Donnerstag, 10. November 2011

Mein Auftritt bei On3 Südwild in Lindenberg



In Lindenberg bei On3 Südwild
In Lindenberg bei On3 Südwild
Ursprünglich hochgeladen von Michaela-W
Heute war es so weit, ich hatte meinen großen Auftritt im Fernsehen. Wie ich schon in meinem Beitrag Dreharbeiten in Friedrichshafen berichtet habe, wurde über mich ein kleiner Beitrag (Das eine sein, das andere fühlen) vom Bayrischen Rundfunk produziert und heute im Rahmen der Live Sendung bei On3 Südwild in Lindenberg auf BR α ausgestrahlt. Klar, Farah und ich hätten so einen Beitrag sicher etwas anders gestaltet, aber im großen und ganzen finde ich den Beitrag sehr gut gelungen. Alledings bin ich schon ein wenig enttäuscht, daß wir vor 2 Wochen fast 5 Stunden Zeit für die Dreharbeiten investiert haben und es nur ein Beitrag geworden ist, der nicht mal 4 Minuten geht.

Wie gesagt, heute war ich Live im Fernsehen und es war für mich eine weitere neue Erfahrung. Meine Freundin Farah, war so nett und hat mich mit nach Lindenberg begleitet und hat mir moralischen Beistand geleistet. Natürlich haben wir zusammen ein Video über den heutigen Tag gedreht.


Moderatorin Farah begleitet Michaela zu On3 Südwild 
auf dem YouTube-Kanal von Menschen dieser Erde

Nachtrag: Ich habe noch einen Podcast zu dem Thema aufgenommen der wie immer über Audioboo zu erreichen ist: Mein Live-Auftritt im Fernsehen bei On3 Südwild

Kommentare:

  1. Das mit der Kürze ist leider beim Fernsehen oder im Radio meistens so. Ein Tag Arbeit für 1:20…

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  2. Hallo Helga,

    ja das scheint so zu sein, aber ich ich verstehe es auch, da ich ja auch gelegentlich mal ein Video produziere und merke, daß es erst mal wichtig ist, Material zu haben.

    LG Michaela

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  3. Ja, der Beitrag ist recht kurz, und auch der Informationsgehalt ist nicht besonders hoch. Viel grundsätzlich Neues - was man nicht auch in ähnlichen Minireportagen bereits gehört hat - bietet er nicht.

    Aber: er zeigt Dich oft in alltäglichen, vermeintlich unbeobachteten Situationen - und das hat wirklich Charme! Dabei entsteht eine überraschende Harmonie, die indirekt vermittelt, daß Du Dein Leben in vielen Punkten (Job, Hobbies etc.) so weiterlebst wie zuvor, dabei lediglich die Geschlechterrolle gewechselt hast. Auch wenn es sich in Wirklichkeit etwas komplizierter verhält (was ja auch in der kurzen Sequenz zum Verhältnis zu Deinen Eltern angedeutet wird), ist die Außenwirkung enorm. Transidente Menschen sind keine Paradiesvögel, keine gestörten Persönlichkeiten und werden auch nicht von lebenslangen Depressionen gequält. Es sind ganz normale Menschen, die völlig entspannt inmitten der Gesellschaft leben können - insofern man sie ihren Weg gehen läßt.

    Aus diesem Blickwinkel gesehen ist der Beitrag meiner Meinung nach recht gut gelungen.
    Und Du machst eine tolle Figur darin!

    Grüße, Yva

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  4. Hallo Yva,

    danke das du das so sieht. Das ist auch die Intension meines Blogs zu zeigen, das transidente Menschen ganz normale Menschen sind und anderen transidenten Personen zu zeigen, daß sie sich nicht zu verstecken brauchen

    Liebe Grüsse,
    Michaela

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  5. Die Moderatorin hat es, aus meiner Sicht geschafft, deine "Notwendigkeit" zur Transfrau in Frage zu stellen. Und das tat mir sehr leit (für dich). Als selbst betroffene war ich enttäuscht, dass ihr das "Thema" künstlich kompliziert habt, in dem ihr einen Transvestiten einbezogen habt. Für viele Zuseher ist jetzt wieder eh alles klar "... ah, ein Transvestit...". Weil das kennen die Leute einfach viel eher. Also - es tut mir leid für die Übergriffe der Moderatorin und die "zur Schau-Stellung" deiner Person. Ich hätte es nicht gemacht. Nicht böse sein für meine Ehrlichkeit, aber so ging's mir beim Zusehen.
    PS: ich (wert)schätze Transvestiten, nur ist es nicht mein Thema. Es ist nicht besser oder schlechter als anderes - nur will ich als biologische Frau ja auch nicht zur Gruppe der Transvestiten gezählt werden. Und du?!

