Dienstag, 17. September 2019

Barcamp Stuttgart 2019

Letztes Wochenende (13.09.2019 - 15.09.2019) war das Barcamp Stuttgart. Es war das dritte Mal, dass ich bei diesem Barcamp teilgenommen habe. Das letzte Mal war ich 2016 dort. Es sind also drei Jahre vergangen, seit ich das letzte Mal im Hospitalhof in Stuttgart war und ich kann mich noch sehr gut an dieses Barcamp erinnern (siehe "Barcamp Stuttgart 2016"). Ich hatte mich zwar letztes Jahr auch angemeldet, aber mir ging es letztes Jahr zu dem Zeitpunkt nicht sonderlich gut, so das ich meine Anmeldung habe verfallen lassen. Dieses Jahr geht es mir wesentlich besser und so konnte ich mit Freuden zu dem Barcamp fahren.

Anreise


Ich bin dieses Jahr, das erste Mal, nach langer Zeit mal wieder mit dem Zug gefahren. Meine Überlegung dazu war, dass ich, falls ich mit dem Auto fahren würde, ich nicht nur das Benzin zu den Fahrtkosten rechne, sondern auch noch die Parkgebühren, die Fahrt mit der Bahn sehr viel billiger ist, als wenn ich selbst mit dem Auto nach Stuttgart gefahren wäre. Außerdem war die Fahrt nicht so anstrengend, als wenn ich selbst gefahren wäre.
Die Rückfahrt fand ich ein wenig unbequem, denn ich habe den Fehler gemacht, dass ich mir einen Sitz in einen der Sitzreihen ausgesucht hatte und ich musste feststellen, dass die Sitze sehr sehr eng sind. Da waren selbst die Sitze im Flixbus besser und ich hätte mehr Beinfreiheit gehabt, als bei der Bahn, genauer gesagt, mit der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH, die auf der Südbahn, doppelstöckige Waggons einsetzt. Wie gesagt, ich hatte keine Beinfreiheit und ich kann die Fahrt, dort nur empfehlen, wenn man sich nicht in eine der normalen Sitzreihen des Großraumabteils setzt oder man ist etwas kleiner, als ich es bin. Ansonsten verlief die Hin- und Rückfahrt sehr entspannt und ich bin gut nach Stuttgart und auch wieder nach Hause nach Friedrichshafen gekommen.

Vorabendtreffen


Das Barcamp beginnt, wie schon die letzten Male, bereits am Freitagabend, mit dem Vorabendtreffen. Hier gibt es noch keine Sessions, sondern, das Treffen dient einfach nur dazu, sich ein wenig kennen zu lernen und vielleicht diejenigen Personen wieder zu treffen, die man schon von anderen ähnlichen Events her kennt. Dieses Mal war das Vorabendtreffen im Hospitalhof und wir haben von Jan, dem Organisator des Barcamps, einen Gutschein über EUR 10,-- bekommen, mit dem wir uns etwas zu Essen in der Yuícery holen konnten. Mir hat das Essen sehr gut geschmeckt und ich war auch sehr von dem Erdnußeis begeistert, das ich mir etwas später noch gegönnt habe. Auch die anderen Eissorten, die dort angeboten wurden waren sehr lecker, jedenfalls diejenigen, die ich neben dem Erdnusseis ausprobiert habe. Alle Sachen in der Yuícery sind übrigens vegan.

1. Tag


Der erste Tag des Barcamps begann, wie gewohnt mit einem Frühstück. Anschließend kam die Vorstellungsrunde und im Anschluss daran, die Sessionvorstellung. Die erste Session startete dann um 11.30 Uhr und direkt nach der ersten Session war dann auch schon das Mittagessen.

Eine der ersten Sessions, an der ich teilgenommen habe, ging der Frage nach, ob Religion noch notwendig sei und ob sie in der heutigen Zeit nicht überholt ist. Die Diskussionsrunde fand ich sehr interessant, vor allem, weil es neben einigen AtheisteInnen und AgnostikerInnen auch einige gläubige Menschen gab, darunter sogar einen evangelischen Pfarrer. Dementsprechend, war die Diskussion sehr lebhaft. Natürlich war es nicht möglich, in einer 3/4 Stunde, alle Aspekte dieses Themas abzuhandeln, aber mir hat die Diskussionsrunde sehr gut gefallen und es war eine gute Möglichkeit, einige neue Aspekte für mich mitnehmen zu können.

