Montag, 10. Oktober 2011

Buchrezension: Das Labyrinth der Träumenden Bücher



Lang erwartet, nun endlich im Handel, "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers. Ich habe schon vor Monaten, das Buch bei Amazon vorbestellt und ich habe mich sehr auf die Fortsetzung der Abenteuer von Hildegunst von Mythenmetz gefreut.

Hildegunst von Mythenmetz, der größte zamonische Schriftsteller, berichtet in diesem Buch 200 Jahre nach den Ereignissen in Buchhaim, die ihn dazu brachte das legendäre Buch "Die Stadt der Träumenden Bücher" zu schreiben, wieso er nach den schrecklichen Ereignissen von damals, wieder den Weg nach Buchhaim gefunden hat und was er dort erlebt hat. Hildegunst von Mythenmetz ist wie gesagt, berühmt, hoch dekoriert, u.a. mit dem Zamonischen Literaturpreis. Leider hat sein Erfolg dazu geführt, daß er überheblich wurde und so von sich eingenommen ist, daß er völlig die Bodenhaftung verloren hat. Durch einen kurzen Brief, den er eines Tages in seiner Post findet, wird er jäh aus seiner Überheblickeit gerissen und er macht sich auf nach Buchhaim. Von dort stammt der geheimnisvolle Brief und er möcht herausfinden, wer diesen Brief geschrieben hat und wie es 200 Jahren nach dem großen Brand in Buchhaim aussieht. Er verläßt also sein gemütliches Zuhause auf der Lindwurmfeste und begibt sich in die Stadt der träumenden Bücher.

In Buchhaim, der Stadt der Literatur und der Bücher in Zamonien, wurde nach dem großen Brand, an dem Hildgunst von Mythenmetz nicht ganz unschuldig war, in großen Teilen wieder aufgebaut. In den letzten 200 Jahren haben sich aber auch Sachen entwickelt, die an Hildegunst von Mythenmetz vorbei gegangen sind. So lernt er erst hier in Buchhaim den Puppetismus kennen. Puppenspiel, das ist Puppetismus, aber nicht nur einfache Kasperl- oder Marionettentheater, nein Puppenspiel in vielfältigster Form finder er hier in Buchhaim vor. Gerade im Puppeacircus Maximus trifft er auf die wohl höchste Form des Puppenspiels. Er erlebt an Hand einer Vorführung des Stückes "Die Stadt der Träumenden Bücher", was ja er selbst geschrieben hatte, was Puppenspiel heute in Buchhaim bedeutet. Fortan interessiert er sich für den Puppetismus und versucht alles über diese Kunstform zu erfahren. Während seiner Recherchen, lernt er auch den Direktor des Puppeacirucs Maximus kenne, der sich als Onkel des Phistomefel Smeik herausstellt. Ihr erinnert euch doch noch sicher an Phistomefel Smeik, die Haifischmade, die damals vor 200 Jahren Hildegunst von Mythenmetz in die Katakomben von Buchhaim gelockt hatte und versucht hat, ihn dort umzubringen. Der Onkel 200 Jahre erklärt ihm, daß er dem guten Teil der Familie Smeik angehört und bietet Hildegunst, der natürlich inkognito bei Maestro Corodiak vorstellig wird, eine einmalige Vorstellung an. Er darf einer Vorstellung des unsichtbaren Theaters beiwohnen.




Hildegunst von Mythenmetz läßt hier in dem Roman, in der Übersetzung aus dem Zamonischen von Walter Moers, wieder einmal in seiner altbekannten Art und Weise eine Welt vor dem geistigen Auge enstehen, die es mir als Leserin, schwerfiel, mich von dem Buch zu trennen und es auch mal wieder zur Seite zu legen. Er berichtet alle Erlebnisse in einer Genauigkeit und in einer Sprache, die mir sehr gut gefallen hat. Dabei wirkt das alles nicht langatmig oder unnütz auf mich. Allerdings hat das Buch einen sehr großen Mangel, wie ich finde, nämlich, daß das Buch, als es richtig spannend zu werden scheint, einfach aufhört, mit dem Verweis auf das nächste Buch. In einem Nachwort von Walter Moers, erklärt er, wieso dieses Buch einfach abruppt aufhört und die Geschicht nicht weiter erzählt wird.

Dennoch, trotzt dieses Mangels, als Buchliebhaberin und Fan der Geschichten von Hildegunst von Mythenetz ist dieses Buch seinen Preis wert und ich hoffe, daß der nächste Teil, von "Das Labyrinth der Träumdenden Bücher" bald fertig wird und im Handel erscheinen wird


Buchrezension: Das Labyrinth der Träumenden Bücher auf dem YouTube-Kanal von Michaelas Welt

Kommentare:

  1. Ich stimme Ihnen zu, dass viele Ideen des Buches toll sind. Allerdings 420 Seiten damit zu füllen, indem man sie lose aneinander reiht und ein Buch, dass nur am Rande vom Labyrinth handelt "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" zu nennen ist kein guter Stil. Weite strecken wirken öde und langatmig und nicht selten habe ich mich gefragt, ob Moers nicht vom Orm verlassen ist.

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  2. Koennte es sein, dass es sich um eine einzige Mythenmetsche Abschweifung handelt?

    Nichtsdestotrotz habe ich persoenlich dieses Buch genossen und finde es gar nicht so langweilig, wie oft gesagt wird.

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  3. Mann muss sich nur die Frage stellen:"Möchte ich es nochmal lesen ?" Bis jetzt war mein Gedanke immer "JA" .Bei Rumo sogar "Jetzt gleich".Aber hier habe ich mich gefragt "Wofür".

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