Montag, 27. März 2017

Animeserie: Küß ihn nicht mich

Am Wochenende bin ich über die Animeserie "Küss ihn nicht mich" (auf Japanisch: 私がモテてどうすんだ watashi go motete dousunda) gestolpert bzw. ich bin endlich dazu gekommen, sie mir anzuschauen. Die Serie wird im Stream auf der Seite von Anime on Demand angeboten. Dort kann man sie sich im Original mit Untertiteln anschauen.

Inhalt


Die Protagonistin der Geschichte ist Kae Serinuma, ein junges Mädchen, das die 2. Klasse der Oberschule in Japan besucht. Sie ist übergewichtig und ein Otaku. Sie steht dabei ganz besonders auf Mangas und Animes die sich dem Thema "Boys Love" (BL) widmen. Darüber liebt sie es, im echten Leben zu beobachten, wenn sich zwei Männer in zärtlicher Weise näher kommen und so hat sie in ihrem Schulaltag genügend Möglichkeiten, diese besonderen Momente auszukosten und sich an ihnen zu erfreuen. Da sie selbst durch ihr starkes Übergewicht nicht sonderlich attraktiv ist, fühlt sie sich in der Rolle der Beobachterin ganz wohl und möchte eigentlich daran auch nichts ändern.

Als der von ihr verehrte Hauptcharakter eine Animeserie stirbt, fällt sie in ein großes Loch und sie verläßt für einige Tage, ihr Zimmer nicht. Sie geht auch nicht zur Schule und sie ißt nichts. Als ihre Mutter, sie dann mit Hilfe ihres Bruders dazu bringt, das Bett zu verlassen und sich wieder dem Alltag zu widmen, hat sie überraschender Weise so viel abgenommen, daß sie jetzt plötzlich eine ganz andere Person ist. Sie ist sehr schlank und sehr attraktiv. Vor allem vier männliche Mitschüler zeigen ganz plötzlich Interesse an ihr und wollen mit ihr ausgehen.

Sie hat im Laufe der Geschichte immer wieder Probleme damit, sich mit ihrer plötzlichen Attraktivität zu arrangieren. Natürlich hat sich bei Kae nur ihr Äusseres geändert. Sie ist weiterhin eine Fujoshi, also ein weiblicher Otaku, die auf BL steht und so kommt es, daß ihre vier Verehrer z.B. auf die Winter Comiket mitgeschleppt werden, wo diese u.a. für sie Doujinshi mit entsprechenden Inhalt kaufen dürfen, was zu entsprechend witzigen Situationen führt. Dort begegnet sie einem Cosplayer, der als Sebastian aus Black Butler zurecht gemacht ist und ihr aus einer brenzligen Situation hilft. Kurz darauf, stellt sich heraus, daß dieser Black Butler, eine Mitschülerin ihrer Schule ist und selbst einen renomierten Manga Zirkel leitet. Sie heißt Shima Nishina und sie hatte sich schon vor dem ersten Treffen auf der Comiket, in Kae verliebt gehabt.

Diese kleine Gruppe rund um Kae, erleben im Laufe der Geschichte, einige lustige Dinge, bis zum Schluß als ihre 4 Verehrer und eine Verehrerin, Kae gegenüber ihre Liebe gestehen und sie bitten, sich für eine oder einen von ihnen zu entscheiden. Wie sich Kae letztendlich entscheidet, verrate ich euch hier nicht. Dazu müßt ihr die Serie schon selbst anschauen, aber so viel kann ich verraten. Der Schluß hat mir sehr gut gefallen, denn er paßt zur heiteren und lustigen Atmosphäre der Serie.

Fazit


Mir hat die Serie sehr gut gefallen. Sie war lustig und abwechslungsreich. Die Charaktere wurden interessant dargestellt und auch ausreichend detailiert, wie ich finde. Sie hat jetzt nicht sonderlich viel Tiefgang, aber es gibt doch ein paar Momente, in denen man vielleicht doch dazu angeregt wird, über das eine oder andere nachzudenken. So z.B. was macht einen Menschen attraktiv? Ist es sein Äußeres oder ist es doch die Art und Weise, wie er oder sie sich anderen Menschen gegenüber verhält? Die Serie habe ich als sehr kurzweilig erlebt und die 12 Folgen sind dementsprechend wie im Fluge vergangen. Wie schon geschrieben, hat mir das Ende sehr gut gefallen und so hat es mir auch nicht so sehr weh getan, wie bei anderen Serien, daß sie schon zu Ende war. Ich kann also diese Serie mit guten Gewissen empfehlen, die gerne mal was Lustiges anschauen wollen. Das einzige, was mich ab und zu mal etwas gestört hat, war die Darstellung der Personen, wenn sie in besonderen emotionalen Zuständen waren. Hier waren die Gesichter oftmals sehr stark überzeichnet, aber das ist jetzt reine geschmackssache und ich mag das auch bei anderen Serien nicht sonderlich, ist aber ein bekanntes Stilmittel bei Animes, wie ich feststellen konnte, vor allem bei lustigen Animes.




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