Freitag, 20. November 2009

Transgender Day of Remembrance

Heute am 20. November wird der Transgender Day of Remembrance begangen. Dieser Tag wurde von Gwendolyn Ann Smith gegründet um an die Ermordung von Rita Hester im Jahre 1998 zu erinnern. Seit dem verbreitet sich dieser Gedenktag über die ganze Welt, um an all diejenigen Transgender zu erinnnern, die im letzten Jahr aus Hass und wegen bestehender Vorurteile gegenüber Transgendern ermordet wurden. Anlässlich dieses Gedenktages, zeige ich euch hier ein kleines Video, das von Linday Stone stammt und an all die ermordeten Transgender des Jahres 2009 erinnert:



Hier ist noch ein Video, das noch mehr Opfer der weit verbreiteten Ablehnung und Hass gegenüber Transgendern dokumentiert:



Mehr Informationen zum Transgender Day of Remembrance kannst du hier finden:
http://www.transgenderdor.org/

Kommentare:

  1. TDoR - Berlin

    Liebe Leute,

    heute vor 10 Jahren fand der erste Transgender Day of Remembrance in San Francisco statt.
    Seitdem gedenken weltweit Menschen der Ermordeten Trans*-Personen.
    Wir schauen nicht weg, wir sehen die heutigen Zahlen bis November (allein diesen Jahres 162 Morde) und sagen, dass das Erinnern eine hohe Priorität haben muss.

    Im gleichen Zug brauchen wir Aufmerksamkeit!!!

    So dass Situationen, wie diesen Jahres in der Frobenstraße in Berlin/Schöneberg* nicht mehr geschehen und zum Alltag gehören!

    Ihr seht und wisst: Es geht um das Gedenken an die Toten, aber vor allem auch um den Abbau von Diskriminierung und Gewalt, die auch in Berlin zum Alltag gehören!!!

    Wir begehen den Transgender Day of Remembrance am 21.11.2009, ab 16 Uhr am Nachmittag im Rathaus Schöneberg.

    Macht mobil, macht darauf aufmerksam! Seid dabei!

    *Mehrere Männer haben auf der Straße Sexarbeiter_innen mit Metallstangen und Messern attackiert und sehr schwer verletzt. Mindestens zwei Personen lagen mehrere Wochen im Krankenhaus.

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  2. Liebe Michaela

    den ersten Video konnte ich nicht schauen, da bekam ich nur eine Fehlermeldung.
    Der zweite ... traurig. Soviel Intolleranz überall.

    Liebe Grüsse
    Brigitte

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  3. wer als nutte arbeitet muss sich nich wundern irgentwann ermordet zu werden, es werden nich mehr transgender umgebracht als menschen also halte ich das ganze für etwas übertrieben.

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  4. @Anonym (wer immer dies auch sein mag) ... hast du eigentlich mal durchgelesen, was du da geschrieben hast? Das kann doch nicht dein Ernst sein.

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  5. @Brigitte

    Vielleicht meinte er nur, daß die Arbeit als Prostituierte unter Umständen lebensgefährlich sein kann und daß die Zahl der Mordopfer, die Transgender sind, statistisch nicht auffällig sind.

    Tatsächlich gesagt hat er aber etwas anderes:
    — daß Prostituierte selber schuld sind, wenn sie ermordet werden und
    — daß Transgender keine Menschen sind ("es werden nich mehr transgender umgebracht als menschen") und
    — daß Morde eben passieren und man sich damit arrangieren müsse.

    Nein, lieber @Anonymus, damit muß man sich nicht arrangieren. Sonst bräuchte es ja auch keine Kripo.
    Und wenn Transgender als Prostituierte arbeiten, dann liegt das wohl in den allermeisten Fällen nicht daran, daß sie das so toll finden, sondern daß ihnen einfach nichts anderes übrig bleibt. Nicht nur als Angestellte, selbst als Freiberufler müssen Transgender mit Diskriminierung bis zur sozialen und ökonomischen Existenzbedrohung rechnen. Erst kürzlich hörte ich von einer Mann-zu-Frau-Transgender, die von einer Bundesbehörde (!) keine Aufträge mehr bekam, nachdem sie sich geoutet hatte. Antidiskriminierungsgesetz? Pah!
    Und ich möchte an dieser Stelle auch nichts von Sozialhilfe hören, die diejenigen, die keinen Job finden, ja beantragen könnten. Erstens, gilt der deutsche Sozialstaat nicht weltweit. Zweitens, wer je erlebt hat, wie mit Menschen auf dem Sozialamt umgegangen wird, ahnt, was einem bekennenden Transgender dort blüht.

    Daß (auch) Transgender ermordet werden, ist außerdem nicht einfach ein statistischer Zufall (und das gilt ja im übrigen für jeden Mord), sondern hat in der Regel ursächlich etwas mit der Transgender-Identität zu tun. Wenn also Leute sich dafür engagieren, daß Transgender einen selbstverständlichen und gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft einnehmen können, ist es deren gutes Recht, den Opfern der schlimmsten Form der Diskriminierung, nämlich der physischen Eliminierung, zu gedenken.

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