Samstag, 29. Oktober 2011

Gastbeitrag von Farah: Wenn Kinder "anders" fühlen...



Liebe Leserinnen und Leser,
es ist nun schon wieder einige Monate her, dass ich mich das letzte Mal mit einem Gastbeitrag gemeldet habe und dieses Mal ist es mir eine besondere Herzensangelegenheit.

Ich finde Kinder sind unsere Zukunft und Kinder sind in meinen Augen vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft und ihre Rechte bzw. das Kindeswohl sollten gewahrt werden. Gerade die Rechte und die Würde von transidenten Kindern werden häufig aber übersehen und dadurch mit Füssen getreten.

Transidente Kinder leben nicht nur mit dem Widerspruch, dass ihre Gefühle nicht zu ihrem Körper passen, sondern „müssen“ auch damit zurecht kommen, dass ihr Verhalten (was natürlich ist und was die Kinder einfach selbstverständlich leben) bei ihren Mitmenschen und vor allem bei Erwachsenen auf Ablehnung bzw. Unverständnis und Irritation stößt.

Dabei macht ein transidentes Kind nichts Schlimmes oder Falsches, im Gegenteil es folgt seiner Seele und seinem inneren Empfinden. Es zieht nicht die Kleidung des anderen Geschlechts an, sondern trägt die Kleidungsstücke, die zu seinem Erleben und Fühlen passen.

Die Eltern sollten ihr transidentes Kind also so zur Schule oder in den Kindergarten gehen lassen wie es sich wohl fühlt und es vor sozialer Ausgrenzung schützen, indem sie zu ihm stehen und sein Selbstwertgefühl dadurch stärken. Die Schule und die anderen Kinder haben die große Chance durch die Begegnung und den Kontakt mit einem transidenten Kind ihre eigene Identität auszubilden und das ist eine große Chance für alle Beteiligten. Wie sich in unserer letzten Umfrage herausgestellt hat weiss eine Mehrheit der Bundesbürger nämlich nicht was sie letztendlich zu einem Mann oder einer Frau macht.

Ein transidentes Kind weiss genau was es fühlt und diese Tatsache macht es einzigartig und anders und das wäre eigentlich ein Gewinn wenn nicht die Gesellschaft und leider oft auch die eigenen Eltern diese Einzigartigkeit aus Angst und Unsicherheit und mangelndem Wissen mit Ablehnung und Distanz bestrafen würden.

Im Video fasse ich noch mal die wichtigsten Tipps und Hinweise zusammen damit ein transidentes Kind trotz sozialem Drucks möglichst unbeschadet und mit genügend Selbstvertrauen aufwachsen und vielleicht sogar glücklich werden kann.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit und richte mich heute speziell an die Eltern eines transidenten Kindes: „Vergesst bitte nicht euer Kind liebt euch und ihr solltet es auch so lieben wie es ist, denn eure und seine Würde ist unantastbar.“

Herzliche Grüße sendet euch Moderatorin & Reporterin Farah, die hoffentlich auch als Sozialpädagogin für kurze Momente euer Herz berühren konnte und euch im Sinne der Aufklärung Wissen vermitteln durfte.


Moderatorin Farah hilft transidenten Kindern und deren Eltern 
auf dem YouTube-Kanal von Menschen dieser Erde

Kommentare:

  1. Transsexuelle Kinder haben weniger mit Erwachsenen dafür mehr mit Gleichaltrigen Probleme in Form von Intolleranz und Ausgrenzung was besonders in der Schule der Fall ist.

    Ich denke nicht das Farahs Video was bewegt, welche Eltern holen sich schon bitte Tipps auf Youtube?

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Anonym! Ich möchte nur mal ganz allgemein auf deine Frage antworten. Viele Eltern schauen YouTube-Videos und holen sich da auch Tipps. Nicht umsonst hat der Kanal "Elternplanet" (bitte unbedingt anschauen) fast 14 000 Abonnenten. :-) LG Pero

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