Montag, 28. März 2011

Buchrezension: Spektrum von Sergej Lukianenko

Martin ist ein Läufer, so werden diejenigen genannt, die ohne grossen Probleme durch die Tore der Schliesser gehen können. Die Schliesser kamen vor ein paar Jahren auf die Erde und haben sie an ihr Netz der Sternentore angeschlossen. Inzwischen existieren einige Tore auf der Erde und jeder Mensch der durch diese Tore tritt, kann danach automatisch die Sprache "Touristisch" sprechen. So können sich Ausserirdische von den verschiedenen Welten miteinander verständigen. Um durch ein Tor gehen zu können, muß man lediglich einem Schliesser eine Geschichte erzählen. Wird die Geschichte akzeptiert, darf man durch das Tor gehen und auf eine andere Welt reisen. Aber nicht jede Geschichte wird akzeptiert und so kann es passieren, daß man in einer Welt festsitzt, weil die Schliesser, die Geschichte, die man ihnen erzählt hat, nicht genehem ist. Welche Kriterien sie anlegen damit eine Geschichte akzeptiert wird ist nicht ganz klar und so bleibt das Reisen doch immer ein kleines Glücksspiel, bei dem man auch verlieren kann. Wie gesagt Martin ist ein Läufer, der es bisher immer geschafft hat nach Hause zu kommen und durch die Tore gehen durfte. Martin verdient sich damit sein Leben, er ist Privatdetektiv. Eines Tages bekommt er den Auftrag, ein junges 17jähriges Mädchen wieder zu finden, die in eine der vielen Welten gereist ist. Zuerst sieht es nach einem Routinefall aus, doch bald zeigt sich, daß der Fall komplizierter geartet ist als angenommen und als dann auch noch der russische Geheimdienst sein Interesse an der Auflösung des Verschwindens von Irina bekundet, wird es noch komplizierter. Es stellt sich heraus, daß es um nicht weniger als das Überleben der Menschheit und der Schliesser im Universum geht. Martin muß mehrere ausserirdische Welten bereisen und lernt dort die unterschiedlichsten Kulturen von Ausserirdischen kennen und er stellt fest das die verschiedenen Spezies mehr verbindet als nur die Tore der Schliesser. Auf was ist das Mädchen da nur gestossen und kann er sich selbst, Irina und die Welt retten?

Ich habe das Buch als Hörbuch begonnen und nach ca. 300 Seiten das Buch als ebook weiter gelesen (siehe dazu: Technikreview: Sony PRS 350 Pocket Edition ebook Reader). Das Buch hat knapp über 700 Seiten und es liest sich sehr gut. Sergej Lukianenko ist ein wie ich finde sehr guter Schriftsteller, dem es Spaß macht zu erzählen. Er schmückt die Geschichte mit vielen Nebensächlichkeiten aus, die zwar für den Fortgang der Erzählung nichts beitragen, die aber für die Atmosphäre beitragen. Hier wird die Geschichte immer wieder mal unterbrochen und es wird beschrieben, wie Martin zu Hause in Moskau lebt, wie er kocht oder sich betrinkt. Mich hat diese Unterbrechung des Geschichtsflusses manchmal etwas gestört, so daß ich an solchen Stellen im Buch einfach etwas oberflächlicher und schneller gelesen habe um zu erfahren, ob Martin die Gesuchte finden wird und ob er sie nach Hause bringen kann. Ich fand die Geschichte sehr spannend und einfallsreich beschrieben. Klar es ist ja auch ein Science-Fiction Roman, wobei das einzig fantastische, die Tore zu anderen Welten waren und die dortigen ausserirdischen Bewohner. Die Welt hier befindet sich auf dem jetzigen Entwicklungsstand und Russland, denn dort spielt die Geschichte, wenn sie nicht gerade auf einem fernen Planeten ihren Fortgang nimmt, hat die Probleme, dies es auch heute hat. So bietet der Roman auch einen kleinen Einblick in den heutigen russischen Alltag und in die russische Seele.

Spektrum * ist ungekürzt und exklusiv als Hörbuch bei www.audible.de erhältlich.Sprecher des Hörbuches ist David Nathan, der auch schon andere Bücher von Sergej Lukianenko vorgelesen hat. Ich finde ihn einen sehr guten Sprecher. Er versucht durch unterschiedliche Tonfälle, den verschiedenen Personen Leben zu verleihen und ich finde, daß ihm dies sehr gut gelingt. Ich höre ihm sehr gerne zu und ich kann nicht nur das Buch empfehlen, sondern auch als Hörbuch. Wie schon oben gesagt, habe ich das Buch als ebook gelesen und ich mir hat diese Art zu lesen sehr gut gefallen. Das Ebook habe ich bei buch.de gekauft.



Buchrezension: Spektrum von Sergej Lukianenko
auf dem YouTube-Kanal von Michaela


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