Montag, 29. August 2016

Anime Rezension: Saekano -How to Raise a Boring Girlfriend-

Letzte Woche bin ich auf die Animeserie Saekano -How to Raise a Boring Girlfriend- bei Crunchyroll gestossen. Da ich gerade genug von Animeserien hatte, in denen ständig ein Kampf nach dem anderen durchgefochten wird, kam mir die Serie gerade recht, denn sie machte auf mich den Eindruck, daß sie mal etwas anderes zu bieten hätte, als die sonst so üblichen Animeserien. Ich wurde in meiner Erwartung nicht enttäuscht und ich muß sagen, daß ich froh bin, diese Serie entdeckt zu haben. Sie ist erfrischend anders als andere Serien, die ich in letzter Zeit gesehen habe und sie ist nicht nur von der Geschichte her sehr gut geschrieben, sondern auch das Artwork der Serie gefällt mir sehr gut. Die Serie ist von A1-Pictures und dementsprechend sehr gut umgesetzt, wie ich finde.

Die Geschichte (Achtung Spoiler)


Tomoya Aki ist ein Schüler einer Oberschule. Das 2. Jahr der Oberstufe hat gerade begonnen, als er einem jungen Mädchen begegnet. Diese Begegnung ist schicksalshaft, denn sie inspiriert ihn dazu, ein Spiel entwickeln zu wollen, ein Dating Simulationsspiel. Tomoya ist ein bekennender Otaku und jemand, der gerne versucht, andere Personen, die keine Otakus sind, mit dem Virus des Otakutums zu infizieren. Da er kein Talent fürs Zeichnen und fürs Geschichten erzählen hat, benötigt er jemanden, der dies für ihn realisieren kann. Dazu bemüht er sich, seine Schulkameradinnen Eriri Spencer Sawamura für das Artwork zu gewinnen und Utaha Kasumigaoka für die Geschichte des Spiels. Beide Mädchen sind zuerst der Idee, an der Entwicklung eines Datingsimulationsspieles mitzuarbeiten, abgeneigt. Dies vor allem, da beide in der Vergangenheit mit Tomoya etwas erlebt haben, das sie dazu gebracht hat, sich von ihm fern zu halten. Dennoch schafft Tomoya es, beide von seiner Idee zu überzeugen. Beide Mädchen sind Idole an ihrer Schule, haben aber eine für die Öffentlichkeit unbekannte Seite. So ist Eriri eine bekannte Mangaka, die Pornomangas zeichnet und Utaha ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die Light Novells schreibt.

Gerade, als Tomoya dabei ist, seine beiden Mitstreiterinnen davon zu überzeugen, bei dem Projekt mitzumachen, trifft er auf Megumi Kato, eine Mitschülerin, die er bis dahin nicht wahrgenommen hat. Ihre besondere Fähigkeit, liegt darin, unscheinbar zu sein und von den Mitmenschen nicht wahrgenommen zu werden. Auch Tomoya wäre dies beinahe wieder passiert, bis sich Megumi bei Tomoya dafür bedankt, daß er ihre Mütze vor ein paar Tagen aufgehoben hat und ihr zurückgegeben hat. Genau dies war aber die Situation, in der Tomoya, seine Inspiration für das Spiel hatte und er merkt, daß Megumi, die Heldin seines Spiels ist. So versucht er Megumi, von seiner Idee zu überzeugen und sie bei der Entwicklung des Spiels miteinzubinden, was ihm auch gelingt. Sie beginnt sich mehr und mehr für die Dinge zu interessieren, die auch Tomoya als interessant empfindet. Leider bleibt sie eher langweilig und normal, im Gegensatz zu den anderen beiden Mitstreiterinnen. So ist Eririn die typische Tsundere und Utaha ist eher kühl und unnahbar, kann aber sehr sarkastisch und verletzend in ihren Äusserungen sein.

Im Laufe der Geschichte, kommen immer mehr Hintergundinformationen dazu, in welcher Beziehung die einzelnen Heldinnen mit Tomoya stehen und welche Schwierigkeiten sie miteinander in der Vergangenheiten hatten und auch jetzt noch haben. Relativ zum Schluß der Serie kommt noch Michiru Hyoda zum Circle (ein Circle ist eine Gruppe, in der sich Personen um die Entwicklung von Spielen, Mangas oder Light Novells bemühen) hinzu. Sie ist die die Cousine von Tomoya und sie kommt zum Circle, weil sie sehr musikalisch ist und in einer Band (Icy Tail) mitspielt. Sie soll sich im Circle um die Musik kümmern und im Gegenzug, kümmert sich Tomoya um das Managment der Gruppe Icy Tail. Michiru mag keine Otakus, allerdings merkt sie erst, daß ihre Bandmitglieder, auch alle Otakus sind und aus Liebe zu Animes, Animelieder Covern, als sie kurz vor ihrem ersten Auftritt stehen. Trotz dieses Wissens, wagt sie sich dann doch auf die Bühne und singt die Lieder, vor einem Publikum von Otakus.

Mir hat die Serie sehr gut gefallen, weil ich die Handlung und die Charaktere sehr interessant und lebensnah empfunden habe. Klar, es ist eine Animeserie und ähnlich wie in den üblichen Heldengeschichten, muß auch hier der Held und seine Truppe, viele Hürden meistern, bevor sie ihr Ziel erreichen, aber die Geschichte spielt eben in der Welt von Otakus und vermittelt dadurch eben auch etwas über das Otakutum in Japan. Ich habe z.B. durch die Serie, erst erfahren, daß die wahrscheinlich größte Comic bzw. Manga Convention in Japan stattfindet und das 2x jährlich, die Comiket. Man erfährt in der Serie was Moe bedeutet, was Dōjinshis sind und noch einiges mehr, eben alles was das Leben eines Otakus in Japan ausmacht. Wahrscheinlich bin ich selbst auch eine Otaku und ich kann mich deshalb auch sehr gut mit den Charakteren der Serie identifizieren, die ich als sehr liebenswert dargestellt empfinde. Alle haben ihre Eigenheiten und ich kann nachvollziehen, welche Gefühle sie hegen und weshalb sie so reagieren, wie sie reagieren.

Fazit


Alles in allem, kann ich allen diese Serie empfehlen, die etwas über Otakus in Japan wissen wollen, die gerne gut unterhalten werden wollen und eine "Slice of Life" Serie sehen wollen. Es soll nächstes Jahr in Japan eine zweite Staffel geben, denn ich möchte nicht unerwähnt lassen, daß am Ende der Serie, das Spiel, daß der Circle umTomoya schaffen will, noch nicht fertig ist und es wahrscheinlich noch einige Hürden zu überwinden gibt, bis sie ihr Ziel erreichen. Immerhin ist die Animeserie nur 13 Folgen lang und in Japan, sind alleine schon 10 Bände der Light Novell erschienen, die als Grundlage der Serie dient. Ich bin gespannt, ob und wann die 2. Staffel der Animeserie nach Deutschland kommen wird und ob es vielleicht auch eine deutsche Synchronfassung geben wird, denn meiner Meinung nach, hätte sie es verdient, als Blue Ray bzw. DVD auf den deutschen Markt zu kommen.

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