Montag, 19. April 2010

Der letzte Urlaubstag

Letzte Woche hatte ich ja Urlaub und mir hat diese Woche sehr gut getan. Ich war ein paar Mal mit Farah in Konstanz und Umgebung unterwegs. Das Beste war unsere Einkaufstour am Donnerstag. Ich habe dabei doch tatsächlich den Rock in der passenden Größe gefunden, den ich bereits am Montag schon mal in Konstanz anprobiert hatte, damals allerdings in einer zu kleinen Größe. Ja, manchmal muß man eben nach Singen zum Einkaufen fahren, um was passendes zu finden. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen diesen Rock in meiner Größe gefunden zu haben.

Gestern am Sonntag habe ich dann die Woche mit Farah und Michaela ausklingen lassen. Wenn ihr die Videos vom Transgender-Euregio-Treff kennt, dann kennt ihr ja vielleicht schon Michaela aus Radolfzell. Sie hat uns auch schon mal ein Interview, zusammen mit ihrer Freundin Bettina, gegeben. Sie hatte für die 4. Gewerbeschau in Hilzingen ein paar Gutscheine bekommen und hat uns eingeladen, sie bei dieser Gewerbeschau zu begleiten. Farah und ich haben diese Einladung gerne angenommen. Leider verlief unser Besuch auf der Gewerbeschau nicht ganz so, wie wir das erwartet hatten. Ich hatte, gleich am ersten Stand der Schau, den Eindruck, daß die anwesenden Leute uns anstierten, als kämen wir vom Mars. Das war ziemlich unangenehm und leider wurde das Gefühl nicht besser. Michaela aus Radolfzell hat das von uns Dreien noch am Besten weggesteckt. Wir haben aber trotz des unguten Gefühls, noch ein ganz kurzes Video über unseren Besuch auf der Gewerbeschau in Hilzingen gedreht. Ach ja, den oben erwähnten Rock habe ich am Sonntag getragen. Ihr könnt also selbst beurteilen, ob er mir steht oder nicht, denn ich bin auch im Video zu sehen.



Hier noch ein paar Worte von mir, die ich gestern Abend aufgenommen habe, als ich in Konstanz/Staad auf die Fähre nach Meersburg warten musste. Ich habe dabei noch ein kurzes Resümee über den gestrigen Sonntag gezogen.

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Kommentare:

  1. Natürlich kenne ich solche Erlebnisse aus meiner Anfangszeit noch gut genug. Aber man darf das auch nicht missdeuten. Oft werden wir einfach nur wahrgenommen. Mehr nicht.
    Das sind nicht gleich abfällig Blicke, sondern einfach ein Hingucken, Bemerken und Wahrnehmen.
    Mein Tipp: Solange es keine deutlichen Zeichen von Ablehnung gibt, einfach Kopf hoch und durch. T-Girl and proud of it :-)
    Ich selbst gucke ja auch, wenn ich jemanden bemerke, der sich in irgendeiner Weise von anderen unterscheidet. Hingucken ist erlaubt.
    Herzliche Grüße aus Kiel, Svena

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  2. Hallo, ihr Beiden!
    Ich verrate euch hier meinen alten Trick, den ich schon seit Jahren anwende, bevor ich von zu Hause losgehe. Und damit habe ich in 98 von 100 Fällen Erfolg: Ich stelle mich vor meinen großen Spiegel und betrachte mich sehr, sehr kritisch. Ist das Ergebnis der Selbstkontrolle positiv, dann kann mir Nichts und Niemand etwas anhaben. "Ich bin ich und alle anderen sind Frisöre". Versucht es einmal, es funktioniert wirklich! Freundliche Grüße, Claudia aus Kiel.

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  3. Das mit dem Schauen musst Du nicht überbewerten. Die Leute sehen schließlich etwas, was sie nicht jeden Tag zu sehen bekommen. Also lass ihnen doch den Spaß, wir sind schließlich eine Abwechselung in ihrem langweiligen Alltag.
    Nur einen Fehler darfst Du nicht machen, versuche Dich nicht "unsichtbar" zu machen, Das geht mit Sicherheit schief und Du wirst erst Recht zum Ziel der Blicke. Also, wie Svenja schon schrieb, "Kopf hoch und lächeln". Was meinst Du, wie schnell sie weg schauen, wenn Du sie anlächelst. :-)

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  4. Ich finde das alles völliger Blödsinn, wenn man Nylons und nen kurzen Rock anzieht und dann auch noch nen neon Mantel drüber und mit Ob Beinen auf Heels UND verschränkten Armen rumrennt muss sich auch nicht wundern wenn geglotzt wird.

    Also entweder anpassen und man hat seine Ruhe
    oder
    sich anziehen wie man will aber sich dann auch bitte nicht beschweren.

    MFG
    Christina

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