehörige von Transgender. Es sind Alle eingeladen am nächsten Transgender-Euregio-Treff teilzunehmen, die daran teilnehmen möchten, egal ob Mann-zu-Frau, Frau-zu-Mann Transgender, Angehörige/Angehöriger von Transgender, Partner/Partnerin von Transgender oder Freunde von Transgendern.

Im Video stellt Farah ein paar Fragen zum Rollenverständnis. Sie frägt:
  • Was macht einen Mann zu einem Mann und eine Frau zu einer Frau?
  • Welche Verhaltensweisen und Eigenschaften würdet ihr als typisch männlich bzw. weiblich bezeichnen?
  • Welche körperlichen Merkmale zeichnen einen Mann bzw. eine Frau aus?
  • Glaubt ihr das bestimmte männnliche bzw. weibliche Charaktermerkmale anerzogen sind?
Farah und ich würden uns über Antworten zu den Fragen, egal ob als Videoantwort bei Youtube oder als Kommentar hier im Blog oder direkt als Email an meine Adresse (lkosn@yahoo.de) freuen.

Jetzt noch ein wichtiger Hinweis zum nächsten Treffen: Der nächste Transgender-Euregio-Treff findet ausnahmsweise nicht am 2. Samstag im Februar statt, sondern erst am 3. Samstag. Das Wirtshaus am Gehrenberg hat am 13. Januar noch Betriebsferien. Der nächste Transgender-Euregio-Treff findet deshalb am 20. Februar ab 19.00 Uhr im Wirtshaus am Gehrenberg statt.

Sonntag, 10. Januar 2010

War das ein Flirt?

In meinem letzten Beitrag meines Fotoblogs berichtete ich, daß ich die Fotoausstellung mit Bildern von Toni Schneiders in Ochsenhausen besuchte. Was ich dort allerdings nicht berichtete war eine kleine Begebenheit, die sich dort ergab.

Während des Ausstellungsbesuchs sprach mich ganz überraschend ein etwas älterer Herr, ich vermute das er türkischer Abstammung war, an. Erst zeigte er mir ein Bild das ihm ganz besonders gefiel und ich erwiderte, daß das Foto ganz gut sei. Ja und dann plötzlich sagte er mir, ich hätte ein großes Herz und ob er mich zu einem Kaffee einladen dürfte. Ich war ganz überrascht. Mit so etwas hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ich verneinte und ich versuchte ihn abzuwimmeln. Mir war ziemlich unwohl, denn anscheinend merkte mein Gegenüber nicht, daß ich eine transidente Frau bin. Auch meine Stimme schien ihn nicht auffällig zu sein. Jedenfalls besichtigte ich die Ausstellung weiter und er ebenfalls. Ich versuchte dabei ihm nicht noch einmal über den Weg zu laufen, was natürlich nicht funktionierte. Nach einer Weile kam er wieder auf mich zu und versuchte es mit der gleichen Masche. Erst zeigte er mir ein Bild, das ihm gut gefiel und er verwickelte mich in ein Gespräch. Diesmal war ich nicht ganz so abweisend, wie bei seinem ersten Versuch, mich kennen zu lernen. Diesmal schaffte ich es sogar ihm dabei in die Augen zu blicken. Er versuchte mich nochmals zu einem Kaffee einzuladen und es hätte auch nicht an diesem Tag sein müssen, er hätte sich auch gerne mit mir an einem anderen Tag an einem anderen Ort getroffen. Irgendwie fand ich ihn ja schon sehr nett. Nicht das ihr mich jetzt nicht falsch versteht, ich fand ihn nicht attraktiv oder so, nein das war er überhaupt nicht, aber seine Art und seine Ausstrahlung war irgendwie sehr sympathisch und es war für mich auch irgendwie schön, daß da jemand war, der mich gerne kennen lernen wollte. Ich hatte bei der ganzen Sache ein wenig Angst, denn das passiert mir immer, wenn ich von unbekannten Menschen angesprochen werde und hat nicht mit meiner Transidentität zu tun. Aber hier in den Räumen der Ausstellung, wo neben mir, dem unbekannten netten Herrn, nur noch eine Dreiergruppe Damen war, war mir das alles sehr unheimlich. Mir ging auch ständig durch den Kopf, ob er denn nicht bemerkt, daß ich eine transidente Frau bin. Aber anscheinend hat er es nicht gemerkt oder er hat es gemerkt und hat mich gerade deswegen angesprochen. Das werde ich jedenfalls nie heraus bekommen, denn ich hatte dann schon alle Bilder der Ausstellung angeschaut und habe auch gleich die Räumlichkeiten verlassen, ohne ein weiteres Treffen mit dem netten Herren vereinbart zu haben.
Erst im Nachhinein kam mir in den Sinn, daß das Ganze wohl ein kleiner Flirt war. Jedenfalls, war es für mich eine völlig neue Erfahrung und es hat mir doch irgendwie gefallen, daß da jemand an mir Interesse zeigte, weil ich eine Frau bin.

