Dienstag, 5. Juni 2012

Bombenalarm in Friedrichshafen



Feuerwehr in der Göthestrasse in Friedrichshafen, wegen eines Bombenalarms
Feuerwehr im Einsatz
Als ich heute Abend in Friedrichshafen nach Hause gekommen bin und in die Goethestrasse einbiegen wollte, war diese mit Verkehrshütchen abgesperrt und mit Warnschildern versehen. Die Pylonen waren tatsächlich so gestellt, daß ich nicht abbiegen konnte und so mußte ich einen Umweg fahren, in der Hoffnung, über eine der Seitenstrassen in die Goethestrasse gelangen zu können. Ich hätte nur 20 Meter in die Strasse einfahren müssen, dann hätte ich in die Tiefgarage abbiegen können, aber dies war mir nicht möglich. Auch die Seitenstrassen waren hermetisch abgeriegelt, so daß auch von dort aus niemand in die Göthestrasse hätte hineinfahren können. Zu dem Zeitpunkt, wußte ich noch nicht, wieso diese Sperrung stattfand, denn es war kein Brand auszumachen, obwohl die Feuerwehr da war.

Die Bombe
Bei einer der Absperrungen in den Seitenstrassen, hatte ich die Gelegenheit, einen Mitarbeiter der Technichen Werke Friedrichshafens (TWF) fragen zu können, was denn los sei. Von ihm erfuhr ich, daß eine Bombe bei Baggerarbeiten gefunden wurde und deshalb alles abgesperrt war und das es nicht möglich sei, die Absperrung für mich zu öffnen, da sonst andere Anwohner gleiches Recht in Anspruch nehmen würden. Ausserdem erfuhr ich, daß alle Beteiligten, auf den Kampfmittelräumdienst aus Sindelfingen warten würden. Ich suchte darauf hin erst mal einen Parkplatz für mein Auto, denn in die Tiefgarage konnte ich ja nicht hinein fahren. Ich mußte also einen etwas weiteren Weg nach Hause gehen, aber ich konnte noch in meine Wohnung. Ich hatte schon befürchtet, daß eventuell noch alle umliegenden Häuser geräumt werden müssten, wenn die Bombe entschärft werden würde. Ich wußte ja nicht, wie groß die Bombe war und wie gefährlich sie war.

Die Bombe wird verstaut
 Ich habe mir deshalb erst mal etwas zu Essen gemacht und mir einen leckeren Matcha-Tee gegönnt, der mich dann auch wieder wach machte, denn ich habe mich nach dem Arbeitstag mal wieder ziemlich ausgelaugt und müde angefühlt. Nach dem Essen habe ich dann ab und zu mal aus dem Fenster geschaut um zu kontrollieren, ob die Feuerwehr immer noch da ist und die Einfahrt zu meiner Tiefgarage versperrrt. Dabei habe ich dann auch die Ankuft des Kampfmittleräumdienstes bemerkt, der so gegen 19.00 Uhr eintraf. Da ich nicht untätig warten wollte, habe ich meine Kamera geschnappt und habe ein paar Fotos gemacht und bin noch auf die Strasse gangen um das Geschen besser und aus grösserer Nähe beobachten zu können. Ich war nicht die Einzige mit einer Kamera, denn es war auch Presse vor Ort und sogar ein Kamerateam von Regio TV Bodensee, die ja ihren Sitz gleich um die Ecke haben. Eine der Damen, ich weiß nicht ob sie von einer Zeitung kam oder nicht, fragte mich noch, ob ich von der Zeitung sei, was ich verneinen mußte. Wenn man eine große Kamera dabei hat, ist dies oft der bessere Presseausweis, habe ich so im Gefühl, als ein Stück Papier. Immerhin ist mir das schon einmal passiert, daß ich gefragt wurde, ob ich von der Presse sei. Irgendwie bin ich ja auch journalistisch tätig, denn ich blogge, also bin ich auch von der Presse. Ich werde glaube ich in Zukunft einfach sagen ich bin von der Presse.

