Montag, 15. Juni 2015

Der Zeppelinflug - das erste Mal in der Luft

Wie ihr vielleicht in einem meiner letzten Beiträge gelesen habt, habe ich bei der Blogparade "Faszination Zeppelin" mitgemacht, die anlässlich des Barcamp Bodensees ausgelobt wurde. Die Blogparade hatte einen recht straffen Zeitplan und die Bekanngabe der Gewinnerinnen und Gewinner, fand erst am Donnerstag letzter Woche per Mail statt. Wenn ihr mir auf Twittter, Instagram oder YouTube folgt, habt ihr sicher schon mitbekommen, daß ich eine der Gewinnerinnen war. Ich habe kurz vor 11.00 Uhr am Donnerstag von meinem Gewinn erfahren und war über die Nachricht sehr sehr glücklich. Es ist ja doch eine seltene Angelegenheit, daß ich mal was gewinne und dann noch einen Flug, daß ist schon was. Ich habe dann am Donnerstag noch schnell einen Tag Gleitzeit bei meinem Abteilungsleiter beantragt, was zum Glück ohne Probleme genehmigt wurde.

Am Freitag trafen wir uns um 11.30 Uhr im Zeppelin Hangar, wo es zuerst einen kleinen Sektempfang auf der Terrasse des Restaurants gab. Andrea vom Marketing und Herr Brandt, der Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin Reederei, begrüssten uns und wir hatten die Gelegenheit sich ein wenig kennenzulernen. Es war das erste Mal, daß die Zeppelin Reederei etwas mit Bloggerinnen und Bloggern zusammen gemacht hat und wie sich heraus stellte, scheint es hier ein sehr großes Potential zu geben.

Eine der Gewinnerinnen, kam leider etwas verspätet an, da sie vom westlichen Ende des Bodensees anreisen mußte und es gerade zu der Zeit eine Vollsperrung der Bundesstrasse bei Meersburg gab, weil dort ein schwerer Verkehrsunfall passiert war. Vor dem Flug mit dem Zeppelin, gab es noch einen kurzen Film über die Geschichte und die Besonderheiten des Zeppelins und gerade als der Film lief, hat die letzte von uns, es geschafft zu uns zu stossen. Sie kam gerade rechtzeitig, denn nur wenige Minuten nach ihrer Ankunft, durften wir auch schon in den Shuttlebus steigen und zum Landeplatz des Zeppelins fahren.

Es ist beeindruckend finde ich, wenn man unter dem Zeppelin steht und er gerade am Landeanflug ist. Der Passagierwechsel geschieht fliegend, was heißt, es steigen zuerst zwei Passagiere aus und danach steigen zwei Passagiere ein. Dies wird gemacht, damit das Gewicht des Zeppelins nicht zu leicht wird, sondern ungefähr gleich bleibt. Während des Passagierwechsels laufen die Motoren und das ganze Wechsel geht sehr schnell vonstatten. Nachdem wir alle unseren Platz gefunden haben und uns angeschnallt haben, startete auch schon der Zeppelin und erhob sich in die Lüfte. Dabei waren die Motren gut zu hören und waren wie ich finde auch ganz schön laut. Sie waren nach oben gerichtet, so daß sich der Zeppelin fast senkrecht nach oben bewegte. Nach einigen Metern Höhe, ich weiß nicht wie viel Meter, schwenkten die Propeller in die Horizontale und die Motorengeräusche wurden weniger und die Lautstärke der Motoren wurde sehr viel weniger und wir begannen uns fortzubewegen. Der Flug war auf eine halbe Stunde angesetzt und war ein Rundflug über Friedrichshafen.

Nach der Startphase, durften wir uns abschnallen und wir durften uns in der Kabine des Zeppelins frei bewegen, was die Meisten der Passagiere, insbesondere wir Bloggerinnen und Blogger auch ausgiebig nutzten. Ich habe währende der meisten Zeit des Flugs eine meiner Videokameras laufen gehabt und sie so am Fenster platziert, daß sie dort den Flug und die Landschaft aufnehmen konnte. Die anderen Passagiere genossen entweder den Flug, aber die meisten waren von uns waren doch ziemlich stark damit beschäftigt, dieses Erlebnis in Film und Foto festzuhalten. Ich habe versucht, hier einen guten Kompromiss zu finden, einerseits schöne Fotos zu machen und andererseits, den Flug zu geniessen.