Freitag, 8. Januar 2010

Gastbeitrag von Farah: Meine unrealistischen Wünsche für 2010

Farah transidente Reporterin
Farah Moderatorin und Reporterin
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W

Ich dachte am Anfang eines neuen Jahres darf man auch mal nach den Sternen greifen. Deshalb habe ich hier eine Liste mit Wünschen und Hoffnungen angefertigt, die vermutlich nie in Erfüllung gehen werden:
  • Ich werde reich und berühmt, bleibe aber bodenständig und meine Privatsphäre wird von Medien und Fans respektiert :-)
  • Ich lerne einen Menschen kennen, der mir durch seine bedingungslose Liebe zu einem besseren und glücklicheren Leben verhilft :-)
  • Ich lerne eine reiche Persönlichkeit kennen, die mich nie mehr Mangel spüren bzw. erleiden läßt ;-)
  • Ich werde Arbeit finden, die mich wirklich ausfüllt und die mir in jeder Sekunde Spaß und Erfüllung verschafft.
So und nun wissen einige von euch auch schon warum zu große Träume gar nicht so gesund sein können :-)

Hier nun ein realistischer Wunsch für 2010: Ich hoffe ein wenig genügsamer zu werden und mich auch an den kleinen Dingen des Lebens wieder freuen zu können.

Liebe Grüße sendet euch Farah

...und vergesst nicht: Die Würde des Menschen, auch die
einer Träumerin ist unantastbar !

Mittwoch, 6. Januar 2010

Einige Tage nach dem Coming-Out bei meinen Eltern

Collage von Bildern vom heutigen Tag
Posted by Picasa Collage mit Bildern vom heutigen Tag
Heute hatte ich Geburtstag und ich bin mal wieder froh, daß ich diesen Tag hinter mir gebracht habe. Nach den vielen Feiertagen, bin ich jedes Jahr glücklich, wenn dieser letzte Feiertag aus der Reihe der Weihnachts- und Jahresendfeiertage zu Ende geht. Wie ihr ja vielleicht gelesen habt, hatte ich am 27.12.2009 das Coming-Out bei meinen Eltern. Seit dem war ich in der schon mehrfach bei Ihnen auf Besuch. Als ich das erste mal, nach diesem Sonntag, es war am Mittwoch den 30.12.2009, bei ihnen war, hat mein Vater das Thema Transidentiät noch mal angesprochen und mir nahe gelegt, daß ich auf keinen Fall eine Vornamensänderung beantragen soll und auf keinen Fall als Frau zur Arbeit gehen sollte. Meine Mutter hatte mein Coming-Out ziemlich mitgenommen. Sie hatte mir einige Vorwürfe gemacht und wir hätten uns beinahe gestritten, wenn nicht mein Vater schlichten eingegriffen hätte. Das mein Vater besser mit der Situation umgehen kann, als meine Mutter hatte ich nicht erwartet. Ich hatte eigentlich erwartet, daß es eher umgekehrt sei. Auf alle Fälle hatten wir uns dann darauf geeinigt, daß ich mein Frau sein, in der Freizeit auslebe und sie mich so nicht sehen wollen, ganz besonders nicht meine Mutter.

