Donnerstag, 4. Januar 2007

Einkaufen

Nachdem ich heute Morgen erst mal ausgeschlafen habe, denn ich habe heute und morgen Urlaub genommen, habe ich erst mal ein wenig aufgeräumt und sauber gemacht. Nachdem ich mich dann erst mal gründlich rasiert habe und noch mal ein kleines Nickerchen zu Mittag gemacht habe, habe ich mich geschminkt. Ich habe diesmal auf die Uhr geschaut und ich habe für alles ca. 25 min. gebraucht. Nachdem ich mich fertig gerichtet habe, gehe ich los. Ich war mir bis vorhin noch nicht ganz klar, wo ich eigentlich hin soll, aber letztendlich entscheide ich mich für das Einkaufszentrum in Eriskirch. Dazu muß ich allerdings mit dem Auto fahren, aber da ich noch einen Kasten Mineralwasser kaufen möchte, würde ich auch mit dem Auto fahren, wenn ich ins Bodenseeecenter gehen würde. Während des Weges durch das Treppenhaus bin ich sehr ruhig und so gut wie nicht aufgeregt. Natürlich kommt mir niemand entgegen. An der Tür zur Tiefgarage angekommen, höre ich schon, daß da jemand in der Garage ist. Ich öffne ganz vorsichtig einen spaltbreit die Tür und sehe, daß ein Parknachbar sein Auto einparkt. Hm. was soll ich jetzt machen, warten bis er weg ist oder einfach an ihm vorbei stiefeln? Ich entscheide mich für letzteres, mir ist es egal, ob er mich sieht. Ich fühle mich auch sehr gut und öffne also die Tür und gehe an ihm vorbei. Als ich aus der Tiefgarage fahre, sehe ich, daß der junge Herr nicht in der Wohnanlage wohnt und wohl nur den Stellplatz hier gemietet hat. Ich fahre nach Eriskirch und gehe dort in Kaufland. Ich brauch nicht viel, nur ein paar Kosmetiktücher, Wattestäbchen und ein wenig Gemüse oder Obst und natürlich einen Kasten Mineralwasser. Entsprechend kurz fällt der Gang durch das Kaufland aus. In der Gemüseabteilung schaut mich ein älterer Herr etwas länger an, als es üblich wäre, merkt er was? Ist mir egal und ich schaue ihn in die Augen. Er schaut weg. Mir ist es hier ziemlich egal, ob mich jemand als transsexuelle Frau erkennt. Ich fühle mich einfach nur wohl und merke, daß es mir die letzten Tage gefehlt hat, Frau sein zu können. Zu Hause bin ich zwar normalerweise auch in weiblichem Outfit, aber eben nicht unbedingt mit Perücke, nicht geschminkt und auch nicht unbedingt mit BH und den dazugehörigen Brustprothesen. An der Kasse falle ich auch nicht auf, ich merke jedenfalls nicht, daß jemand schaut. Auf dem Weg nach draussen, fällt mir ein, daß ich ja die Gelegenheit nutzen könnte und mal in dem Schuhgeschäft mit dem großen D rein schauen könnte. Nachdem ich meine Sachen im Auto verstaut habe, setze ich mich jedoch gleich ins Auto und fahre wieder nach Hause. Zu Hause, gehe ich noch schnell zum Briefkasten und schaue nach Post. Dazu muß ich kurz vor die Haustür und es ist mir ziemlich egal, ob mich jemand sehen könnte. Es merkt ja sowieso keiner und ich bin so wie ich bin ich selbst. Der ganze Einkauf hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert und ich bedaure, daß ich mich gleich wieder abschminken muß, denn ich möchte noch eine Stunde Yogaübungen machen und das sollte man, denke ich ohne Schminke und Make-Up machen.

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