Donnerstag, 4. Juli 2019

Das Barcamp Bodensee 2019

Vom 28.06 bis zum 30.06. 2019 fand in Friedrichshafen in den Räumlichkeiten der Zeppelin Universität am Seemoser Horn, das Barcamp Bodensee statt. Ich war nur Samstag und Sonntag mit dabei. Es war für mich das 2. Mal, daß ich an dem Barcamp in Friedrichshafen dabei war. Da ich in Friedrichshafen wohne, war es deshalb für mich sehr angenehm, daran teilzunehmen, allerdings habe ich gemerkt, daß ich noch nicht so richtig fit war. Immerhin war ich in der Woche am Dienstag und am Mittwoch auf einer Dienstreise und ich konnte mich von den Anstrengungen vom Dienstag noch nicht so richtig erholen (siehe dazu Die Völklinger Hütte und die Saarschleife).

Der 1. Tag


Am Samstag ging es erst mal mit einem kleinen Frühstück los und danach mit der obligatorischen Vorstellungsrunde, in der jeder sich kurz mit seinem Namen und drei Hashtags vorstellt. Da das Barcamp dieses Jahr etwas weniger Teilnehmer hatte, als die Jahre zuvor, ging diese Vorstellungsrunde sehr schnell und im Anschluss ging es mit der Vorstellung der Sessions weiter. Es waren ein paar interessante Sessions dabei und ich hatte mal wieder die Qual der Wahl.

Die erste Session, in die ich ging, war "Raus aus der Einsamkeit" von Ursula, die ich sehr interessant fand, da ich mich auch oft einsam fühle und wenn ich so mein Leben betrachte, nicht sehr viele Freundinnen habe. Meine Familie besteht im Augenblick nur noch aus meinen Eltern, die in in Friedrichshafen leben, alle anderen Verwandte leben sehr sehr weit vom Bodensee entfernt, was eine echte Verbundenheit mit ihnen nicht zulässt. In der nächsten Session ging es dann weiter über ein Projekt, das Alex Schnapper aus Frankfurt vorstellte. Er stellte uns einen mobilen Feinstaubsensor vor, der zwar ähnlich wie der Sensor des luftdaten.info Projektes aus Stuttgart funktioniert, aber das Besondere an dem Projekt vom Alex, ist eben, dass das Messgerät mobil betrieben werden kann und auch mobil die Daten via LoRaWAN versenden kann. Ich fand dies Session sehr interessant, vor allem, dass die Luftmessung mobil erfolgen soll, allerdings ist das Projekt noch in einem sehr frühen Stadium und im Augenblick noch nicht so weit, dass es für technisch nicht sehr erfahrene Bastlerinnen bzw. Bastler geeignet wäre. Was für mich neu war, war die Art, wie die Daten versendet werden sollen, nämlich über LoRaWAN. Diese Art Kommunikation, kannte ich bis dahin noch nicht.

Nach drei Sessions gab es dann auch schon das Mittagessen, wobei ich die dritte Session habe ausfallen lassen. Es gab von einem Catering Kässpätzle und Gulasch. Es war sehr sehr gut und ich habe ein wenig zuviel gegessen. Zum Glück sind die Räumlichkeiten in der Zeppelin Universität am Seemoser Horn klimatisiert, sonst hätte ich glaube ich nach dem üppigen Mittagessen erst mal einen Schweißausbruch erlitten. Am Samstag und auch am Sonntag war es sehr sehr heiß. Die Außentemperaturen lagen deutlich über 30°C und ich war froh, dass es eine Klimaanlage gab. In manchen Räumen war es schon fast wieder etwas zu kühl.

Um 14.00 Uhr ging es dann mit den Sessions weiter. Hier habe ich in der ersten Nachmittagssession, das Thema "Gewaltfreie Kommunikation" gewählt, das uns Anett vorgetragen hat. Das Thema habe ich vor ein paar Jahren auch schon mal für mich entdeckt und ich hatte damals ein kleines Buch darüber gelesen, allerdings habe ich es bis jetzt nur sehr selten angewendet, da es manchmal doch ein wenig schwierig ist, wenn man gewaltfrei kommunizieren möchte. Prinzipiell finde ich die Idee sehr spannend und ich werde versuchen, dieses Thema wieder etwas mehr zu beachten.

Die nächste Session hielt, die vermutlich jüngste Teilnehmerin. Sie hatte das Thema  "Gender" gewählt. Ich war sehr überrascht, wie aufgeklärt sie in dem Alter ist, wenn ich das mit meiner Jugend vergleiche. Es war allerdings keine Präsentation, sondern eine Diskussionsrunde, in der sehr viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren.