Schon beim nächsten Besuch bei ihnen, war das Thema Transsexualität bzw. Transidentität kein Thema mehr. Sie verhielten sich so wie immer. Wir umarmten uns zur Begrüssung und bei der Verabschiedung und wir unterhielten uns über die gleichen Sachen, wie vor dem Coming-Out. Genau so verlief es heute, anlässlich meines Geburtstages. Meine Nichte, ihr Mann und mein Bruder waren Nachmittags zu Kaffe und Kuchen eingeladen. - Sie wissen immer noch nichts von meiner Transidentität und so soll es auch vorerst auch mal bleiben. - Jedenfalls war es heute Nachmittag so, als ob sich nichts geändert hätte.

Der heutige Tag verlief also gar nicht schlecht und ich hoffe, daß meine Eltern vielleicht doch irgendwann einmal meine weibliche Seite annehmen können und mich auch in der weiblichen Rolle akzeptieren können. So lange, das nicht der Fall ist, werde ich eben den Kompromiss eingehen und zu meinen Eltern in der von ihnen gewohnten männlichen Rolle auftreten, wobei diese männliche Rolle sich rein auf das äusserliche bezieht.

Mein Vorhaben, demnächst noch die Vornamensänderung zu beantragen, werde ich noch ein paar Monate nach hinten verschieben. Eigentlich wollte ich dies jetzt demnächst angehen, aber ich werde da doch noch ein wenig warten. Ausserdem ist ja der Meilensteine, den ich mir für dieses Vorhaben gesetzt habe, immer noch nicht ganz erreicht. Ich habe immer noch viel zu viele Barthaare im Gesicht und dieses ist die Voraussetzung, daß ich den nächsten Schritt angehen werde. Ich vermute mal, daß es noch ein gutes halbes Jahr dauern wird, bis die Haare, die noch an meinem Hals sprießen, sich soweit gelichtet haben, daß ich die Vornamensänderung beantragen kann.

Ich werde euch auf alle Fälle auf dem Laufenden halten, wie alles weiter geht.

Dienstag, 5. Januar 2010

Gastbeitrag von Farah: Manche User sind kreativ :-)

Farah transidente Reporterin
Farah Moderatorin und Reporterin
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W

Ich werde ja oft beleidigt und machmal ist es unter der Gürtellinie und auch sehr diskriminierend, manchmal geben sich die User aber auch richtig Mühe mit ihren Beleidigungen.
Ein solches Beispiel möchte ich hier aufführen. Der Verfasser bleibt anonym:

"trozdem wer bist du man
transe hin oder her
es jugt mich nicht mehr
ich bin jetzt assi schwer
und kenn dich nicht mehr
friss den teer
du hast nich den gewissen flair
ich schmeise deine brille kreuz und quer
ich hab jetzt kein bock mehr
du sichst aus wie nen typ und zu gleich ne tussy
machst gut du pussy"

beurteilt selbst ob diese Zeilen schon als Kunst
durchgehen, kreativ sind sie auf alle Fälle ;-).

Liebe Grüße sendet euch Farah

... und nicht vergessen: Die Würde des Menschen ist
unantastbar.

In Rottweil

Am Samstag haben wir dem Schwarzwaldstädtchen Rottweil einen kleinen Besuch abgestattet. Obwohl es sehr kalt war und wir schon nach wenigen Minuten angefangen haben zu frieren, haben wir versucht die schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Rottweil auf Video festzuhalten. Das Städtchen ist nicht sehr groß und der mittelalterliche Kern der Stadt sehr überschaubar. Was mich verwundert hat, waren die vielen alten Kirchen, von denen wir zwei besichtigt haben. Leider konnten wir auf Grund der Witterungsverhältnisse nicht alles sehen, was Rottweil noch zu bieten hat, aber schaut es doch einfach mal selbst an, wenn ihr in der Gegend seit und wenn ihr euch mal einen kleinen Einblick vermitteln lassen wollt, wie die Stadt so aussieht, schaut euch einfach mal das Video an:


Rottweil, 02.01.201 auf Michaelas Youtube-Kanal

Sonntag, 3. Januar 2010

And the winner is.... - Auflösung des Transgender-Gewinnspiels

Nach dem ich vor knapp zwei Wochen, das Transgender-Gewinnspiel initiert hatte, wird es heute Zeit den/die Gewinner(in) bekannt zu geben. Farah, Deutschlands erste und einzige transidente Moderatorin und ich haben die Einsendungen durchgesehen und uns für eine der Zusendungen entschieden. Wir haben anlässlich der Preisverleihung auch wieder ein Video produziert, daß ihr hier sehen könnt:



