Freitag, 13. November 2009

Gastbeitrag von Farah: Warum ich den Begriff Transgender so mag

Hallo meine Lieben,
heute erkläre ich euch warum ich den Begriff
Transgender so mag bzw. mich als transidente Frau
bezeichne.

Ich bin zwar mit einem biologisch
"männlichen" Körper zur Welt gekommen, fühle
mich aber als Frau.
Ich lebe und fühle wie eine Frau oder trete zumindest
in der "weiblichen" Rolle auf. Wie Bio-Frauen oder Frauen
im Allgemeinen sich fühlen weiß ich nicht. Ich glaube
auch nicht, dass es dafür Standards gibt auch wenn uns
die Gesellschaft und allen voran die Medien dies gerne
einreden wollen.
Ich fühle, denke und handle "weiblich" zumindest würde
ich mein Handeln, Denken und Fühlen als
"weiblich" einstufen. Wobei ich wie die
meisten menschlichen Wesen natürlich auch
"männliche" Anteile und Eigenschaften
besitze.
Wenn man sich genauer mit diesen Themen beschäftigt
merkt man, dass viele Eigenschaften gar nicht in
"männlich" und "weiblich"
aufgeteilt werden sollten bzw. aufgeteilt werden
können.
Ich mag den Begriff Transgender, er beschreibt das
Überschreiten von Geschlechtergrenzen,
Rollenerwartungen und widerlegt "männliche"
und "weibliche" Klischees.

Herzliche Grüße sendet euch Deutschlands erste
Transgender-Reporterin bzw. transidente Moderatorin
Farah

...und nicht vergessen: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

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Kommentare:

  1. Hallo Farah, das hast du sehr gut geschrieben und ganz prima ausgedrückt. Du kennst ja meine Meinung dazu: Transsexuell ist doof, weil darin sexuell vorkommt und damit hat es nichts zu tun. Gemeint ist Transgeschlechtlich.
    Ich selbst sage inzwischen oft nur noch trans. ich bin trans, oder sie ist trans. Das Wort ist einfach weniger sperrig in Mund un Ohr.
    Toller Beitrag!

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  2. Hallo Svenja,

    der Begriff Transgeschlechtlich finde ich klasse. Ein fast deutsches Wort und vielleicht auch leichter zu verstehen als alle anderen Trans* Wörter.

    Ich werde ihn mir ganz sicher merken und sicher auch öfters mal benutzen.

    GLG vom Bodensee,

    Michaela

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  3. sollte man nicht einfach statt weiblich oder männlich, menschlich fühlen?

    Wer entscheidet eigentlich, was weiblich der männlich ist?

    Liebe Grüsse
    Brigitte

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