Mittwoch, 30. März 2011

Hörbuchrezension: Tiere Essen von Jonathan Safran Foer


Jonathan Safran Foer berichtet in seinem Buch "Tiere Essen" über die amerikanischen Verhältnisse in der Massentierhaltung. Dazu hat er mehrere Farmer bzw. Betreiber von industriellen Tierhaltungsstätten besucht und teilweise interviewt. In seinem Buch berichtet er über die Beobachtungen und über die Erfahrungen, die er dabei gewonnen hat. Einen grossen Teil, seines Buches berichtet er über die Zustände in diesen industriellen Betrieben und dem Vergleich zu traditionellen Betrieben. Aus dem Vergleich zwischen den traditionellen Farmbetrieben und den industriellen Massentierhaltungsbetrieben versucht er dem Leser bzw. Hörer (ich habe das Buch als Hörbuch gehört) zu verdeutlichen, welche Konsequenzen ungebremstes Gewinnstreben in der industriellen Landwirtschaft für die Lebensweise der Tiere hat und welche Rolle jeder einzelne als Konsument spielt. Er beschreibt, wie die Tiere, egal ob es sich dabei um Geflügel, Schweine, Rinder oder Fische handelt, leiden müssen, bevor sie als billiges Nahrungsmittel auf dem Tisch des Verbrauchers landen. Jonathan Safran Foer zieht am Ende des Buches für sich die Konsequenz, daß er sich in Zukunft vegetarisch ernähren wird und er begründet seine Entscheidung auch so, daß man als Leser, dieser Entscheidung folgen kann. Das Buch ist ein Sachbuch, das im Reportagestil, die Beobachtungen, die Herr Foer macht, beschreibt. Er beschreibt aber nicht nur, die Sachverhalte, sondern kommentiert sie auch und bewertet sie moralisch, aber nicht so, daß man als Verbraucher ein schlechtes Gewissen bekommen müsste. Man muß sich beim lesen/hören des Buches nicht schlecht fühlen, denn er schreibt nicht, wie ich finde, oberlehrerhaft oder mit erhobenen Zeigefinger. Wie gesagt, das Buch ist ziemlich sachlich gehalten.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, welches ich bei www.audible.de herunter geladen habe. Das Hörbuch ist gekürzt. Der Sprecher des Hörbuches ist Ralph Caspers. Er liest das Buch sehr flüssig und deutlich vor. Allerdings hatte ich das Gefühl, daß einerseits durch den Schreibstil und der Sprechweise von Ralph Caspers das Hörbuch ziemlich kühl und emotionslos auf mich gewirkt hat. Wenn ich dieses Hörbuch mit dem von Karen Duve "Anständig Essen" vergleiche, so hat mir das Hörbuch von Karen Duve sehr viel besser gefallen. Aber wahrscheinlich kann man die beiden Bücher gar nicht miteinander vergleichen, auch wenn es oberflächlich gesehen, in beiden Büchern um das Essen in der heutigen Zeit geht. Wenn ich für das Hörbuch Sterne oder Kopfhörer (wie bei HörbuchFM) vergeben müsste oder dürfte, so würde dieses Hörbuch von mir 3 von 5 Kopfhörer bekommen.

Ich vermute, daß die Verhältnisse in der europäischen Massentierhaltung ganz ähnlich sind wie in der amerikanischen. Ich ziehe für mich aus diesen Erkenntnissen, die mir ja so eigentlich nicht neu sind, die Konsequenz, daß ich versuchen werde, weniger Fleisch zu essen. Nein, ich werde nicht zur Vegetarierin werden, aber ich muß nicht jeden Tag Fleisch oder Fisch essen und wenn, dann werde ich versuchen, Fleisch oder Fisch zu essen, welches aus artgerechter Haltung stammt (Bio) und hoffe, daß die Tiere, nicht all zu sehr leiden mußten, bevor sie geschlachtet wurden. Vielleicht werde ich auch irgendwann einmal auch ganz auf Fleisch verzichten, mal sehen.



Hörbuchrezension: Tiere Essen von Jonathan Safran Foer
auf dem YouTube-Kanal von Michaela

4 Kommentare:

  1. @Anononym

    Man sollte schon soviel Arsch in der Hose haben etwas mehr zu sagen als das Wort was du geschrieben hast. Ausserdem ist Michaela keine Schwuchtel sondern eine Frau. Auch im Pass. Aber Leute wie Du werden das nie raffen. Dumme sprüche und höchstwahrscheinlich selber eine "schwuchtel"

    @Michaela

    Ich hoffe Du machst dir nichts aus diesem Kommentar. Ich finde es gut so wie du es machst.

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  2. @danny Keine Angst, aus solchen Kommentaren mache ich mir nicht. Sie belustigen mich eher. Immerhin beweißt der anonyme Kommentarschreiber, daß er keine Ahnung hat, intolerant ist und respektlos ist.
    Mir fällt dazu der Spruch ein "Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen." (Gustav Heinemann; Quelle: Wikipedia).

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  3. Gut gekontert, liebe Michaela!

    LG, Jenni

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