Von den Zuschriften, möchte ich Euch hier die drei vorstellen, die in die engere Wahl gekommen sind. Auf dem 3. Platz ist die Zuschrift von Christina gekommen, sie hat vorgeschlagen, typische Alltagssituationen von TS (Transsexuellen) darzustellen, z. B. wie man reagieren könnte, wenn man diskriminiert wird.

Auf dem 2. Platz kam die Zuschrift von Brigitte. Sie schlug eine Art Vermittlung von Brieffreundschaften vor.

Die Siegerin ist Nicole aus Österreich. Sie hat letztendlich gewonnen, da sie mit insgesamt 7 Vorschlägen uns sehr beeindruckt hat. Sie hat folgendes vorgeschlagen, ich zitiere aus ihrer Email:
1. kurze theaterszenen oder sketche zum thema transidentität
alltagssituationen nachstellen, diskriminierungssituationen, angstszenarien, aber auch lustiges, normales. kleine begebenheiten.
beispiel: ein sohn outet sich bei seinen eltern (oder einem elternteil) als transgender:
wie könnte so ein gespräch aussehen, wie könnten die reaktionen der eltern sein - vielleicht mehrere möglichkeiten - ein positiver ausgang, ein negativer ausgang, ein offener ausgang
am schluss ein monolog des sohnes über seine gedanken und gefühle zur jeweiligen elternreaktion.

2. litaratur - geschichtsecke
wissenswertes, skurriles - sichtweise der literatur auf transidentität - bücher und filme zum thema vorstellen. transidente protagonisten in romanen, erzählungen, theaterstücken finden und vorstellen.
geschichten transidenter menschen aus der vergangenheit finden und vorstellen - bsp. brendon teena (bzw. den film boys don´t cry) -
prominente transgender der gegenwart und vergangenheit vorstellen (portraits - wie haben sie gelebt, wofür haben sie sich eingesetzt)

3. sammeln von klichees und diese ad absurdum führen oder auch bestätigen(das hängt davon ab ob es einem passt oder nicht)
ein mann ist.....
eine frau ist....
ein transgender ist.....
warum kann eine soche einteilung keinem menschen gerecht werden. worin kann man sich finden, worin nicht. verbietet man sich selbst bestimmte dinge um den eigenen klichee, der selbst aufgestellten norm zu entsprechen ?

4. kochsendung gewürzt mit facts zum thema transgender (ich fand das mit dem weihnachtsstollen echt super und hätte gerne mehr davon)
feine, einfache rezepte und dazu/ oder dazwischen wird irgendein ausschnitt aus dem thema transidentität besprochen oder beschrieben

5. vorher - nachher - dazwischen fotoshootings
passing, styling, verschiedene outfits vorstellen
wenn jemand sich traut eben auch ein komplettes umstyling und nicht nur fotos vom endprodunkt.

6. queer clips
kurze übertrieben stilisierte, schrille, bunte, selbstironische - aber auch kritische sequenzen
was richtig verrücktes, - das würde allerdings im krassen gegensatz dazu stehen, dass ihr eigentlich das ganz ´normale´ leben zeigen wollt. aber gehört dazu nicht auch ein bisschen verrückt und ausgelassen sein ? man könnte das ja als spass und humoreinlagen sehen. was das genau sein könnte weiss ich aber auch nicht so genau. vielleicht ein augenzwinkernder blick auf die scheinbare normalität - auf dem weg könnte man auch versuchen schwer verdauliche themen zu verarbeiten oder einzubeziehen. mit humor erreicht man oft auch menschen, die sonst gleich den inneren riegel vorschieben.
man könnte hier auch pleiten, pech und pannen bei anderen aktionen einbauen.

zu allen diesen punkten liessen sich so eine art fortsetzungsfolgen drehen - im sinne einer serie, die dann im idealfall von den zuschauern weiterverfolgt wird.
man könnte sie auch untereinander kombinieren.