Die Bombe wird abtransportiert
 Der Kampfmittelräumdienst hat sich die Bombe anscheinend erst mal angeschaut, denn ich konnte lange Zeit nichts bemerken, bzw. sehen, daß in der Baugrube etwas passieren würde. Ich machte mir schon sorgen, was passieren würde, wenn es sich um eine große Bombe handeln würde und diese explodieren würde. Ich malte mir schon aus, daß ich in dem Fall wohl bei meinen Eltern unterkommen müßte, wobei mir der Ausgang der Geschichte gar nicht gefallen würde. Doch dann ging es plötzlich ganz schnell, die zwei Herren vom Kampfmittelräumdienst holten die Bombe aus der Grube und dabei konnte ich dann sehen, daß es sich dabei um eine sehr kleine Bombe handelte, eher um eine Granate, als um eine Bombe, denn bei Bombe denke ich immer an Fliegerbombe und zwar an sehr große Bomben und nicht an so etwas, das die Herren aus der Grube hoben. Sicher, auch so kleine Dinger können gefährlich sein und müssen von Experten beseitigt werden. Aber ich war dann doch irgendwie enttäuscht, daß das Teil so klein war.

Die Bombe kommt in den Wagen
des Kampfmittelräumdienstes
Die Bombe wurde in einen hermetisch verschliessbaren Zylinder eingepackt, so daß keine Luft dran kommen konnte, denn ich habe dann mitbekommen, daß der Verdacht bestand, daß es sich um eine Phosphorgranate hätte handeln können. Der Baggerfahrer, der auf das Geschoß aus dem 2. Weltkrieg gestossen ist, berichtete anscheinend, daß Rauch aufgestiegen war. Dadurch erklärte sich auch die Aufregung, die herrschte, immerhin ist mit so einer Brandbombe nicht zu spassen, aber wahrscheinlich wäre nicht viel passiert, selbst wenn sie hoch gegangen wäre, was aber doch sehr sehr unwahrscheinlich gewesen wäre. Immerhin lag die Bombe seit dem 2. Weltkrieg dort und es ist die letzten 60, 70 Jahre nichts passiert. 

Da ist die Bombe drin
Ich vermute mal, daß dies nicht der letzte Sprengsatz aus dem 2. Weltkrieg war, den man hier in Friedrichshafen gefunden hat. Immerhin wurde Friedrichshafen, während des Krieges sehr stark bombardiert und fast vollständig zerstört und dabei sind auch sicher viele Blindgänger mit dabei gewesen, die heute noch auf ihre Entdeckung warten. Ich hoffe aber, daß es nur noch so kleine Granaten sind, die in der Erde schlummern wie heute eine gefunden wurde und keine 500 Kg Bomben, die bei einer Explosion, gleich ein ganzes Stadviertel demolieren könnten. Was mich auch sehr verwundert hat, war die Tatsache, daß der Kampfmittelräumdienst aus Sindelfingen angereist kam. Dies sind immerhin gute 2 Stunden Fahrzeit entfernt, aber wahrscheinlich lohnt es sich nicht, auch noch im Süden des Landes einen Ableger anzusiedeln. Zum Glück ist nichts passiert und ich konnte, als dann alle wieder weg waren, mein Auto wieder auf den Stellplatz in der Tiefgarage stellen.

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Kommentare:

  1. Michaela es tut mir leid bitte entblocke mich wieder :(
    http://www.facebook.com/Zahnfee3?ref=tn_tnmn

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    1. Sorry, eine Zahnfee3 habe ich nicht geblockt.

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    2. doch ich bins Emre Güney....ich hatte unter deinem Foto geschrieben: anstatt mal deine Schuhe zu fotografieren könntest du mal mit nach Interviewgästen suchen.
      es tut mir echt leid :( kannst du mich wieder entblocken? :(

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    3. Für Em Re habe ich die Blockade aufgehoben.

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