Montag, 10. April 2017

Barcamp Bodensee 2017

Am 01. und 02. April war ich bei meinem ersten Barcamp dieses Jahr. Da es sich um das Barcamp Bodensee handelte, hatte ich das Glück, daß ich nicht so weit zu fahren hatte. Dennoch mußte ich am Samstag und am Sonntag ziemlich früh aufstehen, damit ich auch rechtzeitigt in Konstanz an der Fachhochschule war. Letztes Jahr war ich ja leider nicht bei dem Barcamp, da mir gerade als ich auf dem Weg nach Konstanz war, einen Autounfall hatte, der mich dann daran hinderte, daran teilzunehmen. Dieses Jahr verlief die Fahrt nach Konstanz zum Glück ohne Probleme, obwohl ich dennoch ein komisches Gefühl hatte, als ich mich am Samstagmorgen auf den Weg nach Konstanz machte.

Auf dem Barcamp haben ca. 80 - 90 Personen teilgenommen. Einen Teil davon habe ich schon gekannt, aber es war diesesmal ein ziemlich großer Anteil von neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit dabei. Auch wenn das Barcamp in der Barcampszene Deutschlands wahrscheinlich eines der kleineren Camps ist, so waren die Themen, die dieses Mal von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgetragen wurden, ziemlich gut und interessant, wie ich finde. Ich möchte deshalb exemplarisch vier der Sessions kurz vorstellen, die ich besucht habe und die mir sehr gut gefallen haben.

Hirn Hacking for Beginners


Die erste Session, die in die gegangen bin, hatte den Titel "Hirn Hacking for Beginners" von Mikka (Twitter: @legerdemain). Er hat diese Session wohl schon auf anderen Barcamps gehalten, wie ich mitbekommen habe, aber für mich war es das erste Mal, daß ich seine Session gesehen habe. Mikka ist Neuropsychologe und forscht auf dem Gebiet der Neurologie. Sein Vortrag war ziemlich kurzweilig und ich weiß jetzt, daß es Zombies geben kann und was das "Crazy Catlady Syndrom" ist und was beides miteinander zu tun hat. Mikka hat am Sonntag nochmal eine Diskussionssession gemacht, in der man ihn und seine Begleiterin, eine Fachärztin für Notfallmedizin, die nur am Sonntag mit dabei war, alles Mögliche aus dem Bereich Neurologie und Medizin fragen konnte. Auch diese Session war ziemlich gut besucht und hat viel Anklang gefunden, wie ich finde.

Bitcoin und Blockchain für Einsteiger


Das Thema Bitcoin und Blockchain ist mir in letzter Zeit schon ziemlich oft über den Weg gelaufen. Dabei habe ich bis jetzt nicht immer richtig verstanden gehabt, was beides miteinander zu tun hat und wie beides funktioniert. Diese Session, hat ein klein wenig Licht in das Thema gebracht, wobei ich immer noch nicht richtig verstanden habe, wie die Blockchain und wie Bitcoins funktionieren. Wahrscheinlich muß ich das auch nicht bis ins kleinste wissen, aber ich habe jetzt zumindest so eine ungefähre Ahnung wie beides funktionieren könnte. Ich hoffe, ich werde demnächst noch mehr Vorträge zu dem Thema sehen können, denn ich glaube, daß Bitcoins und vor allem die Blockchain ähnliches Potential haben, die Welt zu verändern, wie es das Internet getan hat und es das immer noch tut.

Sketchnotes


Ich habe schon mehrere Sessions über Sketchnotes besucht und ich habe sogar ein oder zwei Bücher über Sketchnotes zu Hause, aber ich habe es bis jetzt leider noch nicht geschafft, Sketchnotes auch wirklich mal in einer Besprechung anzufertigen. Die Sektchnotes Session, war ziemlich gut von Marianne (Twitter: @MarianneRady) vorbereitet. Es lagen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Übungsblätter und Stifte bereit, die man nach der Session auch mitnehmen durfte. In der Session haben wir dann ganz viel geübt und gezeigt bekommen, wie man seine Notizen mit ganz einfachen Elementen verbessern kann. Ich finde es immer sehr schön, wenn ich mal Sketchnotes von anderen sehe und ich denke mir dann jedesmal, ich möchte das auch können. Ich glaube, man kann durch Sketchnotes, den Inhalt einer solchermaßen notierten Besprechung, Konferenz oder Session besser merken, als wenn man sich das einfach so aufschreibt. Meiner Erfahrung nach, schaue ich einfache Notizen meistens danach nicht mehr an und vergesse sie dann meist auch recht schnell. Bei Sketchnotes könnte ich mir dagegen vorstellen, daß ich mir diese hin und wieder mal anschaue und mich dann vielleicht auch schneller wieder den Inhalt der Notiz vergegenwärtigen kann.