7.eine art wissens - gesellschaftsmagazin könnte ich mir auch gut vorstellen:
es werden verschiedene themen behandelt, vielleicht mit bildern oder filmeinschüben und wie in wissensmagazinen seriös und informativ aufgearbeitet. man könnte dann so quasi farah als aussenreporterin ins studio zuschalten, wie sie jemanden zu dem jeweiligen thema interviewt. man könnte so in gestellen oder auch realen szenen informationen weitergeben. - zum beispiel irgendeine psychologische neuigkeit, die das thema transidentität betrifft recherchieren und dann einleitend im ´studio´erklären und farah führt ein interview mit einem psychologen (schauspieler), der auf das thema eingeht.
es dürfte für meinen geschmack auch ruhig politisch sein. position beziehen zu verschiedenen themen, vielleicht auch einmal über das transgenderthema hinaus, wobei das ja eigentlich für sich schon unerschöpflich ist, weil es in soviele bereiche reingeht.

Nicole hat sich für den Gutschein von Obi entschieden, der ihr in den nächsten Tagen persönlich überreicht werden wird.

Welche der Vorschläge wir jetzt umsetzen werden, wissen wir nicht, aber wir werden versuchen, das Eine oder Andere davon in unsere Planungen und Überlegungen einfliesen zu lassen und auch umzusetzen.

Freitag, 1. Januar 2010

Gastbeitrag von Farah: Hallo mein Name ist Farah

Farah transidente Reporterin
Farah Moderatorin und Reporterin
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W

Hallo meine Lieben,
zu Beginn des neuen Jahres wird es Zeit mich euch einmal genauer vorzustellen.

Ich heiße Farah, bin gefühlte 24 Jahre alt und habe
Sozialpädagogik bzw. Soziale Arbeit in Weingarten
studiert.
Ich würde aber nicht sagen, dass ich Sozialarbeiterin
bin, sondern, dass ich in dieser Funktion arbeite oder
ausgebildet wurde. Ich finde es immer komisch wenn
Leute sich nur über ihr Studium oder ihren Beruf
definieren.
Ich bin ja ein ganzheitliches Wesen und bestehe aus
mehr als nur meinem sozialen Engagement :-)
Zum Beispiel bin ich ja auch für euch als rasende
Reporterin, Kolumnistin und Moderatorin im Einsatz.
Ich stelle Sehenswürdigkeiten rund um den Bodensee vor, biete Trangendern die Möglichkeit im Rahmen von Interviews über ihre Lebenswirklichkeit zu berichten und produziere zusammen mit Michaela noch weitere Reportagen und Berichte die ihr auf Michaelas Blog
finden könnt.
Mein Lieblingsessen ist Thunfischpizza mit viel Zwiebeln. Zu meinen Lieblingsgetränken gehört Kirschsaftschorle (Mischung aus Mineralwasser und Kirschsaft). Ich versuche auf Trennkost zu achten bzw. nach dieser Lehre zu leben, da ich festgestellt habe, dass mir diese Ernährungsweise am besten bekommt.
In meiner Freizeit mache ich Sport. Ich gehe zweimal die Woche in die Fitnessgruppe an der Universität. Außerdem treffe ich mich gerne mit Freunden zum Shoppen, Essen gehen usw. Ich sollte noch erwähnen, dass ich am schönen Bodensee wohne.
Zum Schluß möchte ich euch noch davon berichten, dass ich davon träume einmal als Moderatorin bei einem bekannten Fernsehsender zu arbeiten.
So nun wisst ihr wieder ein bisschen mehr über meine Person,
meine Vorlieben und Wünsche.
Wer mich kennenlernen will oder noch Fragen beantwortet
haben möchte darf mir schreiben.

Herzliche Grüße sendet euch Farah

und gerade zu Beginn eines neuen Jahres sollten wir nicht vergessen:
Die Würde des Menschen ist unantastbar !

Happy New Year


Happy New Year, ursprünglich hochgeladen von Michaela-W
Ich wünsche allen Lesern des Blogs ein gutes neues Jahr 2010 und hoffe, daß das neue Jahr noch besser wird, als das vergangene.