Nach dem eher gesellschaftlichen Thema bin ich in den Vortrag über "Videotutorials" gegangen. Der Vortrag vom Wolfgang war sehr gut vorbereitet und er hat uns gezeigt, wie er für Kunden Videotutorials aufnimmt und worauf es zu achten gilt. Als es zum Thema Audio kam, konnte ich auch ein wenig dazu beitragen. Den Anwesenden war die Seite auphonic nicht bekannt, mit deren Hilfe, man seine Audioaufnahmen sehr einfach verbessern kann und ohne, dass man sich selbst mit so etwas wie Kompression und Equilizer auskennen muss.

Die letzte Session des Tages war für mich, die über Datenschutz. Bianca aus Stuttgart berichtete über ihre Erfahrungen, als sie ihre Daten von einigen der großen Diensten, wie facebook, Amazon und Apple angefordert hat. Ich fand ihre Aussagen sehr interessant, vor allem, dass wohl Amazon bei einem Teil ihrer Daten, Schwierigkeiten hatte, diese zu liefern.

Nach dem Abendessen bin ich dann nach Hause gefahren. Ich habe die danach stattgefundene Werwolf-Session verpaßt, aber wie ich gehört habe, soll diese sehr lustig gewesen sein.

Der 2. Tag


Am Sonntag ging es ähnlich los, wie am Samstag, nur das eben die Vorstellungsrunde ausblieb. Ich habe eine Session über die "Japanische Sprache" vorgestellt und dann auch gleich im ersten Slot am Vormittag gehalten. Ich war sehr überrascht, wie viele Leute Interesse daran hatten. Ich komme ja selten dazu, einen Vortrag oder eine Präsentation zu halten, weshalb ich ein wenig nervös war. Die Session war auch sehr spontan. Ich hatte mich nur gedanklich darauf vorbereitet und konnte keine vorbereitete Session mit PowerPoint vorweisen. Ich denke, ich konnte das wesentliche, was ich mitteilen wollte, vermitteln und ich hoffe, die Session war für die Zuhörerinnen und Zuhörer interessant.

In der zweiten Session am Vormittag ging es um Fotografie, die für mich auch ganz interessant war, denn ich fotografiere sehr gerne und seit ein paar Jahren, fast nur noch mit dem Smartphone. Am Sonntag gab es am Vormittag nur zwei Sessions, weil zum einen die Teilnehmerzahl leider abgenommen hatte und zum anderen, weil wir etwas später als am Samstag angefangen hatten.

Das Mittagessen bestand aus einem Hamburger, der auf dem Rasen vor der Zeppelin Universität frisch gebraten wurde. Der Hamburger war sehr lecker und wie ich gehört habe, war auch der vegetarische Burger sehr gut. Die Portionen waren sehr groß und ein paar der Teilnehmerinnen haben es nicht geschafft, alles aufzuessen.

Die letzte Session, an der ich am Sonntag teilnahm ging der Frage nach, welche Möglichkeiten ein kleines Unternehmen hat seine Daten zu sichern und wie sie ihre Dateien wieder finden kann. Es ging also um so etwas wie Cloudspeicher, NAS, Back-Ups aber auch um Dokumenten Management Systeme (DMS) und Dateistrukturen.

Nach dieser Fragerunde musste ich dann leider gehen, denn ich wollte noch bei meinen Eltern vorbei schauen, denn ich bin leider die einzige Person, die regelmäßig bei meinen Eltern nach dem Rechten schaut und die Besorgungen erledigt (Meine Eltern sind beide über 90 Jahre alt und kommen leider nicht mehr aus der Wohnung raus, die im 2. Stockwerk, ohne Fahrstuhl, liegt).

Das nächste Barcamp Bodensee wird nächstes Jahr am 25. und 26. April in Konstanz an der HTWG stattfinden und ich hoffe, ich kann dann auch wieder mit dabei sein. Mir hat es jedenfalls wieder sehr gut gefallen und es war eine sehr schöne Abwechslung vom Alltag. Es war, wie @kischtrine in einem Tweet geschrieben hat, wie als wenn man Urlaub hätte. Ich glaube, es ist auch wie Urlaub, nämlich Urlaub vom Alltag und man kann immer wieder etwas Neues entdecken. Natürlich lernt man auch immer wieder neue nette und aufgeschlossene Menschen bei so einen Event kennen. Das nächste Barcamp das für mich in Frage kommt, wäre das Barcamp Stuttgart, zu dem ich mich schon mal angemeldet habe und ein Hotelzimmer reserviert habe.

Es gibt auch noch einen Vlog von mir vom Barcamp.



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