Donnerstag, 26. August 2010

Buchrezension: Garou von Leonie Swann

Garou und Schaf
Garou und Schaf
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W
Schafe und Thriller, passt das denn irgendwie zusammen. Als ich das erste Mal, das Buch "Garou" von Leonie Swann sah und laß, daß es ein Schaf-Thriller ist, wurde ich sofort neugierig. Es ist schon das zweite Buch, das Leonie Swann über die Schafe von Glenkill geschrieben hat. Bereits in ihrem Debütt-Roman haben die Schafe einen mysteriösen Mordfall aufgeklärt und nachdem die neue Eigentümerin der Schafsherde, zusammen mit ihnen eine neue Bleibe in Frankreich gefunden hat, geht es auch gleich sehr mysteriös weiter. Die Herde und ihre Schäferin Rebecca, sind bei einem alten Schloss untergekommen, doch was sie bei der Auswahl ihres Quartieres nicht wußte, ist die Tatsache, daß hier bereits ein paar Jahre zuvor einmal eine Schafsherde war. Von dieser Schafsherde ist aber nur noch ein Bock übrig, der Rest der ehemaligen Herde ist unter sehr seltsamen Umständen umgekommen. Es geht das Gerücht um, daß dieses Morden, die Tat eines Werwolfs (franz. Garou) war und das er nicht nur die damalige Schafsherde auf dem Gewissen hat, sondern auch die vielen, im Wald immer wieder gefundenen und verstümmelten Rehe. Auch manche Bewohner des Schlosses benehmen sich befremdlich, was wohl daran liegt, daß das Schloss früher einmal als psychiatriche Klinik gentutzt wurde und ein paar der Patienten inzwischen als Personal im Schloss arbeiten.

Die Schafe von Glenkill, haben es nicht leicht. Sie haben eine Schafsweide, die neben einer Ziegenweide liegt. Die Ziegen benehmen sich seltsam, eben wie Ziegen und sie verstehen die Menschen nicht, die in Frankreich leben und warum sind sie überhaupt weg aus Irland. Aber das Leben der Schafe dreht sich eigentlich nur um das Futter, die Wolle, ihre Schäferin und die Geschichten, die sie ihnen gelegentlich vorliest. So lange sie genügend Heu und Kraftfutter bekommen, ist für sie die Welt in Ordnung. Erst als die ersten Gerüchte über den Garou aufkommen, verbreitet durch die Ziegen, werden die Schafe nervös und aus ihrer Ordnung heraus gestossen. Sie spüren ganz instiktiv, daß es möglicherweise, bald wieder zu so einem Vorfall kommen könnte, wie schon einmal ein paar Jahre zuvor und sie diesmal rot und tot im Schnee liegen könnten. Aber sie ergeben sich nicht in ihr Schicksal und so beginnen die Ermittlungsarbeiten der Schafe.

Mir hat ganz besonders die Ruhe und die Herzenswärme gefallen, die die Schafe ausstrahlen. Ihre Weltsicht ist zwar ziemlich eingeschränkt, aber sie sind bereit, Neues zu lernen und sich den Gefahren auszusetzen, die hinter dem Weidezaun liegen. Wenn man die Geschichte liest, muß man diese Schafe einfach gern haben und ich fand es sehr interessant, aber auch etwas verstörend, sich einmal in die Gedankenwelt von Schafe zu begeben. Die Spannung der Geschichte steigert sich von Kapitel zu Kapitel und erst ganz zum Schluß erfährt man, was es mit dem Garou, dem Schloss und seinen Bewohnern auf sich hat. Wer also Lust hat, mal eine ganz neue Erfahrung bei der Ermittlung eines Verbrechens zu machen, den kann ich dieses Buch nur empfehlen. Nicht umsonst befindet es sich zur Zeit auf Platz 7 in der Spiegel Bestseller Bellestrik - Liste und ich finde ganz zurecht. Mir hat das Buch jedenfalls sehr gefallen. Wenn ihr jetzt noch mehr wissen möcht, wie mir das Buch gefallen hat, so schaut meine Buchrezension hier im Video an:



Buchrezension: Garou von Leonie Swann auf dem YouTube-Kanal von Michaela


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