Für mich war es das erste Mal das ich geflogen bin und ich hatte zu keiner Zeit, daß Gefühl, daß ich mich vor dem Fliegen fürchtete. Ich empfand das sanfte dahingleiten als ein aufregendes und spannendes Abenteuer, aber ein Abenteuer, das kalkulierbar ist und das Spaß macht. Immerhin kann so ein Zeppelin nicht ohne weiteres abstürzen. Selbst wenn alle Motoren auf einmal ausfallen würden, würde der Zeppelin dann nur langsam nach unten schweben, denn der Zeppelin ist ein ganz klein wenig schwerer wie Luft, so daß er die Motorkraft braucht, um fliegen zu können. Er würde aber auch nicht wie ein Stein vom Himmel fallen, denn das unbrennbare Helium in seinem Rumpf sorgt für genügend Auftrieb, so das er ganz langsam nach unten sinken würde.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war die halbe Stunde Flug viel zu schnell vorbei und der Zeppelin begann wieder in Richtung Flughafen zu fliegen und zu landen. So schnell, wie er gestartet ist, so schnell ging auch das Landemanöver vor sich. Am Boden angekommen, durften wieder zwei Passagiere aussteigen und zwei neue Passagiere einsteigen und ehe ich es versah, erhob sich der Zeppelin wieder und unsere Gruppe saß wieder im Shuttlebus und fuhr zum Zeppelin Hangar. Dort bekamen alle die an dem Flug teilgenommen haben ein Glas Sekt oder Orangensaft und eine Urkunde mit der Bestätigung, daß man an einem Zeppelinflug teilgenommen hat. Ich finde diese Art von Urkunde ganz nett, denn ich befürchte, daß ich nicht wieder so schnell das Vergnügen haben werde mit einem Zeppelin fliegen zu können. Wenn es mir möglich ist, werde ich aber so bald wie möglich nochmal fliegen und wenn es geht, auch länger. Die längsten Rundflüge die angeboten werden dauern zwei Stunden.

Nach dem Flug des Zeppelins, durften wir Gewinnerinnen und Gewinner in den Räumen von Zeppelin einen Film des Marketings anschauen, in dem ein paar Leitungen der Firma und des Luftschiffes gezeigt wurden. Es war ein sehr interessanter Film, wie ich finde. Es wurde unter anderem über das Geschäft von Zeppelin mit Good Year berichtet. Good Year hat drei Zeppeline gekauft, die bis 2017 in den USA als Werbeträger der Firma Good Year dienen sollen. Good Year ist ja auch schon lange im Besitz von Zeppelinen und die Beziehungen von Good Year und Zeppelin gehen bis in die 1930er Jahre zurück. Good Year hat damals auch die größten Zeppeline gebaut, die bis jetzt jemals gebaut wurden. Dabei handelte es sich um fliegende Flugzeugträger, die zur Küstenwacht eingesetzt wurden.

Nach dem kurzen Film und ein paar weiteren spannenden Informationen, durften wir anschliessend noch den Zeppelinhangar besichtigen. Der Hangar ist die größte freischwebende Halle Süddeutschlands und in ihr finden zwei Zeppeline platz. Zur Zeit gibt es Weltweit nur drei Zeppeline und wir hatten das Glück, zwei davon fliegen sehen zu können. Der dritte Zeppelin fliegt in den USA und gehört Good Year. In der Halle stand ein in den Farben Good Years bemaltes Zeppelincockpit und war zum Versand bereit. Wie gesagt, bis 2017 sollen noch zwei Zeppeline in den USA in Betrieb genommen werden. Wenn jemand einen Zeppelin kaufen möchte, so kann er das sicher gerne tun. Ein Zeppelin kostet in der Anschaffung EUR 15 Mio. Darin enthalten ist auch die Ausbildung der Piloten an der Zeppelin Flugschule in Friedrichshafen. Ich finde, der Preis ist im Vergleich zu anderen Fluggeräten ganz akzeptabel und das was man mit so einem Zeppelin alles machen kann, im Vergleich zu Flugzeugen oder Helikoptern ist sicher seinen Preis wert. Ich denke hier insbesondere an die Forschung. Immerhin gibt es einige Flugzeuge, die speziell zu Forschungszwecke angeschafft wurden und betrieben werden und je nach Forschungsgebiet, glaube ich, wäre hier ein Zeppelin, die optimale Plattform.

Über den Zeppelinflug habe ich auch ein kurzes Video produziert:


Vlog 12.06.2015 - Zeppelinflug auf dem YouTube-Kanal von Michaela

Was haltet ihr von einem Zeppelin? Würdet ihr auch gerne mal mitfliegen und was haltet ihr von einem Zeppelin als Träger von Forschungsgeräten? Bitte schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.

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