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    1. Hab ich da was nicht mitbekommen? Wo ging es denn da um Transvestiten? Wo wurde die Transidentität denn in Frage gestellt? Ich frage mich nun, ob ich zu begriffsstutzig bin, oder ob meine Vorkommentatorin da etwas hineininterpretiert, das nicht da ist.
      Solche Beiträge sind oft nicht besonders lang, das ist auch nicht schlimm. Jedoch vermittelt es sicherlich einigen Menschen, wenn sie gelegentlich über soetwas im TV stolpern, dass transidente Menschen doch gar nicht so selten sind, wie man annehmen würde.
      Julia aus Kiel

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    2. Hallo Julia,
      der Live-Auftritt, wurde leider nicht in der Mediathek des BR veröffentlicht. Die Äusserung bezieht sich hier auf den Live-Auftritt, bei dem Elli Hunter als weiterer Gast mit dabei war.
      Liebe Grüsse,
      Michaela

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  6. Michaela, ich habe gerade deinen Audioblog angehört und gehört, dass Du Dich darüber beklagst, dass die Moderatorin zu dir gesagt hätte, dass die Rollenerwartungen heute ja so nicht mehr wären. Warum beklagst Du Dich über so eine Reaktion? Transidentität heisst ja nichts anderes. Da geht es um eine soziale Identität (so hatten die Erfidner des Wortes das gedacht)... und da hat die Moderatorin ja Recht, wenn sie das sagt mit den Rollen... oder? Und überleg mal... ein Beitrag, in dem Du beim Klamottenkaufen begleitet wurdest... was meinst Du, um was es denn dann geht wenn Du von "Transidentität" sprichst? Natürlich geht es da um Klamotten, Rollen, etc... und da wunderst Du dich, wenn die Kameraleute den Beitrag mit einer Einstellung auf deine Schuhe beginnen?

    "Neuer Look, neues Leben"... Look? Aha. Michaela, wenn Du dein Geschlecht selbst auf Kleidung reduzierst "als Mann zur Arbeit gegangen", glaubst Du wirklich, dass eine Redaktion dann tiefer gehen wird und diese oberflächliche Ebene verlassen wird? Nee, oder?

    Zitate von Dir:
    "Du hast ein männliches Geschlechtsteil..."
    "Ich fühle mich zu Frauen zugehörig"

    Moderatorin:
    "Was ist dir an Frauen ähnlicher, als deinem biologischen Geschlecht?"

    Zitat Du:
    "Du fühlst Dich den Frauen zugehörig"

    Moderatorin:
    "Du hast nichts umoperieren lassen..."
    "Verwandlung vom Mann zur Frau"
    "Männer, die Transfrauen werden wollen"
    "Michaela, war es schwierig zu lernen, dich als Frau anzuziehen, dich zu schminken, dich im Alltag zu geben?"

    Zitat Du:
    "Es ist ein Prozess der dauert, das ändert sich nicht von heute auf morgen."

    Moderatorin:
    "Jetzt bist du eine Frau geworden..." (ironische Betonung)
    "Deine Verwandlung..."

    Und Du sagst nichts dazu... Zusammengefasst bleibt folgendes Bild übrig: Penis=Geschlecht (siehe oben, dein eigenes Zitat), Michaela hat ein männliches biologisches Geschlecht (aha?) und fühlt sich den Frauen zugehörig, kann aber nicht sagen, warum es so wichtig ist, weibliche Klamotten zu tragen (Du hast Dich ja beim Einkaufen von Klamotten Filmen lassen).

    Fazit: Ein Beitrag, der vorallem das Klischee bestätigt, dass da Männer sind, die in der Frauenrolle leben wollen und sich selbst "Transidente" nennen, anstatt transsexuelle Frauen als Frauen anzuerkennen (was nichts mit Klamotten, Schuhen, Rollen, etc. zu tun hat).