Feinstaub


Der Frank (Twitter: @riedelwerk) hat am zweiten Tag eine Session über Feinstaub gehalten, die mir sehr gut gefallen hat. Er berichtete von dem Projekt, in dem jeder selbst ein kleines Feinstaubmessgerät selbst bauen kann und dieses dann über die Webseite luftdaten.info die so gewonnen Daten, allen Interessierten zur Verfügung stellen kann. Das Ziel des Projektes ist es, auf der ganzen Welt, solche Messgeräte zu platzieren und damit erstmals Daten über den Feinstaub zu liefern. Frank hat dabei einige Tips gegeben, wie man sich das Gerät am einfachsten selbst baut und wie man an die Bauteile dazu kommt. Ich finde das Projekt sehr interesant und vielleicht baue ich mir auch so ein kleines Teil und hänge dann das Meßgerät bei mir auf den Balkon. Immerhin habe ich keine Ahnung, wie die Feinstaubbelastung bei mir in Friedrichshafen ist. Ich wohne an einer ziemlich stark befahrenen Hauptstrasse und mich würde es schon interessieren, wie dort die Feinstaubbelastung ist. Das ganze klang jedenfalls alles ziemlich einfach. Was mich dann jedoch am meisten überascht hatte, war die Feinstaubbelastung zu Silvester. Als Frank die Messdaten für diesen Tag zeigte, hätte ich nicht gedacht, daß diese so hoch ausfallen würde und das es so lange dauern würde, bis sich die Feinstaubbelastung wieder normalisiert hat.

Verpflegung und Organisation des Barcamps


Die Organisatoren des Barcamps haben sich sehr viel Mühe gegeben und ich finde, daß sie alles gut sehr gut gemacht haben. Es gab an beiden Tagen ein leckeres Frühstück und auch ein sehr schmackhaftes Mittagessen. Das Frühstück haben die Personen aus dem Orgateam selbst besorgt und die Brötchen auch selbst zubereitet. Zu Mittag war ein kleiner Imbisswagen am Eingang, aus dem es dann, das sehr schmackhafte Mittagessen gab. Am Samstag haben die Damen und Herren des Imbiswagens auch noch sehr leckere Schnittchen für das Abendessen zubereitet und weil es am Sonntag kein Abendessen gab, gab es dafür am Nachmittag leckeren Kuchen. Die Getränke waren meiner Meinung nach auch in ausreichender Menge und guter Qualität vorhanden und auch die Kaffeeversorgung hat ohne Probleme funktioniert. Oliver und sein Team haben hier, wie ich finde, sehr gute Arbeit geleistet und ich danke allen, die dabei mitgeholfen haben, daß das Barcamp so gut und erfolgreich geworden ist. Auch ein große Dank gebührt den Sponsoren des Barcamps, die die gute Versorgung und den günstigen Preis des Camps ermöglicht haben.

Fazit


Neben den ganzen Sessions, die mit vielen interessanten Themen aufwarten konnten, waren natürlich auch die Gespräche ausserhalb der Sessions für mich, mindestens genau so interessant. Es ist deshalb meiner Erfahrung nach, immer ganz gut, wenn man sich für so ein Barcamp nicht zu viele Sessions vornimmt und auch immer mal bereit ist, für ein gutes Gespräch eine Session ausfallen zu lassen. Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr zum nächsten Barcamp Bodensee, auch wieder mit dabei sein und hoffe, daß es auch wieder ähnlich gut wird, wie dieses Jahr.

Sponsoren 2017

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