Eine weitere Session, die mir gut in Erinnerung geblieben ist, war eine Session, die sich mit dem Thema Rassismus und Diskriminierung auseinander setzte. Die Session hieß glaube ich "Alte weiße Männer" und hat mir einige neue Sichtweisen vermitteln können. Ich habe dabei gemerkt, dass ich leider nicht ganz frei vom Alltagsrassismus bin  und ich mich noch ein wenig besser über das Thema informieren muss. Gerade diskriminierende Ausdrücke und Äußerungen, merkt man glaube ich erst dann, dass sie diskriminierend sind, wenn man selbst betroffen ist. Da ich selbst einer Minderheit angehöre, die oft und gerne diskriminiert wird, möchte ich natürlich niemanden anderen selbst diskriminieren. Das ist manchmal nicht einfach, denn es erfordert, gewohnte Denkmuster zu verlassen und die Sprache und Ansichten, die man verinnerlicht hat zu hinterfragen und diese zu ändern.

2. Tag


Der zweite Tag begann wieder mit einem Frühstück und dann wieder mit einer Sessionvorstellungsrunde. Eine der Sessions, an der ich teilgenommen habe, vermittelte ein paar Tipps, wie man ganz legal an günstige Fahrten mit der Bahn kommt. Der Vortragende hat seine Erkenntnisse auch als eBook veröffentlicht. Das Buch heißt "Günstig Bahn fahren" (amazon-affiliate Link) und vermittelt einige Erkenntnisse, die der Autor und Vortragende, selbst im Umgang mit den unterschiedlichen Buchungsportalen der Bahn, gemacht hat. So erfährt man z.B., dass die Buchung einer Sitzplatzreservierung auf dem Portal der Tschechischen Staatsbahn bzw. der ÖBB, billiger sein kann, als wenn man das auf dem Portal der DB macht.

Das Thema Elektromobilität, war natürlich auch auf dem Barcamp ein Thema. So hat der Hauptsponsor des Barcamps über seine Erfahrungen mit Elektromobilität gesprochen. Er besitzt seit ein paar Jahren einen Tesla und ich fand, seine Schilderungen sehr aufschlussreich. Ich bin schon seit einiger Zeit am überlegen, ob ich mir als nächstes Auto, nicht doch ein Elektroauto zulegen soll. Leider ist dies zur Zeit für mich keine wirkliche Option, da ich zur Zeit noch keine Möglichkeit habe, ein Elektroauto in meiner Tiefgarage laden zu lassen. Ich hoffe aber, dass sich dies in den nächsten Jahren ändern wird, entweder weil die Eigentümerversammlung sich dem Thema annimmt und die notwendige Infrastruktur aufbauen lässt oder sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern und die Eigentümer der Wohnanlage, in der ich wohne gezwungen werden die Infrastruktur bereit stellen zu lassen. Da ich selbst eine der Eigentümerinnen bin, werde ich dieses Thema bei der nächsten Eigentümerversammlung auf die Tagesordnung bringen und mal schauen, wie die Reaktionen darauf sind.

Fazit


Das Barcamp Stuttgart war wieder mal eine schöne und inspirierende Abwechslung vom Alltag. Es hat mir sehr gut getan, nette Menschen zu treffen, bei dem ich meistens das Gefühl hatte, dass wir auf der selben Wellenlänge liegen. Neben den Sessions, finde ich diesen Austausch als sehr wichtig und gibt mir Kraft den Alltag zu bestehen. Ich möchte gerne noch mehr Barcamps oder ähnliche Veranstaltungen besuchen. Ich werde mal schauen, was sich demnächst anbietet und was ich mir leisten kann.

Warst du auch schon einmal auf einem Barcamp? Wenn ja auf welchen und wie hat es dir gefallen? Welche Barcamps kannst du mir empfehlen? Ich kenne bis jetzt nur das Barcamp Bodensee und Stuttgart. Ähnliche Veranstaltungen mit sehr viel mehr TeilnehmerInnen wären noch die re:publica und der Chaos Communication Congress, die ich beide kenne.

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