    Transphobie ist weiblich. Weil jede Frau der Welt anzweifeln wird, dass eine Frau eine Frau ist, wenn sie sich über Klischees definiert, anstatt über sich selbst.

    Lieber Gruss,

    Kim

    P.S. Und dann auch noch der grottige Film Romeos. Schlimm.

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  7. Hallo alle zusammen,
    ich bin eine Mitarbeiterin der Redaktion von on3-Südwild zu dem Thema gewesen. Ich möchte euch allen einfach ein paar Dinge erklären, damit ihr die Sache auch mal von der anderen Seite her sehen könnt.
    Dass man für einen Beitrag, der knapp 4 min dauert ca. 5 Std. Dreharbeiten hat, ist völlig normal so. Man rechnet für ca. 1 min Film - 1 Std. Dreharbeiten. Ich persönlich fand den Beitrag sehr schön, weil er sehr emotional war. Ich finde, dass dabei ziemlich gut rausgekommen ist, dass Transidentität ein inneres Gefühl ist, das man schon seit der Kindheit in sich trägt und eben nicht nur auf Äußerlichkeiten begrenzt ist. Aber die äußere Verwandlung gehört nun mal natürlich auch dazu.
    Meiner Meinung nach ist der Talk ist ein bisschen kurz geraten. Es gab ja zwei Themenblöcke in der Sendung. Beim ersten Thema war irgendwie einfach kein Ende in Sicht, sodass für das zweite Thmema viel weniger Zeit übrig geblieben ist, als geplant. Sonst hätte man zum Beispiel im Talk mit Elli auch noch viel deutlicher die Unterschiede zwischen Transgendern und Transsexuellen herausabeiten können. Aber dafür ist es halt eine Live-Sendung und da kommt es ab und an vor, dass man sich mit der Zeit verkalkuliert.
    Natürlich gäbe es einige Verbesserungsvorschläge, wie man es hätte besser machen können. Aber nichtsdestotrotz fand und finde ich es immer noch wichtig, auf das Thema Transgender aufmerksam zu machen. Und zwar nicht nur in in kleinen Spartenreportagen auf kleinen Spartensendern, mitten in der Nacht, die sozusagen eh keiner sieht. Ich finde es gut, dass Thema in eine Jugendsendung mitten am Nachmittag zu packen. Gerade Teenager, denen es auch so geht und höchstwahrscheinlich mit den selben Problemen kämpfen wie alle transidenten Menschen, sehen dann, dass es auch noch andere Menschen wie sie gibt. Wo sie sich informieren können, wie´s anderen beim Outing gegangen ist, sehen Befürchtungen bestätigt oder eben glücklicherweise nicht...
    Naja, ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Ich wollte nur noch mal kurz anfügen, dass ich selbst mich erst mal richtig in das Thema reinarbeiten musste und intensiv recherchieren musste, weil ich eben wirklich nicht gut Bescheid darüber wusste. Und so wird es vielen anderen Menschen auch gehen. Aber mit dem Thema in unserer Sendung haben wir es ja vielleicht geschafft, dass Thema überhaupt ein Stückchen näher an die Öffentlichkeit zu bringen. Und Michaelas Appell im Beitrag war ja ganz deutlich: Sie wünscht sich mehr gesellschaftliche Akzeptanz! Zumindest bei mir ist das hängen geblieben und ich hoffe auch bei vielen anderen. Denn wenn ja, haben wir unser Ziel ja erreicht!... :-)

    PS: Ich habe den Film "Romeos" zwar nicht gesehen, aber ich fands gut, dass Ausschnitte davon gezeigt wurden. Allein schon deswegen, dass die Leute mal sehen, dass es nicht nur transidente Frauen gibt, sondern auch transidente Männer!


    Liebe Grüße,
    eure Katja

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  8. Hallo liebe Katja,

    mir hat die Zusammenarbeit mit Dir und den Anderen aus dem Team von On3 Südwild sehr gut gefallen.

    Der Beitrag, das habe ich glaube ich schon mal gesagt, gefällt mir sehr gut. Das mit der Life-Sendung kann ich verstehen und vielleicht gibt es mal eine andere Gelegenheit mehr zum Thema Transgender/Transidentität zu sagen.

    Liebe Grüsse,

    Michaela

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