Mittwoch, 24. April 2019

Nach der 2. Hüftoperation

Es sind inzwischen 12 Wochen vergangen, seit dem ich mich ein weiteres Mal habe operieren lassen. Anfang Februar wurde mir in der linken Hüfte ein künstliches Gelenk eingesetzt. Das dies notwendig werden würde, war schon letztes Jahr nach der Hüftoperation rechts abzusehen. Dieses Mal hatte ich mich etwas besser auf die Operation vorbereitet, als das Jahr davor. Ich habe vorher ein wenig meine Fitness trainiert, damit ich dann nach der Op schneller wieder auf die Beine komme. Natürlich hatte ich, wie auch schon letztes Jahr Angst vor der Op, aber die Angst war nicht mehr so ausgeprägt, wie letztes Jahr. Immerhin wußte ich, was auf mich zukommen würde. Selbstverständlich gibt es dabei immer noch viele Unwägbarkeiten und jede Operation verläuft anders, wie ich dann selbst sehr schnell bemerkt habe.

Krankenhaus


Die Operation verlief sehr gut, jedenfalls sagte mir der Operateur nach dem Eingriff, dass ich dieses mal nicht so viel Blut verloren hätte, wie letztes Jahr. Das habe ich auch so empfunden, denn ich hatte das Gefühl, genügend Kraft und Ausdauer zu haben, um das zu machen, das ich machen wollte.  Ich durfte bereits einen Tag nach der Operation wieder aufstehen und ich durfte das neue Gelenk gleich richtig belasten. Dies hat auch sehr gut funktioniert. Natürlich hat es einen Tag nach der Op noch weh getan, aber Dank der Schmerzmittel, die ich bekommen habe, war es ziemlich erträglich.

Reha


Nach 8 Tagen im Krankenhaus, bin ich dann in die Reha gegangen. Ich war wieder in Bad Saulgau, so wie letztes Jahr, da ich recht gute Erfahrungen dort gemacht habe. Die Reha dauerte 3 Wochen und in der Zeit habe ich, glaube ich, mehr erreicht, als letztes Jahr während der ganzen Zeit meiner Arbeitsunfähigkeit. Jedenfalls ging es mir erstaunlich gut und ich habe dort ein paar sehr nette Leute kennengelernt. Neben den ganzen Übungen, die für die Genesung wichtig sind, ist das, sich mit anderen unterhalten zu können, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie man selbst, sehr hilfreich und gut. Die Reha ist in diesem Fall, so etwas wie eine riesige Selbsthilfegruppe, wo man sich gegenseitig unterstützen kann und sich Anregungen von den anderen Patientinnen holen kann oder einfach mal seine Gefühle äußern kann und man dort auf Verständnis stößt, da die meisten Rehapatienten ähnliches erleiden mussten.

Wieder zu Hause


Nach der Reha bin ich wieder mit dem Malteser Fahrdienst nach Hause gefahren worden. Zu Hause angekommen, habe ich dann auch gleich gemerkt, dass es doch sehr anstrengend ist, wenn man sich plötzlich wieder selbst versorgen muss. Hatte ich in der Reha noch das Gefühl, das alles super läuft und ich wenig Schmerzen hatte, so hatte ich zu Hause gleich wieder ziemlich heftige Schmerzen. Der Grund dafür war, dass ich mehr machen musste und ich mich in meiner Wohnung auch etwas anders bewegen musste als in der Reha und im Krankenhaus. Trotzdem, ging es mir nicht schlecht. Letztes Jahr hatte ich größere Probleme, mich wieder selbst zu versorgen und damals ging es ja auch.

Zu Hause habe ich natürlich weiterhin meine Übungen gemacht. Ich bin regelmäßig zur Krankengymnastik gegangen und bin regelmäßig ins Kieser-Training gegangen, bin auf dem Fahrradergometer gefahren und bin regelmäßig Spazieren gegangen. All dies hat mir sehr gut getan. Ich konnte schon in der Reha mit Hilfe von Wanderstöcken gehen und konnte auf die Krücken verzichten. Kürzere Strecken konnte ich ohne Hilfsmittel gehen. Die Zeit zu Hause, hat mir sehr gut getan und ich habe sehr gute Fortschritte gemacht, wie ich finde.

Wieder arbeitsfähig


Nach 11 Wochen bin ich wieder zum Arbeiten gegangen. Der erste Arbeitstag, war nach einer so langen Pause etwas anstrengend, aber die Anstrengung hielt sich zum Glück in Grenzen. Meine Hüfte hat nach einem Tag im Büro dann doch noch ein wenig geschmerzt und ich war froh, dass ich den Tag hinter mich gebracht hatte.

Ich bin sehr froh, dass ich diese beiden Operationen innerhalb eines Jahres habe durchführen lassen. Ich kann mich inzwischen fast schmerzfrei bewegen und was für mich am wichtigsten ist, ich wache Nachts nicht mehr durch die Schmerzen in meinen Hüften auf und kann endlich wieder durchschlafen. Ich hoffe, es geht weiterhin so gut aufwärts und ich hoffe, dass ich im Oktober dann meine Reise nach Tokyo ohne irgendwelche Gelenkschmerzen genießen kann.

1 Kommentar:

  1. Oh je, du Arme.
    Ich hoffe du bist bald komplett schmerzfrei und kannst im Herbst deine Japanreise in vollen Zügen genießen.
    Ganz liebe Grüße an dich

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